IFOY Award 2019

Fragen und Antworten rund um den IFOY Award 2019.

Die Sieger des International Intralogistics and Forklift Truck of the Year Award 2019 (IFOY AWARD) sind am 26. April in der Wiener Hofburg verkündet worden. Vertreter der Intralogistikanbieter Cargometer, Jungheinrich, ProGlove, The Raymond Corporation, Still und UniCarriers Europe nahmen vor mehr als 600 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien jeweils eine Trophäe in Empfang.

Einige Fachmagazine und Intralogistikhersteller führen regelmäßig Tests durch. In der Szene gilt der IFOY als der am breitesten angelegte Staplerwettbewerb, der auch einige andere Intralogistikbereiche wie etwa Fahrerlose Transportsysteme abdeckt. Daher wurde das ursprünglich als International Forklift Truck of the Year gestartete Wettbewerb um das Wort „Intralogistics“ erweitert. Die wichtigsten Fragen rund um den Test werden im Folgenden beantwortet:

Was wird getestet?

2019 konkurrieren in sechs Kategorien des Awards ein Dutzend unterschiedliche Geräte und Lösungen um den Sieg. Im Prinzip kann jedes Flurförderzeug eingereicht werden. Von Lagertechnikgeräten über integrierte Lagerlösungen.

ifoy

Wie wird vergleichen?

Das oberste IFOY Prinzip lautet: Ein direkter Vergleich ist oft unmöglich. Und er findet auch nicht statt. Der IFOY Award vergleich also nicht die nominierten Fahrzeuge miteinander, sondern immer mit am Markt erhältlichen vergleichbaren Geräten. Dazu stehen den Juroren mit dem IFOY-Test und seit 2014 mit dem IFOY Innovation Check zwei wesentliche Entscheidungshilfen zur Verfügung. Der IFOY-Test misst die harten Fakten und vergleicht sie mit den Wettbewerbsgeräten. Der IFOY Innovation Check konzentriert sich ausschließlich auf die Innovationen und deren Einordnung im Marktvergleich. Darüber hinaus fahren und testen die Jurymitglieder anlässlich des IFOY-Testtages alle nominierten Geräte selbst.

Wie läuft der Test ab?

Der IFOY-Test basiert auf dem Andersom-Test des niederländischen Fachjournalisten Theo Egberts. Seit 1988 haben weit mehr als 300 verschiedene Gabelstapler und Lagertechnik-Flurförderzeuge den Andersom-Test durchlaufen. Damit verfügt er über die europaweit größte Vergleichsdatenbank unabhängiger Testdaten und gilt als Benchmark im Bereich Flurförderzeuge. Diese Vergleichsdatenbank in Kombination mit dem unabhängigen Test ermöglicht es der Jury, unterschiedliche Bewerberfahrzeuge mit ihren jeweiligen Wettbewerbsprodukten zu vergleichen und damit ein objektives Votum abzugeben.

Basis der IFOY AWARD-Entscheidung ist das dreistufige Audit. Die Geräte und Lösungen durchlaufen individuell abgestimmte Fahr- oder Funktionstests, darunter das rund 80 Kriterien umfassende IFOY Testprotokoll sowie den wissenschaftlichen IFOY Innovation Check. Außerdem reisen Juroren und deren Beraterteams aus der Wirtschaft an, um die Finalisten selbst zu begutachten, bevor sie ihr Votum abgeben. Entscheidend ist, dass die Nominierten nicht miteinander verglichen werden, sondern mit ihren Wettbewerbsgeräten am Markt.

Deutschland wurde beim IFOY AWARD 2019 unter anderem von Matthias Pieringer, Chefredakteur LOGISTIK HEUTE, als Jurymitglied vertreten.

Was sagt der IFOY Innovation Check aus?

Der Innovationswert ist eines der wesentlichen Bewertungskriterien der Jury des IFOY Awards. Um diese Frage vom technologischen Standpunkt beantworten zu können, ist ein Technologienvergleich mit den Marktstandards nötig. Den Innovationswert der nominierten Gerät und Lösungen beurteilen 2019 29 Juroren. Die von den Herstellern der Geräte in ihren Unterlagen und Präsentationen unterschiedlich stark betonten Innovationen werden vor Ort anhand von Sichtprüfungen und teilweise mithilfe einer Funktionsprüfung nachvollzogen und ihre Funktion verifiziert. Bei der Bewertung werden sowohl innovative Weiterentwicklungen als auch gelungene Neukompositionen sowie echte Innovationen herausgearbeitet und beurteilt.

jö/me

 

Testberichte 2019 im Überblick


Hinweis: Die Testberichte sowie die Soft und Hard Facts  sind Anhaltspunkte für die Jury. Sie geben keine Auskunft darüber, wer der Sieger ist.

Kategorie: Counter Balanced Truck

  • S-Series / S20-35, Clark Europe
  • TX3 3-wheel counterbalance truck, UniCarriers

Kategorie: Warehouse Truck

  • Combi-PPT, Combilift
  • MaxX, Hubtex
  • ETV 216i, Jungheinrich

Kategorie: AGV & Intralogistics Robot

  • Miniload (STC), Jungheinrich
  • Automatisierter Routenzug mit LTX 50, Still
  • MANIPULA-TORsten (TORsten meets Friends), Torwegge


Kategorie: Intralogistics Software

  • CARGOMETER – Frachtvermessung „on-the-fly“, Cargometer
  • zoneCONTROL, Jungheinrich
  • neXXT Fleet, Still


Kategorie: Special of the Year

  • Virtual Reality Simulator, Raymond
  • 3D VR Configure Price Quote, SAE


Kategorie: Start-up of the Year

  • ProGlove, ProGlove
  • Electric Memory Seat, Trône Seating

 

Kategorie: Counter Balanced Truck

  • S-Series / S20-35, Clark Europe
  • TX3 3-wheel counterbalance truck, UniCarriers

Innovation Check: CLARK, S-Series, S25


CLARK S Series 20-35

MARKTRELEVANZ
Verbrennungsmotorisch angetriebene Gegengewichtsstapler in der Klasse zwischen 2,0 und 3,5 Tonnen werden sehr häufig eingesetzt. Das vorgestellte Gerät beziehungsweise die gesamte Baureihe hat daher eine hohe Marktrelevanz.

KUNDENNUTZEN
Ein ergonomisch gestalteter, wartungsarmer und leistungsstarker Gabelstapler für einen intensiven Einsatz: Genau das ist es, was ein Kunde sich von einem Gabelstapler mit einem Verbrennungsmotor wünscht. Der Clark S25 geht diese Wünsche mit vielen Verbesserungen und Ausstattungsoptionen an. Vor allem eine Kabine mit vielen Extras macht den Arbeitsalltag angenehmer und ertüchtigt den Stapler für den Außeneinsatz. Kundennutzen, die deutlich über den der Wettbewerbsprodukte hinausgehen, sind nicht festzustellen.

NEUHEITSGRAD
Eine ergonomische Kabine mit einem einfachen Einstieg wird heutzutage von einem modernen Stapler erwartet. Dies betrifft auch eine schmale Lenksäule, welche die Sicht nach vorne nicht versperrt und genug Beinfreiheit bietet. In den letzten Jahren wurde immer mehr Wert auf die Informationsfunktionen in solchen Fahrzeugen gelegt, da bewegt sich Clark mit dem Gang der Zeit. Eine herausragende revolutionäre Innovation stellt das Informationssystem allerdings nicht dar. Das Kamerasystem bietet zusätzliche Sicherheit und ist aus diesem Grund auf dem PKW-Markt seit Jahren etabliert. Die automatische Parkbremse sowie die im Öl laufenden Lamellenbremsen gehören auch bei anderen Herstellern solcher Fahrzeuge zur Standardausstattung. Ähnliches betrifft die Funktion zur Senkrechtstellung des Hubmastes. Solche Ausführungen sind auf dem Gabelstaplermarkt bereits bekannt. Der neue Clark-Gabelstapler stellt eine stetige Weiterentwicklung dar, ohne dass es zu einer Revolution auf dem Markt kommt.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Der Clark S25 ist sehr robust aufgebaut, die Kabine erinnert eher an den PKW-Bereich mit vielen gut durchdachten Features. Dem Kunden stehen zahlreiche Extras zur Verfügung, die individuell zusammengestellt werden können. Der einfache Zugang zu den Komponenten bei einer Wartung wird den Alltag der Techniker signifikant erleichtern.

IFOY Testbericht:
Mit der neuen S-Serie präsentiert Clark einen soliden und leicht zugänglichen Gabelstapler mit einigen modernen Neuerungen und Alleinstellungsmerkmalen (USP). Die neue Baureihe geht von 2 bis 3,5 Tonnen Tragfähigkeit und die Fahrzeuge sind mit Diesel- und Gasmotoren erhältlich. Während der IFOY Testtage wird die 2,5 Tonnen schwere LPG-Version vom Typ S25L getestet.

Der Teststapler ist mit verschiedenen Optionen ausgestattet, darunter eine Spezialkabine, ein Zinkenverstellgerät, ein Beleuchtungspaket, ein ergonomischer Gasflaschenhalter sowie eine Armlehne mit Minihebel, Gewichtsanzeige und automatischer horizontaler Verstellmöglichkeit des Mastes. Der S25L-Stapler ist solide, robust und dennoch kompakt gebaut. Bemerkenswert ist die Entscheidung von Clark, den ersten Schritt von 340 auf 420 Millimeter zu erhöhen. Dadurch wird jedoch der zweite Schritt zur Bodenplatte des Geräts einfacher. Die Stufe ist ausgebaut und mit einem soliden, rutschfesten Gitter ausgestattet worden.

Der speziell angefertigte Clark-Sitz bietet eine komfortable Sitzposition und verfügt über eine perfekt einstellbare und stabile Armlehne mit integrierten, leicht einstellbaren Minihebeln zur Maststeuerung sowie einen Daumenschalter. Mit ihm kann die Fahrtrichtung eingestellt werden. Mit einem speziellen Kippwinkelstoppknopf kann der Mast perfekt vertikal eingestellt werden. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wurde beim neuen Gerät das Armaturenbrett abgesenkt und die Lenksäule sowie das Lenkrad kompakter entwickelt. Ebenfalls verbessert wurde die Sicht durch den Mast. Ganz neu, und ein wichtiger Bestandteil des Clark S25L, ist das 5-Zoll-Farbdisplay. Es zeigt nicht nur alle Betriebsinformationen an. Auf dem Bildschirm werden auch die Bilder der optional erhältlichen Rückfahrkamera angezeigt. Die Anzeige bietet unter anderem die Möglichkeit, Geschwindigkeitsbegrenzungen festzulegen.

Die Kabine, die Clark auf seinem neuesten Stapler integriert hat, ist ein weiterer Pluspunkt des Fahrzeugs. Sie ist solide und dennoch sehr "offen", dank der schlanken Profile. Beide Türen sind zweiteilig gebaut worden. Das hintere Drittel der Türe kann fixiert werden, so dass der Schwung beim Öffnen des vorderen Teils nicht so groß ist. Das ist von Vorteil für den Zugang auf engstem Raum. Das Türprofil kann auch komplett aufgeklappt werden, so dass eine teilweise offene Kabine zur Verfügung steht, wenn die Umgebungstemperatur es zulässt. Die Kabine verfügt zudem über eine neu konzipierte Heizung mit integrierter (optionaler) Klimaanlage, zwei geräumige Staufächer und einen Getränkehalter. In der Aufbewahrungsbox unter der Armlehne befinden sich zwei USB-Ports und ein 12-Volt-Anschluss. Die Kabinenbeleuchtung und das das Radio mit Bluetooth/USB-Anschluss sind inklusive.

Unter der Haube befindet sich der leicht zugängliche Ford LPG-Motor, der die EU-Emissionsnormen der Stufe V erfüllt. Clark verwendet ein geteiltes Getriebe, um ein reibungsloses und vibrationsarmes Arbeiten zu ermöglichen. Motor und Getriebe sind voneinander getrennt. Neu im Antriebssystem sind die Vorderachse mit Nassölbadbremse, automatische Feststellbremse, Anfahrhilfe und die Hinterachse mit verbesserter Federung, welche die Kurvenstabilität erhöht. In puncto Leistung ist der Clark S25L eher durchschnittlich in seiner Klasse. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Zusatzgewicht des voll ausgestatteten Testfahrzeugs in Kombination mit einem durchschnittlichen Leistungsniveau.


IFOY Testfazit:
Der Clark S25L ist einfach zu bedienen und bietet viel Platz für den Fahrer. Mit seinem speziellen Display, seiner bemerkenswerten Kabine und einer Reihe erschwinglicher Optionen ist er ein Stapler für jeden Geschmack und jede Anwendung.

Bild: CLARK

 

Innovation Check: UNICARRIERS, TX3 3-wheel

 


Unicarriers TX 3

MARKTRELEVANZ
Der elektrische Gabelstapler TX3 von UniCarriers Europe gehört dem relevantesten Segment des Gabelstaplermarktes an. Die Familie beinhaltet Stapler mit einer Tragfähigkeit zwischen 1,3 und 2,0 Tonnen bei einer Hubhöhe bis zu 4,75 Meter. Die Marktrelevanz ist sehr hoch. Allerdings hat mittlerweile der Trend zu Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt. Zum Zeitpunkt der Bewertung stellt das Unternehmen UniCarriers noch keine Ausführungen mit einer Lithium-Ionen-Batterie zur Verfügung.

KUNDENNUTZEN
Die vorgestellten Innovationen konzentrieren sich auf die Ergonomie des Staplers, wobei insbesondere die Sichtverhältnisse für den Fahrer optimiert wurden. Die freischwingende Armlehne mit einem Minilenkrad, die als Option erhältlich ist, bietet dem Bediener zusätzliche Steuerungsmöglichkeit und kann sich bei kontinuierlichem Betrieb positiv auf die Gesundheit der Fahrer auswirken. Der einfache Einstieg ist für einen Gabelstapler sehr wichtig. Die automatische vollelektrische Bremse erleichtert die Bedienung des Staplers vor allem auf Rampen und erhöht somit die Sicherheit. E5in Sichtfenster im vorderen Bereich hilft beim Beladen und kann potenziell Schäden an Mensch und Gut verhindern. Ein geringer Energieverbrauch hat unumstritten einen hohen Kundennutzen. Ob eine Senkung des Gesamtverbrauchs auf einen Wert, der um etwa 2,5 Prozent niedriger ist, als der von Wettbewerbsprodukten einen Kaufgrund darstellt, ist dem Endnutzer überlassen. Zudem wurde der Vergleich, allem Anschein nach, nicht mit modernen Lithium-Ionen-Staplern durchgeführt, die wegen der besseren Rekuperation und vor allem wegen des höheren Ladewirkungsgrads die Energiekosten signifikant senken. Zudem wird die Zwischenladefähigkeit der Wettbewerberfahrzeuge mehr zur Produktivitätssteigerung beitragen.

NEUHEITSGRAD
Die wichtigste Innovation dieses Fahrzeugs stellt die freischwingende Armlehne mit einem Mini-Lenkrad dar. Ob diese von vielen Fahrern, die sich an die konventionelle Bedienung gewöhnt haben, angenommen wird, bleibt abzuwarten. Das Mini-Lenkrad sorgt für eine bessere Körperhaltung, kann jedoch bei einem intensiven Betrieb zu Schwierigkeiten führen. Solch eine Bedienung ist in anderen Flurförderzeugen verbreitet, eine Verwendung in einem Gabelstapler ist jedoch neu. Sichtfenster im vorderen Bereich, werden zur Sicherheit beitragen und stellen ebenfalls eine Innovation dar. Eine geräumige und ergonomische Kabine, automatische Parkbremse und ein einfacher Einstieg gehören bei vielen Herstellern zur Standardausstattung und sind mehr eine konsequente Weiterentwicklung als Marktinnovation.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Der Gabelstapler ist sehr gut aufgebaut und bietet einen sehr komfortablen, aber auch vor allem beim Mini-Lenkrad gewöhnungsbedürftigen, Umgang. Die bessere Sicht auf die Palette wird durch das Fenster im vorderen Bereich erreicht. Für die gute Sicht sorgen auch Details, die gut durchdacht umgesetzt wurden.

IFOY Testbericht:
Mit der neuen TX-Reihe bringt UniCarriers zehn neue Modelle auf den Markt. Die TX3-Reihe umfasst 3-Rad-Fahrzeuge mit einer Hubkraft von 1,3 bis 2 Tonnen, wohingegen die TX4-Reihe 1,6, 1,8 und 2 Tonnen schwere 4-Rad-Stapler beinhaltet. Die Gabelstapler, die wirtschaftlicher sind als ihre Vorgänger, bieten einzigartige Eigenschaften, die in der Flurförderzeugindustrie zum Maßstab werden könnten.

So verbessert beispielsweise das ProVision-System die Sicht des Fahrers. Die vordere Dachkante ist in Blickrichtung abgeschrägt. Das Armaturenbrett wurde extra niedrig gehalten. Der Hersteller führte zudem einen integrierten Seitenschieber ein. Das verbessert die Sicht auf die Gabelspitzen und reduziert den toten Winkel um rund zehn Zentimeter.

Der Teststapler ist außerdem mit einem Minilenkrad (vom Schubmaststapler) an der linken Armlehne ausgestattet. Da die Lenksäule fehlt, ist die Sicht nach vorne sehr gut. Auch die beiden Fenster seitlich bieten zusätzliche Sicht und sind einzigartig auf dem Markt. Auch der Einstieg wurde verbessert: Der Stapler hat eine zusätzliche Stufe erhalten, die das Ein- und Aussteigen erleichtert. Das Batteriefachschloss ist indes altmodisch und manchmal am Unterschenkel zu spüren. Die Höhe des Bremspedals könnte etwas geringer sein. Der TX3-Teststapler verfügt außerdem über eine umfangreiche Serienausstattung, inclusive einer Anzeige des Gewichts und einer Warnung vor Überladung.

Das Sitzen auf dem Grammer MSG65-Sitz ist angenehm. Aber an das in die Armlehne integrierte Mini-Lenkrad muss man sich erst gewöhnen. Das gleich gilt für die Joystick-Steuerung, die auch vom Schubmaststapler stammt. Eine Probefahrt mit dem Fahrzeug mit dem mittelgroßen herkömmlichen Lenkrad und der in die Armlehne integrierten Fingerhebeln führt zu einem zuverlässigeren Fahrverhalten und deutlich besseren Testergebnissen.

Mit dem Stability Support System (S3) überwacht der TX die Sicherheit. Das System misst Lenkwinkel, Last und Geschwindigkeit, um die Fahrzeugstabilität zu gewährleisten. Das Tool Dynamic Cornering Control reduziert das Tempo bei Kurvenfahrten. Es hält den Stapler jedoch bei der folgenden Geradeausfahrt etwas zu lange im langsamen Modus. Das führt zu einem kleinen Zeitverlust.

Im IFOY-Test 2019 ist der Energieverbrauch besser als beim Vorgängergerät. Der Teststapler, ein TX3-16 mit einer Tragfähigkeit von 1.600 Kilogramm und einer 48V/625Ah-Batterie, liegt bei den Testwerten leicht über dem Marktdurchschnitt. Die besseren Werte sind zum Teil auf die elektrische Lenkung und die verbesserte Energierückgewinnung zurückzuführen. Die gemessene Produktivität ist etwas niedriger als der Schnitt. Dafür gibt es zwei Gründe: die verzögerte Beschleunigung nach scharfen Kurven und den "Denkprozess" des Staplers beim Heben. Das Testteam halt den Modus P für den besten Arbeitsmodus. H ist eher brutal, E eher zögerlich. Im Modus P und mit den herkömmlichen Bedienelementen ist der TX3 ein feinfühliger und stabiler Stapler. Der seitliche Batteriewechsel ist einfach.

IFOY Testfazit:
Besonderheiten des Staplers sind die deutlich verbesserte Sicht aufgrund des ProVision-Systems und die gute elektrische Lenkung, sowohl mit dem Minilenkrad als auch mit dem normalen Lenkrad. Zudem hat der TX3 mit seinen zusätzlichen Sichtfenstern ein einzigartiges Feature. Wer sich für das Minilenkrad und den Multifunktions-Joystick entscheidet, muss aber etwas Zeit für die Gewöhnung einkalkulieren. Das traditionelle Lenkrad und die Minihebel bieten eine bessere Leistung.

Bild: Unicarriers

Kategorie: Warehouse Truck

  • Combi-PPT, Combilift
  • MaxX, Hubtex
  • ETV 216i, Jungheinrich

Innovation Check:COMBILIFT, Combi-PPT

Stapler
MARKTRELEVANZ
Der Combilift PPT stellt eine verbreitete und bewährte Lösung in einer neuen Dimension bezüglich der zu bewegenden Güter dar. Deichsel-Gabelhubwagen sind in nahezu allen Branchen im Einsatz. Die maximale Tragkraft liegt dabei meist zwischen zwei und drei Tonnen. Mit dem Combilift PPT wird das gleiche Prinzip auf bis zu 16 t erweitert. Es erschließen sich dadurch neue Bereiche, in denen kompakte aber hohe Lasten individuell innerbetrieblich über kleine Distanzen bewegt werden müssen. Durch den geringen Platzbedarf sowie der Einfachheit der Transportbewegung besteht eine Relevanz für einen speziellen Markt.

KUNDENNUTZEN
Die Vorteile für Kunden, die entsprechende Lasten bis 8 Tonnen/16 Tonnen bewegen müssen, werden leicht durch den Vergleich mit den alternativen Flurförderzeugen deutlich. Derartige Arbeitsaufgaben, ausgeführt mit beispielsweise einem Frontstapler, benötigen wesentlich mehr Platz und darüber hinaus ein kostenintensiveres Arbeitsgerät inklusive entsprechend qualifiziertem Personal. Die zu bewegenden Lasten können darüber hinaus auch sicherer bewegt werden, da der Bediener eine direktere Verbindung und Übersicht zur Last hat. Die eingesetzte Batterie kann bei Bedarf zügig getauscht werden, sodass ein nahezu kontinuierlicher Betrieb möglich ist. Der Einsatzbereich des Combilift PPT beschränkt sich nicht nur auf kurze Distanzen, sondern kann durch einen zusätzlichen Fahrerstand erweitert werden, was das Verfahren über längere Strecken erleichtert. Der Kundennutzen ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Combilift PPT ein Seriengerät für Anwendungen verfügbar ist, in denen oft eine individuelle Lösung (Sonderfahrzeug) gefunden werden muss.

NEUHEITSGRAD
Die Neuheit des Combilift PPT besteht in der Klasse der Tragfähigkeit selbst und eher weniger in seiner Funktionalität. In den Bereichen mit höheren Lasten ist der Combilift in seiner Anwendbarkeit prinzipiell als neuartig einzustufen. Die technische Gesamtlösung ist durch die Kombination verschiedener Prinzipien, die zwar teilweise bei bestehenden Produkten bereits vorhanden sind, dennoch als hoch innovativ anzusehen.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Die Umsetzung und Funktionalität macht umfassend einen hochwertigen und soliden Eindruck. Die Bedienung für alle Bewegungen ist sensibel, so dass schwere Lasten effizient und sicher bewegt werden können.

IFOY Testbericht:
Mit dem Kombi-Gabelhubwagen, kurz Combi PPT, präsentiert Combilift eine leistungsstarke Deichselhubwagen-Serie, die Lasten bis zu 16 Tonnen aufnehmen kann. Dabei stehen Platzersparnis und sicheres Arbeiten im Fokus. Der IFOY Nominee verfügt über eine maximale Hubkraft von 8 Tonnen.

Der Combi PPT ist mit einem wartungsfreien AC-Antrieb, doppelten Hydraulikzylindern und doppelten Antriebsrädern ausgestattet. Diese ermöglichen eine kompakte Bauweise mit reduziertem Bodendruck und maximaler Tragfähigkeit. Das elektronische Differential sorgt für maximale Traktion und hervorragende Manövrierfähigkeit. Die beiden hydraulischen Hubzylinder, die mit einem Fingertipp-Schalter gekoppelt sind, liefern die Kraft und Steuerung, die zum sicheren und genauen Heben und Senken von Lasten erforderlich sind. Der Geschwindigkeitsschalter ermöglicht es dem Bediener, eine normale oder sehr langsame Geschwindigkeit zu wählen.

Das IFOY Testteam ist beeindruckt von der Art und Weise, wie Combilift verhindert, dass das Fahrgestell auch unter schweren Lasten beeinträchtigt wird. Das robuste Hubsystem ist für ein sanftes und stets horizontales Heben und Senken mit dem Parallelogramm-Hubmechanismus ausgelegt. Beim Heben bewegt sich die Last nach hinten, um den Schwerpunkt der Last zu senken und mehr Last auf die Antriebsräder zu übertragen, was eine stabile und sichere Fahrt ermöglicht.

Das Multipositionsdeichselkonzept von Combilift ist in den meisten Ländern patentiert. Mit der Deichsel kann der Combi PPT wie jeder normale Hubwagen bedient werden. Nachdem das Gerät vor einem Gestell oder einer Maschine positioniert wurde, kann das Antriebsrad über einen Drehknopf um 90 Grad gedreht werden. Es ist dann möglich, sich vorwärts zu bewegen, während man neben dem Fahrzeug steht und die Deichsel im rechten Winkel hält, und trotzdem weiter lenken zu können. Eine enge und unsichere Handhabung wird so vermieden. Die Möglichkeit, das Gerät mit einer um 90 Grad gedrehten Deichsel zu bedienen, führt den Bediener aus dem Gefahrenbereich, wo er zwischen dem Fahrzeug und einer Wand, Maschine oder einem Gestell eingeschlossen sein könnte.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Bediener einen freien Blick auf die Last und ihre Umgebung hat. Da er neben dem Gerät und nicht dahinter steht, wo oft ein Ladungsträger oder ein Produkt das Sichtfeld einschränkt, kann er das Fahrzeug präzise positionieren und in jeder Situation sicher arbeiten.

Das übersichtliche Farbdisplay ist in die Deichsel integriert, so dass der Bediener jederzeit alle wichtigen Betriebsinformationen wie die Position der Räder und den Batteriestatus im Blick hat. Die Bedienelemente der Deichsel sind intuitiv, proportional und ergonomisch. Schwere Lasten können mit minimalem Aufwand sicher und reibungslos bewältigt werden. Für Einsatzsituationen, bei denen längere Strecken zurückgelegt werden müssen, ist optional ein klappbarer Fahrerstand erhältlich.

Der Combi PPT ist serienmäßig mit einem seitlichen Batteriewechselsystem ausgestattet. Ein schneller und sicherer Batteriewechsel ist möglich und gewährleistet eine optimale Verfügbarkeit.

Das kompakte Kraftpaket ist deutlich wendiger und hat einen wesentlich kürzeren Wenderadius als die schweren Gabelstapler, die bisher zum Bewegen von schweren und sperrigen Lasten eingesetzt werden. Das PPT benötigt nur etwa 25% des Platzes, den ein Gabelstapler dieser Tonnage einnehmen würde.

IFOY Testfazit:
Mit dem Combi PPT bringt Combilift einen beispiellos leistungsstarken Hubwagen zum Heben und Bewegen von Lasten bis zu 16 Tonnen (im Falle des IFOY Nominee bis zu acht Tonnen). Die einzigartige 90°-Deichsellenkung bietet dem Bediener eine sichere Position und eine optimale Sicht auf die Arbeit. Die Genauigkeit und Präzision des Combi PPT ist sehr hoch, so dass er sich für eine sensible Positionierung mit sehr hohen Lasten eignet.

Bild: Combilift



Innovation Check: MaxX, Hubtex


Hubtex
MARKTRELEVANZ
Der Elektro-Mehrwege-Seitenstapler MaxX ist in den Branchen von Relevanz, in denen lange Güter im Innen- und Außenbereich umgeschlagen und platzeffizient gelagert werden. Dabei werden derzeit viele kraftstoffgetriebene Geräte eingesetzt. Der MaxX stellt dazu eine innovative Alternative dar, die im Vergleich zu anderen Elektrolösungen geringere Anschaffungskosten aufweist. Dadurch wird eine nennenswerte Marktrelevanz gesehen.

KUNDENNUTZEN
Der hauptsächliche Nutzen für Kunden und Bediener besteht in dem Gewinn an Sicht durch das neu angeordnete Hubgerüst sowie in dem verbesserten Fahrbetrieb durch das HX-Lenksystem. Der mittig angeordnete Hubmast erlaubt freie Sicht zu beiden Seiten der Lastaufnahme. Es ist durch den Einsatz des gleitenden Übergangs zwischen Längsfahrt und Querfahrt mit einer Verschleißreduzierung insbesondere für die Laufräder zu rechnen. Dadurch profitiert der Kunde durch geringere Wartungskosten. Das HX-Lenksystem ermöglicht weiterhin einen flüssigen Fahrbetrieb, wodurch eine Leistungssteigerung zu erwarten ist. Der hydraulische Niveauausgleich stellt eine kostengünstige Variante dar, eine statische Bestimmtheit bei vierrädrigen Flurförderzeugen zu erreichen. Dies wird der Bediener nicht direkt und nur durch einen verbesserten Fahrkomfort wahrnehmen. Dennoch erlaubt diese Lösung eine Applizierung des Baukastenprinzips, wodurch verschiedene Produktvarianten auf der gleichen Basis gebaut werden können. Im Ergebnis steht eine Kostenreduktion, welche den MaxX preislich attraktiv macht.

NEUHEITSGRAD
Die Integration der HX-Lenkung und das Prinzip des mittig kompakt angeordneten Hubmastes sind als neuartig einzustufen. Die beiden einhergehenden Vorteile, Sichtfeldverbesserung und Verbesserung des Fahrbetriebs bei weniger Verschleiß, sind die wesentlichen Innovationen des MaxX.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
IDie technische Umsetzung erscheint in hoher Qualität. Die Arbeitsbewegungen sind trotz komplexer Bedienung bemerkenswert reibungsfrei.

IFOY Testbericht:
Für das Handling von langen Lasten in engen Gängen und Räumen hat Hubtex den elektrischen multidirektionalen Seitenlader MaxX entwickelt. Der Stapler wurde speziell für den Innen- und Außeneinsatz entwickelt und ist eine Alternative zu den bisher aufgrund der geringeren Investitionskosten eingesetzten Verbrennungsstaplern.

Mit der MaxX-Serie bietet Hubtex eine kostengünstige, elektrisch angetriebene Alternative mit einigen Besonderheiten, wie z.B. der HX-Lenkung und dem hydraulischen Niveauausgleich. Die patentierte HX-Lenkung wurde bereits vor einigen Jahren für die vom Hersteller produzierten Sonderausführungen eingesetzt, ist aber erstmals auf einem Serien-Stapler erhältlich. Das System ermöglicht einen sanften Wechsel der Fahrtrichtung. Die Zeitersparnis pro Wechsel beträgt rund 10 Sekunden. Die kleinen Wendekreise des Allradfahrwerks und der Doppellasträder sorgen für minimalen Reifenverschleiß.

Der hydraulische Niveauausgleich der Antriebsräder gewährleistet einen konstanten Kontakt zwischen dem Allradfahrwerk und dem Boden. Das System reduziert Vibrationen und führt zu einer stabilen und sicheren Handhabung.

Der MaxX ist in verschiedenen Basisvarianten erhältlich. Die Seitenlader mit einer Tragfähigkeit von 3.000 Kilogramm sind serienmäßig mit einem 48 Volt Antrieb ausgestattet. Die schwereren Modelle mit einer Tragfähigkeit von bis zu 4.500 Kilogramm werden entweder mit einem 48 Volt oder einem 80 Volt Antrieb geliefert. Für jede Variante stehen mehrere Batteriegrößen zur Verfügung, sowohl mit konventioneller Bleisäure- als auch mit Lithium-Ionen-Technologie. Darüber hinaus stehen sechs Standardmasten mit Hubhöhen bis zu 7.500 Millimeter zur Auswahl, die für nahezu jede Anwendung ein geeignetes Fahrzeug bieten. Der IFOY Teststapler verfügt über einen 48 Volt Antrieb mit einer 930 Ah Batterie und eine Tragfähigkeit von 4,5 Tonnen. Er ist mit einem dreistufigen Hubgerüst ausgestattet.

Die Stufe ist hoch und die nicht besonders tiefen Stufen machen das Ein- und Aussteigen nicht einfach. Der Fußraum ist großzügig, die Kabine selbst könnte etwas größer sein, obwohl sie für diese Art von Stapler geräumig ist.

Da für diesen Fahrzeugtyp kein festes Testprotokoll existiert, beschränkt sich das IFOY Testteam auf einen Fahrbericht über den Neueinsteiger. Bei diesem Eindruck werden die Vorteile der HX-Lenkung schnell sichtbar. Der Stapler fährt ruhig und die Bedienung ist intuitiv und angenehm. Die Sicht auf die Last und die Arbeitsumgebung ist ausgezeichnet, was zum Teil auf den hohen Sitz, die optimale Fensteranordnung und den neuen "Freisichtmast" mit integrierter Kamera in der Gabel zurückzuführen ist. Bei diesem Mast werden die Mastprofile näher aneinander platziert, was die Sicht aus der Kabine, entlang des Mastes und auf die Gabel gegenüber der bisherigen Mastkonstruktion deutlich verbessert.

Auch das Hubtex Information Terminal 3 (HIT3), das man von anderen Elektro-Mehrwegstaplern der Marke kennt, ist in das Testfahrzeug integriert. Das Multifunktions-Display gibt dem Fahrer wichtige Informationen wie Radposition, Geschwindigkeit oder Batteriestatus. Optional können weitere Hilfssysteme integriert werden.

IFOY Testfazit:
Mit dem MaxX bringt Hubtex einen leichtgängigen und vor allem leicht zu lenkenden Seitenlader auf den Markt. Die HX-Lenkung sorgt für eine reibungslose Handhabung und eine intuitive Arbeitsweise. Mit dem einfach zu dosierenden Lenkrad ist eine Feinpositionierung jederzeit möglich. Dank des HX-Systems entfällt das Warten zwischen Programmänderungen, was die Produktivität erhöht. 

Bild: Hubtex

 

Innovation Check: ETV 216i, Jungheinrich

Jungheinrich
MARKTRELEVANZ
Schubmaststapler sind im Lagerbetrieb ein wesentlicher Bestandteil für das Ein- und Auslagern von Gütern. Dabei sind die Leistungsdaten sowie die sichere Nutzung der Geräte entscheidend für den erreichbaren Umschlag pro Zeit. Eine Weiterentwicklung von Schubmaststaplern hat eine hohe Marktrelevanz, da derartige Geräte über viele Branchen hinweg angewendet werden. Weiterhin nimmt die Bedeutung der Effizienz aller logistischen Prozesse stetig zu, wobei der ETV 216i einen Beitrag leistet.

KUNDENNUTZEN
Für den direkten Nutzen beim Kunden werden folgende wesentliche Aspekte gesehen. Diese stehen im Zusammenhang mit der Ausnutzung der Lithium-Ion-Technologie. Kleinere Abmessungen der Batterie erlauben konstruktiv eine wesentliche Verbesserung des Sichtfeldes sowie der Ergonomie (mehr Platz und Komfort) für den Bediener des ETV 216i. Damit wird die Sicherheit im Betrieb erhöht. Eine verbesserte Übersicht bei der Fahrbewegung erlaubt ein sicheres und damit auch agileres Fahren. Weiterhin wurde eine Erhöhung der Leistungsdaten ermöglicht, wobei die Erhöhung der Hubgeschwindigkeit hervorzuheben ist. Es sind kurze individuelle Ladezyklen möglich. Damit kann ein Mehrschichtbetrieb abgedeckt werden, wenn dafür die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden beziehungsweise vorhanden sind. Beispielsweise sollten Ladestationen an den Stellen verfügbar sein, an denen der Bediener Pausenzeiten nutzt. Der maximale Kundennutzen steht also auch gegebenenfalls im Zusammenhang mit einer Anpassung des Verhaltens des Bedieners. Es ist durch die umgesetzte Lösung eine Erhöhung der Umschlagleistung beim Kunden auf jeden Fall zu erwarten.

NEUHEITS- / INNOVATIONSGRAD
Beim ETV 216i wurde erstmalig eine individuell gefertigte Lithium-Ion-Batterie verwendet, was durch deren konstruktive Integration eine wesentliche Veränderung des Gerätes selbst ermöglicht. Die Entwicklung des ETV 216i geht daher über eine einfache Batterieumstellung hinaus. Lithium-Ion-Batterien sind leichter und kleiner, wodurch das Gerät in Dimension und in Richtung Schwerpunktlage und damit dynamischer Standsicherheit neu gedacht werden konnte. Ein daraus resultierendes funktionales Gegengewicht sowie eine leichtere obere Kabinenkonstruktion verbessern die Standsicherheit gerade bei Ausnutzung der Tragfähigkeit bei großen Hubhöhen.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Die Umsetzung kann als mustergültig eingestuft werden. Nicht nur die Batterie wurde an die Konstruktion individuell angepasst, sondern auch das nun notwendige größere Gegengewicht. Es wurde als tragende Baugruppe in den ETV 216i integriert. Im Ergebnis steht eine kompakte Lösung bei gleichzeitig verbesserten Eigenschaften im Sinne Ergonomie, Leistung und Sicherheit.

IFOY Testbericht:
Der ETV 216i ist das jüngste Flaggschiff der Schubmaststapler-Baureihe. Das Gerät wurde komplett um die eigene Lithium-Ionen-Batterie herum neu konzipiert und setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Raum, Sicht und Leistung.

Herz des Systems ist die Lithium-Ionen-Batterie, die Jungheinrich selbst zusammenbaut. Die Technologie ist weniger dominant als eine Blei-Säure-Batterie. Das nutzt Jungheinrich optimal aus: Der neue Energiespeicher ist kein rechteckiger Block. Er hat eine L-Form. Der vertikale Teil des L befindet sich unter dem Sitz, der horizontale unter der Fußplatte.

Um die Vorteile der neuen Lithium-Ionen-Batterie zu maximieren, ist die Fußplatte leicht angehoben. Das führt zu einem praktischen Auf- und Abstieg. Die Stufe ist gut sichtbar, hat eine gut abgerundete Form und ist ausreichend tief. Der Stapler verfügt auch über eine Vielzahl von Staufächern und Ablagen. Zusammen mit optionalen Ausstattungen wie dem Panoramadach und verschiedenen Assistenzsystemen machen sie das Arbeiten mit dem ETV 216i angenehm, einfach und effizient.

Durch die neue Batteriekonfiguration spart Jungheinrich viel Platz. Das kommt der Kabine zugute, die geräumiger denn je ist. Der Vorteil macht sich nicht nur in puncto zusätzlicher Beinfreiheit bemerkbar, sondern vor allem auch beim Sitz. Der schmale Sitz des Schubmaststaplers wurde durch einen richtigen Gabelstaplersitz ersetzt, einschließlich einer vollständig verstellbaren Armlehne. Diese federt zusammen mit dem Sitz. Dank der verdeckten Batterie konnte auch die Kabine auf der Mastseite niedrig gestaltet werden. Dadurch hat der Fahrer einen guten Überblick. Dank der elektrischen Lenkung kann der ETV 216i sehr stabil gesteuert werden. Das Fahrzeug gerät auch bei schnellen Kurvenfahrten nicht in Schwierigkeiten. Wegen des zusätzlichen Frontgewichts, welches das geringere Gewicht der Lithium-Ionen-Batterie kompensiert und dem Stapler eine bessere Gewichtsverteilung und einen sehr niedrigen Schwerpunkt verleiht, verfügt der Schubmaststapler über eine beispiellose Stabilität. Das zusätzliche Frontgewicht erhöht auch die Resttragfähigkeit.

Während der IFOY TEST DAYS ist deutlich geworden, dass die Hubgeschwindigkeiten sowohl mit als auch ohne Last mit jeweils 65 und 86 cm/s deutlich höher sind als bisher. Der Vorteil ist auf die höhere Ausbeute der Pumpe zurückzuführen. Wegen der höheren Beschleunigung und Fahrgeschwindigkeit reagiert der ETV 216i sehr direkt und vorhersehbar auf alle Aktionen.

Die Li-Ionen-Technologie ermöglicht es, dass beim Bremsen fast die gesamte zurückgewonnene Energie wiederverwendet wird. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer der Batterie deutlich. Messungen zeigen, dass der ETV 216i in P3 (maximaler Fahrmodus) eine Betriebszeit von sechs Stunden hat. Bei P1 beträgt sie 7:50. Dazu kommt: Die Lithium-Ionen-Batterie und der gut zugängliche Batteriestecker ermöglichen ein problemloses Zwischenladen. Das Gerät kann also leicht im Dreischichtbetrieb eingesetzt werden.

IFOY Testfazit:
Mit dem ETV 216i bringt Jungheinrich einen innovativen und leistungsstarken Schubmaststapler auf den Markt. Das völlig neue Design rund um die geschickt verbaute Lithium-Ionen-Batterie bietet beispiellose Sicht und Arbeitsraum. Der Stapler ist im Betrieb sehr zuverlässig und erreicht mühelos eine hohe Leistung in Bezug auf Produktivität und Energieverbrauch. Mit dem ETV216i hat Jungheinrich im Schubmaststaplersegment erneut Maßstäbe gesetzt.

Bild: Jungheinrich

 

Kategorie: AGV & Intralogistics Robot

  • Miniload (STC), Jungheinrich
  • Automatisierter Routenzug mit LTX 50, Still
  • MANIPULA-TORsten (TORsten meets Friends), Torwegge

Innovation Check: Miniload (STC), Jungheinrich


Jungheinrich
MARKTRELEVANZ
Für die automatische Behälterlagerung hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt das Shuttle oder der Satellit als geeignete Technikalternative etabliert. Bei hohen Leistungen und benötigter Dynamik ist das Regalbediengerät aber immer noch sehr stark genutzt. Das Jungheinrich-Gerät ist genau auf diese hohen Dynamiken ausgelegt und schafft hier Werte, welche die von bestehenden Produkten übertreffen.

KUNDENUTZEN
Das Jungheinrich Miniload STC ist sehr stark modularisiert aufgebaut und wegen einiger spezieller Designideen auf höchste Effizienz bei der Raumnutzung durch sehr kleine Anfahrmaße ausgelegt. Bis hin zu Antrieb und Schienenkonstruktion wurden alle Komponenten zur Erreichung dieses Ziels speziell ausgelegt. Auch auf der Antriebsseite wurde über intelligente Steuerungsverfahren und optimierte Bauteilkonstruktion dieses Ziel der hohen Effizienz bei hoher Dynamik erfolgreich verfolgt.

NEUHEITSGRAD
Der smarte mechanische Aufbau stellt die oben beschriebenen Eigenschaften sicher. Durch den Einsatz von Supercaps können die nur selten auftretenden Spitzenlasten (beispielsweise bei maximaler Beschleunigung) auf die Energieversorgung umgangen werden und die Anschlussleistungen können folglich signifikant verringert werden. Dieses Verfahren wurde auf ähnliche Weise vor vier Jahren von Dambach bei Paletten-Regalbediengeräten bereits vorgestellt, ist aber bei Miniloadgeräten durchaus als Innovation einzustufen. Vor allem die Verbindung der dargestellten Eigenschaften und Konstruktionen sind es, die den Neuigkeitsgrad und Innovationssprung ausmachen.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Das trotz der hohen Dynamikwerte extrem ruhig und gleichförmig laufende Gerät zeigt hier eine sehr gut gelungene Integration verschiedener Produktkomponenten – von der Steuerung, über die Supercaps bis hin zur sehr steifen mechanischen Konstruktion des Gerätes, die gemeinsam die Qualität des Gerätes ausmachen.

IFOY Testbericht:
Mit dem Miniload STC bringt Jungheinrich eine Systemlösung, die inhouse entwickelt wurde. Das Gerät produziert der Hersteller auch selbst. Hintergrund: Das Miniload STC ist die erste Lösung von Jungheinrich in diesem Bereich, die nicht zum Bewegen von Paletten ausgelegt ist.

Jungheinrich betont, dass das STC das leistungsstärkste Miniload-Regalbediengerät seiner Klasse weltweit ist und einen maximalen Durchsatz ermöglicht. Die Beschleunigungs- und Hubgeschwindigkeiten sind in der Tat sehr hoch, wie die Aufzeichnungen des IFOY-Testteams zeigen. Die vom Hersteller angegebene Fahrgeschwindigkeit von 6 m/s mit einer maximalen Beschleunigung von mehr als 5,3 m/s² sind realistische Werte. Das zeigen die Messergebnisse einer Standardaufgabe, die das Testteam mehrfach durchgeführt hat.

Bei der Entwicklung wurde besonderes Augenmerk auf das Thema Energieeffizienz gelegt. So wird beispielsweise die Bremsenergie in SuperCaps zurückgeführt, damit bei den nächsten Beschleunigungen der Energieverbrauch gesenkt wird. Laut Jungheinrich können dadurch der Energieverbrauch und die Betriebskosten um bis zu 25 Prozent gesenkt werden. Die Einsparungen sind gleich ab dem ersten Einsatz verfügbar. Die erzeugte Energie wird nicht ins Netz zurückgeführt, sondern intern zwischengespeichert und nach Möglichkeit sofort wieder genutzt.

Darüber hinaus sorgen intelligentes Energiemanagement und innovative Konstruktionen für einen beispiellos niedrigen Energieverbrauch. Jungheinrich verwendet einen leichten Aluminiummast, der nur aus zwei Teilen besteht und in den der Antrieb integriert ist. Diese Strategie macht die Gesamtkonstruktion rund 14 Prozent leichter und bietet die Möglichkeit, verschiedene Lastaufnahmemittel auszuwählen. Das System eignet sich für die hocheffiziente und platzsparende Lagerung von Kleinteilen in Behältern, Tablaren oder Kartons.

Mit dem neuen Schienenkonzept setzt Jungheinrich auch ein Aluminiumprofil ein, mit dem das Regalbediengerät knapp über dem Boden fahren kann. Dies ermöglicht eine geringere Höhe (von nur 460 statt 530 Millimetern) und setzt damit einen neuen Standard in dieser Klasse.

Trotz des geringen Gewichts des Geräts ist eine hohe Stabilität auch bei der maximal skalierbaren Höhe von 25 Metern gewährleistet. Jungheinrich schätzt die ideale Systemlänge einer Anlage auf etwa 110 Meter. Dank der einzigartigen Ausführung mit doppelten Antriebsriemen wird das Regalbediengerät immer gerade und gleichmäßig über die Schienen bewegt.

Das leistungsstarke Gerät kann bei Umgebungstemperaturen von +2 °C bis +40 °C eingesetzt werden. Eine Variante, die auch in Kühllagern eingesetzt werden kann, wird noch erwartet. Mit dieser vollständig selbst entwickelten und gefertigten Systemlösung ist Jungheinrich weniger abhängig von externen Anbietern und kann einen besseren und schnelleren Service bieten.

IFOY Testfazit:
Das Jungheinrich STC setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Leistung, Lagerdichte und Energieeffizienz. Nach Angaben des Herstellers ist es das leistungsstärkste Miniload-Regalbediengerät seiner Klasse. Mit einer maximalen Beschleunigung von 5,3 m/s² und einer Fahrgeschwindigkeit von 6 m/s wird die Leistung im Lager deutlich gesteigert. Die SuperCaps als Teil des gesamten Antriebssystems ermöglichen ein besonders intelligentes und wirtschaftliches Energiemanagement.

Bild: Jungheinrich

 

Innovation Check: Automatisierter Routenzug mit LTX 50, Still


Still
MARKTRELEVANZ
Routenzugsysteme setzen sich seit einigen Jahren, ausgehend aus der Automobilindustrie, in immer mehr Branchen durch. Studien zeigen, dass ein höherer Automatisierungsgrad gewünscht ist, aber derzeit eine überwiegende Mehrheit der Systeme weitgehend manuell betrieben wird. Eine Automatisierung ergibt erst dann Sinn, wenn diese durchgehend ist. Das vorgestellte System realisiert dies und öffnet damit den Weg zur nächsten Generation vollständig automatisierter Routenzugsysteme

KUNDENUTZEN
Automatisierte Systeme mit manuellem Lastwechsel eröffnen nicht das ganze Kosteneinsparungspotenzial von Routenzugsystemen. Die durchgängige Automatisierung erlaubt hier zumindest für Paletten und Großladungsträger einen kompletten Verzicht auf menschliche Eingriffe während der Materialversorgung. Die Einfachheit der dezentralen Lastübergaben erlaubt diese flexibel einzusetzen und auch zu verändern.

NEUHEITSGRAD
Automatisch verfahrende Schlepper sind als Technologiezwilling von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) bekannt, wenn auch noch nicht sehr weit verbreitet. Bisher lohnt sich der Einsatz nur bei großen Entfernungen vom Materiallager zur Produktion. Der Systemgedanke von automatisierter Lastübergabe und automatisiertem Fahren ist in dieser Kombination eine Innovation, die auf evolutionäre Weise einen zusätzlichen Nutzen in der Produktionsversorgung stiftet und dennoch den verkehrsreduzierenden Gedanken von Sammeltransporten weiterhin erlaubt..

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Das System ist intelligent aufgebaut, vor allem durch die vergleichsweise komplexen, aber betriebssicheren Anhänger und die sehr einfach aufgebauten und komplett auf eigene Versorgung verzichtenden dezentralen Lastübergabestellen.

IFOY Testbericht:
Intralogistische Prozesse werden zunehmend vollständig oder teilweise automatisiert. Mit der Kombination aus LiftRunner und LTX 50 Traktor präsentiert Still eine Lösung, die erstmals sowohl den Transport als auch das Lasthandling vollautomatisch übernimmt.

Der serienmäßige Elektroschlepper LTX 50 mit einer maximalen Zugkraft von 5.000 kg ist mit Automatisierungskomponenten der KION-Schwester Dematic ausgestattet. Auffälligstes Merkmal ist der an der Vorderseite des Staplers angebrachte Automatisierungsbogen, der alle notwendigen Komponenten wie Lasernavigation, WLAN, speicherprogrammierbare Steuerungen und zwei Sick-Scanner integriert. Die KION Option Box, kurz KOB genannt, ist unter der Haube montiert. Die KOB ermöglicht eine einfache Kommunikation mit der Steuerungseinheit des Fahrzeugs.

Ein großer Vorteil dieser Kombination ist, dass die Prozesse - wenn gewünscht - auch manuell durchgeführt werden können. Neben der für den IFOY AWARD nominierten vollautomatischen Lösung ist eine Variante erhältlich, bei der nur der Transport automatisiert wird und das Handling manuell erfolgt. Bei einer weiteren Variante wird das Lasthandling automatisch übernommen und der Transport erfolgt manuell.

Die automatisierten Ablade- und Abholplätze benötigen keine eigenen Stromversorgungen. Die Rollenbahn an diesen Haltestellen wird von den Anhängern des Zuges angetrieben, die dazu mit 24 Volt-Kontakten ausgestattet sind. Sobald sich der Anhänger an der richtigen Position befindet und absenkt, wird der Kontakt hergestellt und die Rollenbahn beginnt sich zu drehen. Datenfotozellen ermöglichen die Kommunikation zwischen den Anhängern und den stationären Rollenbahnen. Dadurch wird die Flexibilität der Lösung deutlich erhöht. Das System zeichnet sich auch durch seine Einfachheit und die relativ geringe Investition aus.

Da das Lasthandling jetzt auch automatisiert ist, können schwerere Lasten als bisher bewegt werden. War das Gewicht der Ladung bisher auf ca. 500 kg begrenzt, können nun Lasten mit einem Gewicht von 1.200 kg pro Anhänger problemlos transportiert werden.

Die Sicherheit wird durch die SPS-Steuerung und die Sick-Sensoren im Automatisierungsbogen gewährleistet. Darüber zeigen LED-Leuchten im Lichtbogen an, wenn Aktivitäten durch die Kombination ausgeführt werden. Zudem ist der Truck mit einem BlueSpot ausgestattet, der nur funktioniert, wenn tatsächlich gefahren wird. Die Bündelung der Transporte reduziert die Intensität des internen Transports, was eindeutig der Sicherheit zugute kommt.

Während der IFOY Testwoche zeigte der Still LTX mit LiftRunner einen reibungslosen Transport im rekonstruierten praktischen Aufbau. Es gibt zwei Aufnahme-/Ablieferpositionen ohne externen Stromanschluss und der Traktor ist mit zwei Anhängern ausgestattet. In der Praxis hat sich gezeigt, dass der theoretische Betrieb reibungslos verläuft. Das Heben und Fördern von Lasten durch unbemannten Transport ist reibungslos und kontrolliert. 

IFOY Testfazit:
Still LiftRunner mit LTX ermöglicht es, sowohl den Transport als auch das Lasthandling vollautomatisch durchzuführen. Das System ist skalierbar, leicht anpassbar und kann teilweise manuell betrieben werden. Die Lösung ist ideal für z.B. die Ver- und Entsorgung von Produktionslinien oder andere sich wiederholende Tätigkeiten. Durch die vollständige Automatisierung dieser Prozesse erhöhen sich Zuverlässigkeit und Sicherheit, während Transport und Handling wirtschaftlicher erfolgen.

Bild: Still

 

Innovation Check: MANIPULA-TORsten (TORsten meets Friends), Torwegge


Torwegge
MARKTRELEVANZ
Fahrerlose Transportsysteme haben sich in den vergangenen 40 Jahren als flexible Transportmittel zur Produktionsversorgung etabliert. Gerade in den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl der Applikationen vervielfacht. Die Systeme erlauben gerade mit Hilfe moderner Navigations- und Kommunikationsverfahren die Verbindung eines hohen Automatisierungsgrades und hoher Flexibilität des Systems. Die Verbindung mit einem Roboterarm erlaubt zusätzlich eine flexible Lastaufnahme und -abgabe oder sogar Prozessschritte während der Transportzeit (Sortieren oder Montieren). Der ohnehin wachsende Hype könnte dadurch noch verstärkt werden.

KUNDENUTZEN
Automatisierung und Flexibilität des Transports werden noch durch eine sinnvolle Nutzung der Transportzeit erhöht oder es können vollautomatisierte Lastaufnahmen und -abgaben realisiert werden. Erst dann ist der automatisierte Materialfluss komplett.

NEUHEITSGRAD
Perzeptionsbasierte Navigation und Steuerung mit weitreichender Nutzung des ROS (Robot Operating System) in allen Steuerungskomponenten können klar als innovativ eingestuft werden. Die Verbindung von Transport und Handling ist aus Einzelanwendungen speziell aus USA bekannt, kann aber ebenfalls als durchaus innovativ eingestuft werden.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Der Umfang wurde auf dem bereits vor zwei Jahren als Unterfahrschlepper vorgestellten Basisfahrzeug realisiert und anhand einer Beispielanwendung realisiert – zusätzliche Funktionen neben Lastübergabe und Transport sind noch nicht umgesetzt.

IFOY Testbericht:
Torwegge gewann 2017 einen IFOY AWARD mit dem TORsten AGV. In diesem Jahr wurde das Unternehmen für die begehrte Auszeichnung nominiert und hat eine Weiterentwicklung dieses Preisträgers ins Rennen geschickt: den MANIPULA-TORsten, einen mobilen Manipulator.

Der MANIPULA-TORsten besteht aus einem kompakten TORsten AGV. Das System ist etwa so groß wie eine Europalette und nur 230 Millimeter hoch. Darauf ist der Manipulator montiert ist: bei der IFOY-Nominierung ein Roboterarm von PILZ. Auch andere Konfigurationen sind denkbar.

Das während der IFOY-Test Days gezeigte System kann für Kommissionierung, E-Commerce-Aktivitäten oder andere Aufgaben genutzt werden, bei denen die Kombination aus einem präzise navigierenden Fahrerlosen Transportsystem (FTS) und einem Manipulator Vorteile bietet, um Aufgaben noch effizienter und kostengünstiger durchzuführen. Die Kombination beider Techniken verhindert Leerfahrten. Das System kann sowohl für Waren-zu-Roboter- als auch für Roboter-zu-Ware-Konzepte eingesetzt werden.

Mit der Laserkonturnavigation navigiert das TORsten AGV mit einer maximalen Abweichung von fünf Millimetern. Sobald sich das Fahrzeug an einem Standort befindet, positioniert sich der Manipulator am Standort und der Kommissioniervorgang kann beginnen. Mit einer Spezialkamera wird der Manipulator jedes Mal neu positioniert. Diese Kamera erkennt das zu betreffende Fach oder den zu entnehmenden Behälter. Das System erkennt automatisch, wo Entnahmen stattfinden sollen.

Die nominierte Lösung bietet eine Tragfähigkeit von sechs Kilogramm. Je nach Konfiguration des Manipulators, der auf dem FTS platziert ist, sind aber auch schwerere Anwendungen möglich. Einer der Faktoren, die das beeinflussen, ist die Tragfähigkeit des FTS (1,2 Tonnen).

Das gesamte System wird durch das Robot Operating System, ROS, gesteuert, das in Zusammenarbeit mit der IfU IMA an der RWTH Aachen entwickelt wurde. In dieser Middleware lassen sich alle Systemkomponenten einfach integrieren und nach dem Plug & Play-Prinzip konfigurieren. ROS kann auch mit anderen Systemkomponenten im Lager kommunizieren.

Da der Energieverbrauch des FTS mit dieser neuen Nominierung deutlich höher ist, wurde das System mit einem induktiven Ladesystem ausgestattet. Bodenkontakte, beispielsweise an festen FTS-Haltestellen, ermöglichen ein schnelles und berührungsloses Laden der Batterie und gewährleisten so eine hohe Systemverfügbarkeit.

Das Ladeverfahren konnte jedoch während der IFOY-Testtage nicht gezeigt werden, da es eine Veränderung des Hallenbodens erfordert. Dies war in der Testhalle natürlich nicht möglich.

Beim IFOY-Setup führt MANIPULA-TORsten die vordefinierten Aufgaben ruhig und kontrolliert aus. Das FTS stellt einmal mehr seine praktische Navigations- und Transportfähigkeit unter Beweis. Der Roboterarm geht eine Dimension weiter.

IFOY Testfazit:
Die verwendeten Technologien machen das System sehr genau und ermöglichen eine effiziente, flexible und maßgeschneiderte Automatisierungslösung. Die Technologiekombination öffnet das Tor zu effizienteren vollautomatischen Transporten und Warenumschlägen.

Bild: Torwegge

Kategorie: Intralogistics Software

  • CARGOMETER – Frachtvermessung „on-the-fly“, Cargometer
  • zoneCONTROL, Jungheinrich
  • neXXT Fleet, Still

Innovation Check: CARGOMETER – Frachtvermessung „on-the-fly“, Cargometer


Cargometer
MARKTRELEVANZ
CARGOMETER ist eine Lösung zur 3D‑Objektvermessung, die das Ladegut auf dem Lastaufnahmemittel eines fahrenden Flurförderzeuges „im Vorbeifahren“ erfassen und diese Bilddaten in Messergebnisse umwandeln kann. Die Erfassung erfolgt mit zwei Kameras, die beispielsweise an einem Hallentor oder einem separaten Portal befestigt sein können. Eine Gewichtserfassung in den Gabelzinken ergänzt das Spektrum. Mit einer zusätzlichen Kamera kann die Erfassung der Paletten-ID erfolgen, so dass die Messdaten nahtlos digital weiterverarbeitet werden können. CARGOMETER bietet bereits gut organisierten Betrieben so die Möglichkeit zur Steigerung ihres Ertrages durch korrekte Tarifermittlung sowie die Verbesserung ihrer Prozesse. Entscheidend ist, dass Cargometer nicht den erzielbaren Durchsatz beim Be‑ und Entladen begrenzt. Der Lösung ist eine gute Marktrelevanz zuzuschreiben.

KUNDENUTZEN
Der Produktnutzen wird sofort offensichtlich, wenn man die durch falsche Tarifauswahl Verluste in Höhe von 5% der heute tarifierten Frachtraten zugrunde legt. Mit diesen zusätzlichen Einnahmen lassen sich die Kosten für CARGOMETER überkompensieren. Darüber hinaus schafft die Onlineerfassung der Ladungsdimensionen die Voraussetzung zur besseren Ausnutzung des Laderaumes, wenn durch geplante Kombination und Sequenzierung von messtechnisch erfassten Ladegütern eine höhere Ladungsdichte auf den LKW erreicht werden kann. Zusätzlich können diese Daten auch den Prozessoptimierungen bei Verladung und Umschlag zu Gute kommen, wenn es um die Stellplatzoptimierung in der Ladehalle geht.

NEUHEITSGRAD
Technologisch sind Time-of-Flight Kameras zur Bilderfassung und der nachfolgenden Messwertbestimmung aus anderen Branchen aber auch aus Anwendungen in der Logistik bekannt, z.B. die 3D‑Vermessung bewegter Objekte auf Stetigförderern aus Sortieranlagen. Konkret im Markt für Flurförderzeuge ist jedoch eine Lösung für das Messen von Ladungen auf einem fahrenden Flurförderzeug neu und innovativ, wenn man insbesondere den großflächigen Erfassungsbereich im Format eines Ladetores oder vergleichbarer Portale sowie die zulässige Durchfahrtgeschwindigkeit von bis zu 10 km/h in die Betrachtung aufnimmt.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Im Test hat Lösung eine gute Funktion unter Beweis gestellt. Auch die Durchfahrt mit höheren Geschwindigkeiten als die garantierten 10 km/h, die bei der Ergebnisspeicherung genauso wie Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien gespeichert werden, sind mit der Erfassungs- und Auswertesoftware möglich. Die Kameragehäuse hinterlassen einen stabilen und industrietauglichen Eindruck. Die Darstellung der Ergebnisse und die Bedienbarkeit der Software konnten im Test überzeugen.

IFOY Testbericht:
Cargometer ist das weltweit erste Messsystem, das die Ladung direkt auf dem Gabelstapler während der Fahrt misst und wiegt. Abmessungen, Gewicht und 2D-Codes werden unmittelbar nach dem Passieren des Ladetors registriert und in digitaler Form erfasst. Im Vergleich zu einer stationären oder manuellen Messung bedeutet dies eine enorme Zeitersparnis.

Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 10 km/h werden die zu be- und entladenden Lasten identifiziert und gewogen. Technisch kann das System auch Lasten verarbeiten, die mit einer höheren Fahrgeschwindigkeit passieren. Es bleibt abzuwarten, ob dies in der Praxis wünschenswert bzw. notwendig ist.

Für die Messung werden zwei Time-of-Flight IR-Kameras eingesetzt. Dies ist ausreichend, da die Last on-the-fly gemessen wird. Wäre dies nicht der Fall, müssten 3 Kameras verwendet werden. Die Kameras nehmen 30 niedrig aufgelöste Bilder pro Sekunde auf. Diese werden dann kombiniert und mit der leistungsstarken Software in ein hochauflösendes 3D-Modell der Last umgewandelt. Das System ist sehr genau; die Abweichung bei der Volumenbestimmung beträgt +/- 3 cm.

Da die Time-of-Flight-Kameras hoch montiert sind, ist das System unempfindlich gegen Staub und Beschädigungen. Um eine genaue Messung zu erreichen, ist ein etwas größerer Abstand zwischen der Last und dem Boden erforderlich. Im Falle des IFOY Setups beträgt dieser Abstand ca. 20 cm.

Die Wiegeeinheit auf dem Stapler -  beim IFOY Prüfstand  einem RAVAS-System - ist so optimiert, dass die Last nicht stillstehen muss, um eine genaue Verwiegung zu erreichen. Die Abweichung des Gewichts beträgt +/- 5 kg.

Während der IFOY Test Days wurde das System erstmals in Kombination mit 2D-Codes gezeigt. Barcodes können nicht gescannt werden. Das System benötigt pro Messung ca. eine Minute Verarbeitungszeit. Die verschiedenen Messungen werden durch das Cargometer-System über die Leerfahrten in und aus dem imaginären Truck/Container getrennt.

Alle gemessenen und gewogenen Werte können im Cargometer-Cockpit eingesehen werden. Pro Sitzung ist ersichtlich, ob die Paletten gemischt oder einheitlich sind. Von jeder Last, die das Messtor passiert hat, sind auch Fotos und Videos verfügbar. Die gesammelten Informationen können für zahlreiche Zwecke verwendet werden, wie z.B. für Schulungen und Kundeninformationen. Es kann auch ein PDF mit allen gewünschten Informationen erzeugt werden.

Das System ist für Lasten mit einer Größe von 1,50 x 1,50 x 2,00 Metern geeignet. Eine spezielle XL-Variante misst Lasten bis zu 1,80 x 2,00 x 2,40 Metern. In diesem Fall ist die Abweichung etwas größer.

Ein leistungsfähiger Server reicht aus, um Daten von bis zu fünf Docktüren zu verarbeiten.

IFOY Testfazit:
Der Cargometer misst und wiegt die Ware "on-the-fly", an einem Ort, durch den jede Palette ohnehin durchlaufen muss: den Toren des Lagers oder des Distributionszentrums. Wertvolle Informationen sind schnell und einfach verfügbar, eine korrekte Rechnungsstellung und Garantie ist gewährleistet. Die Lösung bietet Vorteile für zahlreiche Anwendungen.

Bild: Cargometer

 

Innovation Check: zoneCONTROL, Jungheinrich


Jungheinrich
MARKTRELEVANZ
Die Software zoneCONTROL stellt ein funkbasiertes Assistenzsystem für die Fahrer von Flurförderzeugen dar, das sowohl mit stationären Funkankern lokale Hindernisse oder Gefahrenstellen kennzeichnet als auch mittels mobil von Personen mitgeführten Sendern ihre Anwesenheit in ihrem unmittelbaren Umfeld anzeigt. Auf dem Fahrzeug ist jeweils ein Assistenzdisplay montiert. Das System kann sowohl Aktionen an fest installierten Einrichtungen (Ampeln, Warnlampen oder automatischen Toren) als auch auf dem Fahrzeug auslösen (Anzeigen, Warnungen oder Eingriff in die Fahrzeugsteuerung, wie etwa Geschwindigkeitsbeschränkung). Die Funkortung und Datenübertragung nutzt ultra wide band (UWB). Das System ist modular aufgebaut und kann eine Vielzahl an stationären Ankern, mobilen Sendern und Assistenzdisplays auf den Fahrzeugen verwalten. zoneCONTROL kann selbst in gut organisierten Betrieben mit seiner Assistenzfunktion unvermeidliche Gefahrenstellen entschärfen und eine Steigerung der Effizienz im Betrieb erreichen, wenn die Verständigung zwischen den Fahrern alleine nicht mehr ausreicht. Deshalb hat das System eine gute Marktrelevanz.

KUNDENUTZEN
Der Produktnutzen resultiert einerseits aus der Vermeidung von Unfällen und Beschädigungen. Andererseits kommt der Nutzen aus Prozessverbesserungen, wie zum Beispiel Vorfahrtsregeln zur Durchsatzerhöhung an Kreuzungen oder die Vermeidung von Blockierungen durch abgestellte Ladungsträger. Hintergrund: zoneCONTROL blockiert in konfigurierten Zonen das Absetzen vom Lastaufnahmemittel eines Fahrzeugs. Da das Assistenzdisplay sowohl als Erstausrüstung als auch als Nachrüstung verfügbar ist, kann das System auch mit vorhandenen Fahrzeugen in gemischten Flotten zum Einsatz kommen.

NEUHEITSGRAD
Technologisch vergleichbare Systeme sind bereits in der Flurförderzeuge-Branche aber auch in anderen Branchen mit UWB umgesetzt. Der Funktionsumfang und die nutzerfreundliche Umsetzung sind für den Markt der Flurförderzeuge jedoch neu. Der Anwender kann sich durch den Servicetechniker von Jungheinrich eine Vielzahl von Aktionen konfigurieren lassen. Die Einstellungen erfolgen direkt vor Ort und lassen sich über die lokale Funkverbindung jeweils auf weitere Geräte übertragen. Wenngleich funkbasierte Assistenzsysteme auf dem Markt der Flurförderzeuge bereits eingeführt sind und deshalb keine Innovation für sich alleine darstellen, stellen Umfang der Funktionen und ihre Umsetzung eine Neuheit dar.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
In der Demonstration zeigte sich die Technologie als gut wirksam. Auch für die bekannten Einschränkungen des Wirkprinzips von UWB (Abschattung, Dämpfung) konnte der Anbieter stichhaltige Argumente liefern, wie die Jungheinrich-Monteure derartige Limitierungen durch fachkundige Montage der stationären Anker abmildern oder umgehen können. Aufbau und Ausführung der Komponenten zeigen einen hohen Level an Professionalität und versprechen Haltbarkeit. Die große Vielzahl an konfigurierbaren Überwachungsfällen und möglichen Aktionen demonstrieren die flexible Nutzbarkeit des Systems.

IFOY Testbericht:
Lagerprozesse werden immer komplexer und erhöhen das Unfallrisiko. Technische Hilfsmittel können helfen. Sie identifizieren kritische Situationen im Vorfeld und minimieren Risiken. Mit zoneCONTROL stellt Jungheinrich eine universelle Lösung mit zahlreichen Möglichkeiten vor, um jede Lagersituation situationsspezifisch sicherer zu machen und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.

Das System besteht aus einem oder mehreren stationären Funk-Beacons, einer oder mehreren mobilen Komponenten auf dem Stapler und an den Fußgängern sowie einer Assistentenanzeige. Eine umfassende IT-Infrastruktur ist nicht erforderlich. Die Beacons können einfach an die vorhandene Stromversorgung angeschlossen werden. Es sind keine besonderen Kenntnisse oder Expertenhilfe erforderlich. Ein Funk-Beacon pro Situation ist ausreichend.

Die Beacons und Komponenten kommunizieren kontinuierlich miteinander und geben ein Warnsignal, sobald eine Gefahrensituation droht. Diese Warnungen erscheinen als Piktogramme auf der Stapler-Anzeige. Bei Bedarf erscheinen mehrere Signale, bis zu acht, gleichzeitig. Die Warnungen können auch auf andere Weise verbreitet werden, beispielsweise mithilfe eines Blinklichts oder akustisch. Neben der Verbreitung von Warnungen ist es auch möglich, Verkehrsknotenpunkte zu verwalten. So kann beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit bei starkem Staplerverkehr automatisch reduziert werden.

Dieselben Beacons können auch an das Steuermodul eines Hallentors angeschlossen werden, so dass es sich nur öffnet, wenn sich ein autorisierter Stapler nähert. Für nicht autorisierte Geräte bleibt es geschlossen. Der Fahrer eines nicht autorisierten Staplers wird auf seinem Display darüber informiert. Bei Bedarf kann die Geschwindigkeit automatisch reduziert werden. An die Funk-Beacon können auch Ampeln oder Warnleuchten angeschlossen werden. Alle Einzelteile lassen sich geschickt kombinieren und beispielsweise an die Verkehrsdichte an einem Ort anpassen. Außerdem ist es nicht notwendig, alle Fahrzeuge einzeln zu konfigurieren. Die Einstellungen werden über die Beacons automatisch an alle Flurförderzeuge übermittelt. Wenn für einen Stapler eine Ausnahme gewünscht ist, kann diese am Stapler eingestellt werden. Das System kann für alle Flurförderzeuge verwendet werden, egal ob neu oder bereits vorhanden. Auch von Marken und Typen ist es unabhängig. Alle Funktionen von zoneCONTROL können mit den gleichen Komponenten abgedeckt werden. Damit ist es erstmals möglich, ein System einfach an Veränderungen im Lager oder an die Fuhrparkerweiterung anzupassen.

Das Assistenzsystem benötigt keine zentrale Steuereinheit. Es ist auch nicht notwendig, ein separates Server-Netzwerk zu installieren. Jeder Beacon kann individuell konfiguriert werden. Dadurch wird eine situationsspezifische Sicherheitsverbesserung an kritischen Stellen im Gebäude erreicht. Ein weiterer Vorteil: Das Display kann auch für andere Assistenzsysteme genutzt werden kann. Während der IFOY-Test Days überzeugten sich die Tester, wie einfach die Einrichtung und Anpassung des Systems ist. Die Tester waren auch von der versprochenen Genauigkeit und Zuverlässigkeit überzeugt.

IFOY Testfazit:
zoneCONTROL ist skalierbar und kann flexibel an spezifische Situationen im Lager angepasst werden. In gewisser Weise ist die Lösung ein großer Werkzeugkasten, der alle notwendigen Werkzeuge enthält, um jede denkbare Risikosituation sicherer und effizienter zu machen. Da alle Funktionen in einem System zusammengefasst sind, ist es nicht mehr notwendig, die Flurförderzeuge mit unnötigen Anzeigen und Systemen „vollzubauen“, welche die Sicht des Fahrers einschränken und letztendlich die Sicherheit im Lager beeinträchtigen.

Bild: Jungheinrich

 

Innovation Check: neXXT Fleet, Still


Still
MARKTRELEVANZ
Bei STILL neXXt fleet handelt es sich eine Software für das Flottenmanagement in einem Webportal. Nutzer können Daten für die Flurförderzeuge einer bestimmten Flotte sowohl in das Webportal senden oder dort manuell eintragen, als auch Daten zu Prozessen und Ereignissen automatisch mit Hilfe eines GSM-Moduls von den Fahrzeugen in das Webportal senden lassen. Die Software des Webportals integriert die Daten, stellt im Webbrowser vordefinierte Ansichten auf die Daten zur Verfügung und bietet die Anpassbarkeit von Reports und Dashboards.

KUNDENUTZEN
Der Produktnutzen für den Kunden ist offensichtlich, wenn dieser die Kostenverursachung unmittelbar in das Verhältnis zur Nutzung der jeweiligen Fahrzeuge setzen kann. Die Folgen hoher Auslastung oder unsachgemäßen Gebrauchs zeigen sich beispielsweise durch Reparaturaufwand oder Ausfallzeiten in den Statistiken. Beschädigungen lassen sich unmittelbar der Ursache oder dem Verursacher zuordnen. Die Transparenz der Daten zur Auslastung in Verbindung mit dem Management der Instandhaltung ermöglicht die aktive Steuerung der Maßnahmen zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft einer Flotte. Im Dialog zwischen Kunde und Anbieter bieten die Daten des Flottenmanagements das Potenzial zur Beratung und Entscheidungsfindung auf Grundlage von Fakten.

NEUHEITSGRAD
Technologisch sind vergleichbare Webportale bereits umgesetzt, wenngleich die Nutzung von SAP HANA-Technologie für die schnelle Abfrage von Daten aus einem großen Datenpool eine hohe Leistungsfähigkeit gewährleistet, die noch längst nicht überall Standard ist. Das Flottenmanagement in einem Webportal ist jedoch auf dem Markt der Flurförderzeuge bereits eingeführt und stellt für sich alleine keine Innovation dar

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Technologisch hat die Software des Webportals im Test ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Auch die Übersichtlichkeit der Darstellung und die Bedienbarkeit des Webportals konnten überzeugen. Für den Anwender stellt das Webportal STILL neXXt fleet einfach zu bedienende Abfragen mit übersichtlich aufbereiteten Reports und gut anpassbaren eigenen Berichten zur Verfügung. Bei der Bedienbarkeit ist die gelungene Anpassung des Webportals auf verschiedene Endgeräte hervorzuheben. Die Darstellung im Webbrowser ist responsive und passt sich automatisch an die Auflösung und die Formate der Bildschirme von Notebooks, Tablets oder Smartphones an.

IFOY Testbericht:
Mit Still neXXt fleet beansprucht Still, den neuen Standard für das Flottenmanagement entwickelt zu haben. Arbeitsintensive Analysen und unterschiedliche Datensätze werden nicht mehr notwendig sein, um die innerbetriebliche Transportflotte optimal zu nutzen und zu steuern.

Still neXXt fleet basiert weiterhin auf dem Webportal neXXt, das der Anbieter bereits im Jahr 2015 vorgestellt hat. Es bietet eine leistungsstarke Plattform für zahlreiche Anwendungen, vom Service- und Ersatzteilverkauf bis zum Flottenmanagement. Still neXXt fleet ist das erste Produkt auf dieser neuen Plattform und besteht derzeit aus neun verschiedenen Webanwendungen (Apps). Drei Basis-Apps sind für Still-Kunden frei zugänglich. Aus den anderen Apps kann jeder Kunde sein Flottenmanagementsystem im Abonnement nach Belieben und Bedarf zusammenstellen und erweitern oder reduzieren.

Wirtschaftliche und technische Daten werden mit Daten kombiniert, die direkt aus den Fahrzeugen kommen und für den Benutzer in einem einzigen Tool zusammengeführt werden. Dies ermöglicht eine genaue und vollständige Analyse der Flottenleistung - an einem Standort oder über mehrere Länder hinweg - sowie für jedes einzelne Fahrzeug.

Das Portal setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Offenheit, Verfügbarkeit, Transparenz, Bedienkomfort und Visualisierung. Um Still neXXt fleet nutzen zu können, sind nur eine Internetverbindung und ein Webbrowser erforderlich. Der Zugriff auf das System ist dann über verschiedene Geräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones möglich. Eine Besonderheit ist das responsive Design, bei dem sich der angezeigte Inhalt automatisch an das Ausgabeformat anpasst.

Der moderne und intuitive Monitor lässt sich einfach und schnell von einer globalen Übersicht bis ins kleinste Detail umschalten. Außerdem kann sich der Benutzer sein eigenes Dashboard zusammenstellen, so dass alle wichtigen Informationen auf einen Blick ersichtlich sind.

Darüber hinaus warnt Still neXXt fleet den Nutzer automatisch, wenn die Gefahr besteht, dass bestimmte Kostenwerte oder Fristen - zum Beispiel für Inspektionen oder Serviceeinsätze - überschritten werden. Die Warnung kann entweder per Systemmeldung oder per E-Mail gesendet werden.

Das System überwacht alle Informationen unabhängig voneinander und informiert den Kunden nur bei Bedarf. So können sie sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und verpassen keine wichtigen Informationen oder Termine.

Selbstverständlich können die Daten, z.B. über Excel oder als PDF heruntergeladen und Analysen und Auswertungen für Reporting-Tools genutzt werden.

Still neXXt fleet ist interessant für Unternehmen mit einem Fuhrpark von zehn oder mehr Fahrzeugen. Seit dem Go-Live Anfang 2018 sind rund 1.000 Kunden an die Plattform angeschlossen. Etwa ein Fünftel davon ist tatsächlich aktiv. Mitte 2020 rechnet Still damit, die Plattform um 7 neue Apps zu erweitern, darunter Zugangskontrolle, Schockkontrolle, Batterieüberwachung und Pre-Shift-Check.

IFOY Testfazit:
Still neXXt fleet ist einfach und benutzerfreundlich. Die Apps sind modern und von jedem Ort aus leicht zugänglich. Sie ermöglichen die Erfassung und Verarbeitung von Daten, so dass Logistikprozesse einfacher, schneller und kostengünstiger optimiert werden können.

Bild: Still

Kategorie: Special of the Year

  • Virtual Reality Simulator, Raymond
  • 3D VR Configure Price Quote, SAE

Innovation Check: Virtual Reality Simulator, Raymond


Raymond
MARKTRELEVANZ
Zu den Kunden von Simulatoren für die Ausbildung und das Training von Flurförderzeugfahrern zählen sowohl die Unternehmen, die Flurförderzeuge betreiben, als auch Dienstleistungsunternehmen, die Fahrer ausbilden. Insofern ist der Markt für die Ausbildungs- und Trainingssimulatoren für Flurförderzeugfahrer sehr groß. Raymonds Simulator ist jedoch nur für die Betreiber von Raymond-Flurförderzeugen sinnvoll. Daher wird mit dem vorgestellten Produkt nur ein recht kleiner Teilmarkt erreicht werden können, so dass die Marktrelevanz als gering eingeschätzt wird.

KUNDENNUTZEN
Der Raymond-Simulator bietet für die Betreiber von Raymond-Flurförderzeugen zwei wichtige Nutzen: Erstens benötigen diese keine spezielle Plattform mit den Bedienelementen zur Nachbildung der Fahrerumgebung. Denn hierfür wird beim Raymond-Simulator das ohnehin vorhandene Flurförderzeug genutzt. Das reduziert die Kosten und den Aufwand für die Beschaffung und die Inbetriebnahme des Simulators. Zweitens erlernt die auszubildende Person die Bedienung des Flurförderzeugs, das sie später auch im betrieblichen Alltag benutzen wird. Für die zweite potenzielle Kundengruppe, den Ausbildungsdienstleistern, ergibt sich der Vorteil einer mobilen Fahrerplattform. Dem gegenüber steht jedoch der Nachteil, dass die auszubildende Person speziell auf die Bedienung von Raymond-Flurförderzeugen geschult wird. Als grundsätzlicher Nachteil des Raymonds-Simulators ist das fehlende Bewegungssystem anzusehen. Ausbildungs- und Trainingssimulatoren von Wettbewerbern bieten zu mindestens in einem geringen Maße eine Nachbildung der Fahrzeugbewegung durch das Neigen der Fahrerplattform um zwei orthogonale Drehachsen. Fahrsimulatoren ohne Bewegungssystem führen bei den Nutzern häufig zu einer Kinetose (Seekrankheit), weil die Bewegungs- und die Sichtinformationen nicht miteinander übereinstimmen.

NEUHEITSGRAD
Die Neuheit des vorgestellten Simulators besteht darin, dass als Bedienumgebung des Fahrers ein gewöhnliches Flurförderzeug genutzt wird. Dieses Gerät muss allerdings aus dem Hause Raymonds stammen und über eine spezielle Datenschnittstelle, den sogenannten sPort, verfügen. Alle übrigen Elemente und Features des Systems sind auch bei Wettbewerbsprodukten zu finden. Außerdem eröffnet der Raymond-Simulator die Möglichkeit bei der Durchführung von Trainingsaufgaben Daten zu gewinnen, die sowohl zur individuellen Optimierung des weiteren Trainings als auch zum Personaleinsatz genutzt werden können.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Die technische Umsetzung des Simulators ist, soweit erkennbar, professionell. Es werden hochwertige Komponenten (VR Brille, Trackingsensoren) nach neuestem Stand verwendet. Dennoch war bei der Demonstration vor Ort festzustellen, dass die Genauigkeit des Tracking der Hände noch unzureichend ist. Wie detailliert und realitätsnah die in der Simulator-Software hinterlegten Fahrzeugbewegungsmodelle sind, kann leider nicht beurteilt werden.

IFOY Testbericht:
Arbeiten und Fahren mit einem Gabelstapler oder Lagertechnikgerät erfordert handwerkliches Geschick. Das wurde bisher in speziellen Ausbildungszentren oder in der Praxis gelehrt. Es besteht jedoch immer die Gefahr von Verletzungen am Menschen oder Schäden an Stapler, Gebäude oder Waren. Darüber hinaus sind die Fahrzeuge natürlich wartungspflichtig.

Mit dem Raymond Virtual Reality Simulator bietet das Unternehmen eine Lösung, um das Geschick in einer sicheren, aber sehr realistischen Umgebung zu erlernen oder die Fähigkeiten der Fahrer zu verbessern. Ohne die Risiken und Kosten, die früher bestanden. Der VR-Simulator ist mit einem echten Gerät verbunden, das genauso wie in der Praxis funktioniert. Das Training oder die Tests des Fahrers findet jedoch in einer virtuell simulierten Umgebung statt. Natürlich unter der Aufsicht eines zertifizierten Anleiters. Der Simulator ist mit dem sPort (Simulation Port) des Unternehmens verbunden, für den ein Patent angemeldet wurde. Der Vorteil der Verwendung eines vorhandenen Serienstaplers besteht darin, dass keine Investitionen in zusätzliche Ausrüstung oder Platz erforderlich sind.

Das Simulationskit ist zunächst für sechs Staplermodelle erhältlich, die alle aus dem Hause Raymond stammen. Während der IFOY TEST DAYS wird die Lösung für die Hochhubkommissionierer und Schubmaststapler von Raymond vorgestellt. Für den Kommissionierer stehen neun standardisierte Schulungsmodule zur Verfügung. Der Schubmaststaplerfahrer kann mit 23 verschiedenen Aufgaben geschult und getestet werden.

Der Raymond VR-Simulator gibt ein detailliertes Bild der Nutzerleistung ab. Er zeigt nicht nur, ob das Fahrzeug ordnungsgemäß bedient wird, sondern auch, ob sich der Nutzer innerhalb der Abmessungen des Fahrzeugs bewegt. Die Performance kann direkt vor Ort analysiert werden. Nach Ansicht der IFOY-Tester trägt dieses Feedback sicher dazu bei, die Leistung des Fahrers zu verbessern. Durch die Aufzeichnung der Leistung ist es möglich, später genau die Details zu trainieren, die sorgfältiger erledigt werden müssen. Mithilfe der gesammelten Daten wird auch ein standardisierter Bericht erstellt. Er hilft bei der Beurteilung der Fähigkeiten des Bedieners und bei der Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten. In Leistungsberichten kann der Fortschritt jedes einzelnen Fahrers dokumentiert werden.

Zudem erweist sich die Anwendung des Systems in der Praxis als sehr einfach. Nach dem Aufsetzen eines Headsets mit VR-Brille (auch für Brillenträger geeignet) können man gleich loslegen. Das IFOY-Testteam hat verschiedene Übungen absolviert und kommt zu dem Schluss, dass der Raymond Virtual Reality Simulator eine sehr realistische und angenehme Möglichkeit ist, das Handwerk in einer virtuellen Umgebung zu erlernen oder zu testen. Die Tatsache, dass das Ganze im eigenen Unternehmen stattfindet, ist ein weiterer Pluspunkt.

IFOY Testfazit:
Mit dem Raymond Virtual Reality Simulator bietet die amerikanische Marke Raymond ( eine Tochter von Toyota ) eine sehr praktische und realistische Möglichkeit, Fahr- und Bedienkenntnisse auf sichere Weise zu trainieren. Durch den Einsatz von Standard-Flurförderzeugen wirkt und fühlt sich die Bedienung realistisch an. Diejenigen, die später in der Praxis arbeiten, wissen genau, wie man den Stapler bedient. Es ist zu hoffen, dass diese Technologie nicht nur für Flurförderzeuge auf dem amerikanischen Kontinent zur Verfügung steht.

Bild: Raymond

 

Innovation Check: 3D VR Configure Price Quote, SAE


SAE
MARKTRELEVANZ
Die Komplexität des Produktportfolios moderner Intralogistiklieferanten und die hohen Individualisierungsmöglichkeiten der einzelnen Produkte erschweren den Beschaffungsprozess sowohl für den Kunden, als auch für den Vertrieb. Produktkonfiguratoren, die das Produkt einfach und übersichtlich auf den Kunden zugeschnitten zusammenstellen lassen, sind heute vielfach im Einsatz. Das System von SAE erweitert diese Funktionalität sowohl hin zu mehreren Systemkomponenten von Intralogistiksystemen sowie einer direkten Anbindung und Referenzierung der im ERP-System abgelegten Produktbaugruppen. Es konfiguriert und visualisiert, zeigt auf, wenn nicht mögliche Kombinationen angewählt werden.

KUNDENNUTZEN
Ja nachdem, wen man als Kunden definiert, generiert das Produkt sowohl für den Interessenten eines Logistiksystems eine gute Unterstützung bei der Auswahl und Zusammenstellung von Systemkomponenten. Es unterstützt aber auch den teilweise komplexen technischen Vertrieb der Intralogistikhersteller, der nicht immer auf allen Systemkomponenten gleiche Erfahrungswerte aufweisen kann.

NEUHEITSGRAD
Die einzelnen Fähigkeiten des Produkts wie Konfigurator, Visualisierung (auch in 3D VR), direkter Anbindung an das ERP, automatisierte Erzeugung von Vertriebsunterlagen (Angebot, Vertriebsstückliste, etc.) in direkter Verbindung mit dem ERP werden sicherlich auch von anderen Herstellern angeboten – die Kombination des kompletten Umfangs allerdings kann durchaus als Innovation und Neuigkeit angesehen werden.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Am Beispiel eines an ein SAP-System direkt angedockten Konfigurators mit Visualisierung sowohl am Bildschirm/Touchscreen, als auch mithilfe einer VR-Brille, zeigt den kompletten Funktionsumfang gut auf und ist auf einfachste Bedienung hin optimiert.

IFOY Testbericht:
Mit 3D VR CPQ (Configure Pricing Quote) präsentiert SAE nach eigenen Angaben eine Weltneuheit. Die einzigartige, standardisierte Anwendung kombiniert die 3D-Konfiguration aller denkbaren intralogistischen Systeme und Produkte, die Preisgestaltung sowie die Angebotserstellung.

Die Entwicklung und Erprobung realisierbarer Produkte und Systeme war bisher eine zeitaufwändige Sache. Die SAE 3D VR CPQ-Anwendung vereinfacht diesen Prozess erheblich und ermöglicht enorme Zeiteinsparungen. Ein Prozess, der bisher manchmal Wochen gedauert hat, dauert jetzt nur noch Tage – oder gar nur Stunden.

Die Anwendung ermöglicht es auch, alle intralogistischen Produkte und Systeme mit Hilfe der Virtual-Reality-Technologie in 3D darzustellen und individuell zu konfigurieren. Über Standardschnittstellen werden alle relevanten Daten (Konfiguration, Preise, Texte) mit nur einem Mausklick an die Auftragszentralen der Produktionsstandorte zurückgesendet, so dass die Produktion sofort beginnen kann.

Die visuellen Konfigurationen basieren auf Stammdaten (importierbar über Excel-Listen oder aus ERP-Systemen) und vertriebsrelevanten CAD-Daten der jeweiligen Hersteller und Lieferanten. Intelligente Algorithmen und Funktionalitäten wandeln die Daten in eine digitale, virtuelle Lösung um.

Die visuelle Echtzeit-Konfiguration ermöglicht eine einfache Identifikation mit dem einzelnen Produkt oder System bereits in der Angebotsphase. Darüber hinaus verkürzt die direkte Umsetzung der Konfiguration in ein hochwertiges, auf Machbarkeit geprüftes Angebot den endgültigen Entscheidungsprozess. Im interaktiven 3D-VR-Konfigurator können auf Wunsch oder bei Bedarf alle Features und Möglichkeiten - soweit technisch möglich - interaktiv neu definiert werden.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Anbieter von intralogistischen Systemen können schnell und einfach planen, visualisieren, simulieren und ein Logistikzentrum anbieten. Produktmanager können für ihre Produkte qualitativ hochwertige Verkaufsschulungen in 3D anbieten. Das Tool kann auch Endkunden zur Verfügung gestellt werden.

Ein künftiges Logistikzentrum kann mit allen intralogistischen Lösungen und Systemen frühzeitig virtuell "besucht" und "getestet" werden. Wie aufschlussreich das sein kann, erlebte das IFOY-Testteam während eines virtuellen Rundgangs. Es bekam auch mit, wie leicht sich Änderungen umsetzen lassen.

Eine künftige Intralogistiklösung als voll funktionsfähiges, visuelles Echtzeitmodell bietet nach Ansicht der Tester einen absoluten Mehrwert sowohl für die Lieferanten der Produkte und Systeme als auch für den Endkunden, der sich bereits in der Angebotsphase mit der Lösung befassen kann. Die Lösung ermöglicht zudem Kosteneinsparungen und eine höhere Effizienz im Beratungs- und Angebotsprozess. Die Anwendung ist online, offline und als Cloud-Lösung verfügbar.

IFOY Testfazit:
Mit dem 3D VR CPQ können sowohl einzelne intralogistische Produkte und Systeme als auch Gesamtlösungen entworfen, simuliert, bei Bedarf angepasst und in einer interaktiven 3D-Virtual-Reality angeboten werden. Die damit verbundene Zeitersparnis eröffnet neue Möglichkeiten und bietet den Anbietern von Intralogistiklösungen eine einzigartige Wettbewerbsposition.

Bild: SAE

Kategorie: Start-up of the Year

  • ProGlove, ProGlove
  • Electric Memory Seat, Trône Seating

Innovation Check : ProGlove, ProGlove


Proglove
MARKTRELEVANZ
Das Produkt ProGlove der gleichnamigen Firma ist eine Lösung, um den klassischen Barcodescanner als Wearable direkt an die Schutzkleidung der Werker zu applizieren. Um die Greif- und Bewegungseinschränkung der Nutzer zu minimieren, ist der Scanner auf die Größe einer Streichholzschachtel verkleinert. Bei der Anwendung projiziert er ein Laserkreuz auf das Zielobjekt und nutzt eine Kamera mit Bildverarbeitung zur Erkennung des ein- oder zweidimensionalen Codes. In der aktuellen Entwicklungsstufe reicht eine Akkuladung für rund 5.000 Scanvorgänge, die üblicherweise für zwei Schichtdauern in der Produktionslogistik ausreichen. Der Scanner wir in einer direkt auf den von ProGlove hergestellten Handschuh oder an die Handmanschette applizierte Halterung befestigt.

Nach wie vor steigt die Erwartung an die lückenlose Erfassung von Daten und Identifikation von Lastobjekten im Materialfluss. Auch wenn auf Brillen basierende Erfassungs- und Augmentierungslösungen weiterhin im Blick der Innovationsscouts sind, haben klassische optische Codelesegeräte weiter ihre Berechtigung für robuste und zuverlässige Lösungen. Die vorliegende Lösung ist konsequent auf eine geringe Behinderung des Kommissionierers bei der Arbeit ausgerichtet. Dieser Lösung eine gute Marktrelevanz zuzumessen.

KUNDENUTZEN
Der Produktnutzen resultiert aus der weniger eingeschränkten Arbeit der Nutzer und ihrer daraus resultierenden höheren Produktivität. Die Preise erscheinen nicht als Hinderungsgrund für den Einsatz des Systems und auch die angegebenen Leistungsdaten entsprechen den industriell üblichen Anforderungen. Heutzutage lässt sich ProGlove mit einfachen Schnittstellen an gängige Erfassungs- und Kommunikationssysteme anschließen. Mit den angekündigten Erweiterungen hat das System das Potenzial zu einem eigenständigen Erfassungssystem. 

NEUHEITSGRAD
Technologisch ist das Prinzip des Scanners mit Visierung und Kameraerfassung bekannt. Herausragend ist die miniaturisierte Umsetzung in einem sehr kleinen und robusten Gehäuse. Konkret für die Handhabung bei der Kommissionierung ist die ungehinderte Greiffähigkeit des Nutzers eine wichtige Voraussetzung für effiziente Arbeit. Diese wird mit den Handschuhen zur Applikation des Scanners in einer ergonomischen Weise erreicht. Die größte Innovation besteht damit für den Anwender, der leistungsfähiger werden kann.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Rein technologisch arbeitet das Produkt im durchgeführten Test zuverlässig. Einzig das Anvisieren des Barcodes über längere Entfernung ist mit dem auf dem seitlichen Handrücken angeordneten Scanner ungewöhnlich, gelingt aber mit etwas Übung zunehmend besser. Die angebotenen Träger für die Scanner, also Handschuhe und Handmanschetten, wirken gut verarbeitet und die angegebenen Standzeiten erscheinen realistisch.

IFOY Testbericht:
ProGlove hat einen intelligenten Handschuh entwickelt, der einen herkömmlichen Scanner ersetzt und die Arbeit in der Produktion oder in der Intralogistik schneller, sicherer und ergonomischer macht: den MARK.

Ein kompakter Scanner kann mit dem einfachen Klicksystem am Handschuh befestigt werden. Mit der Kombination können dann sowohl Barcodes als auch 2D-Codes sofort gescannt werden. Der Bediener hat beide Hände ständig frei. Und das kann in vielen Situationen von großem Vorteil sein.

Der Hersteller bietet eine Vielzahl von Handschuhen an - in verschiedenen Größen und für das Scannen mit der linken oder der rechten Hand. Der Scan-Trigger ist auch in mehreren Versionen erhältlich. So kann beispielsweise eine Version gewählt werden, bei der das Scannen durch Drücken des Daumens gegen den Zeigefinger erfolgt. Es gibt aber auch ein Modell, bei dem der Scan durch Drücken der Fingerspitzen gegen die Handfläche aktiviert wird.

Nach Ansicht des IFOY-Testteams geht das Scannen schnell und unkompliziert. Der Benutzer erhält außerdem über die im Scanner integrierten LED-Leuchten eine direkte Rückmeldung von jedem Scan-Vorgang. Der Scanner vibriert auch. Das ist das Zeichen dafür, dass der Prozess erfolgreich war.

Aus hygienischer Sicht könnte der Einsatz von Handschuhen als Nachteil betrachtet werden. Schließlich ist es nicht besonders angenehm, den Arbeitstag mit einem Handschuh zu beginnen, der gerade von einem Kollegen acht Stunden lang benutzt worden ist. ProGlove hat die Herausforderung gelöst, indem der Scanner vom Handschuh getrennt wurde. Der Scanner kann schnell und einfach entfernt und in einen neuen Handschuh eingeklickt werden. Auf diese Weise kann jeder Mitarbeiter mit seinem eigenen Handschuhset ausgestattet werden, ohne dass die gleiche Zahl von Scannern für die Arbeit benötigt wird. Da die Scanner leicht vom Handschuh zu trennen sind, können sie auch leicht aufgeladen werden. Laut dem Hersteller reicht eine Akkuladung für den Betrieb von bis zu zwei Schichten (5.000 Scans) aus.

Der intelligente Handschuh wird unter anderem bereits von Kunden aus der Automobilindustrie eingesetzt. Hier spart das Scannen mit dem Handschuh vier Sekunden pro Scan im Vergleich zu einer herkömmlichen Scan-Pistole. Für die Intralogistik hat ProGlove diesen seit 2016 auf dem Markt erhältlichen Scanner weiterentwickelt. Unter anderem wurde der Scanning-Distanz erhöht. Im Durchschnitt können Codes bis zu einer Entfernung von rund zwei Metern gelesen werden. Je nach Größe des Codes sind natürlich auch größere Entfernungen für den Scan-Vorgang möglich.

Was in den Augen des IFOY-Testteams noch fehlt, ist ein Display am Scanner. ProGlove sagt, dass Experten daran arbeiten. Das Unternehmen erwägt auch die Integration einer Kamera in das System. Während des Praxistests funktioniert MARK schnell und reibungslos. Verschiedene Codes liest er ohne Probleme. Die Austauschbarkeit des Scanners macht das System flexibel im Einsatz.

IFOY Testfazit:
Mit MARK produziert ProGlove eine Innovation, wenn es darum geht, verschiedene Arten von Codes zu einfach zu scannen. Der große Vorteil des Systems: Der Bediener hat die Hände frei, um die Ware zu bewegen. Er muss nicht nach einem Scanner greifen. Das Basisdesign wird weiterentwickelt. Und das verspricht zusätzliche Möglichkeiten für eine breitere Nutzung.

Bild: ProGlove

 

Innovation Check : Electric Memory Seat, Trône Seating


Trone
MARKTRELEVANZ
Trône Seatings Electric Memory Seat ist ein Fahrersitz, der für den Einsatz auf Flurförderzeugen vorgesehen ist. Der Markt für Flurförderzeugsitze ist grundsätzlich sehr groß. Er zeichnet sich jedoch durch ein ausgeprägtes Preisbewusstsein aus, wodurch die Ausstattung dieser Sitze verglichen mit anderen Branchen, wie zum Beispiel den Land- und Baumaschinen, deutlich spartanischer ausfällt. Aufgrund der sehr aufwendigen Technik des Sitzes ist davon auszugehen, dass dieser preislich im Premiumbereich der Fahrzeugsitze anzusiedeln ist. Ein hoher Preis senkt unserer Meinung nach die Marktrelevanz erheblich.

KUNDENUTZEN
Beim Kundennutzen muss unterschieden werden zwischen dem Nutzen für den Fahrer des Flurförderzeugs und dem Nutzen für den Betreiber des Flurförderzeugs. Für den Fahrer ist der Nutzen sehr hoch, denn er kann den Sitz sehr präzise an seine Bedürfnisse anpassen. Außerdem werden die Einstellungen gespeichert und bei jedem Fahrerwechsel automatisch vorgenommen. Hierdurch werden ein hohes Maß an Komfort erreicht und gesundheitliche Risiken reduziert. Für den Betreiber des Flurförderzeugs liegt der Nutzen in zufriedeneren Mitarbeitern und eventuell in einem geringeren Krankenstand. Durch die Erfassung der Schwingungsbelastung des Fahrers kann eine Überbeanspruchung der Mitarbeiter durch Humanschwingungen vermieden werden. Die Anbindung an ein Tablet bietet theoretisch die Möglichkeit sowohl das Verhalten als auch die Belastung der Fahrer zu überwachen.

NEUHEITSGRAD
Viele Funktionen der Sitzvorstellung sind aus anderen Bereichen bekannt, vor allem aus der Automobilbranche, aber auch aus dem Bereich der Land- und Baumaschinen. Vor allem die Elektrifizierung der Verstellfunktionen ist für Flurförderzeugsitze neu. Das Betrifft auch die Memory-Funktion, welche die Einstellung des Fahrers übernimmt. Die Kommunikation des Sitzes mit einem Smartphone oder Tablet ist bisher nur angedacht. Jedenfalls konnte sie während des Innovation Checks nicht vorgeführt werden. Mit der Überwachung der Schwingungsbelastung und smarten Funktionen liegt der Sitz voll im Trend der Zeit. Inwieweit die Erfassung und Sammlung von Betriebsdaten durch den Sitz sinnvoll oder auch nur zulässig ist, muss noch geklärt werden.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG
Der Sitz ist bequem und ist sehr gut verarbeitet. Eine Anpassung an einen Fahrer gestaltet sich als unkompliziert. Allerdings führt die Verwendung einer Vielzahl der Motoren und komplexerer Elektronik tendenziell zu einem höheren Anschaffungspreis sowie zu erhöhten Wartungs- und Instandhaltungskosten. Durch einen erhöhten Preis stößt der Sitz in den Premium-Bereich vor, in dem Wettbewerber deutlich leistungsstärkere Schwingungsentkopplungsmethoden (zum Beispiel aktiv geregelte Schwingungsentkopplung) bieten.

IFOY Testbericht:
Mit dem Trône Electric Memory Seat stellte Trône Seating auf der CeMAT 2018 den weltweit ersten vollelektrisch verstellbaren Gabelstaplersitz mit Memory-Funktion vor.

Wenn ein Gabelstapler mehrere Benutzer hat, reicht die Einstellung des Sitzes in der Praxis oft nicht aus. Das erhöht das Risiko für körperliche Beschwerden. Und das kann zu unnötigen und teuren Fehlzeiten aufgrund von Krankheiten führen.

Der neu entwickelte Trône-Gabelstaplersitz verhindert das und trägt aktiv zu einem gesunden und sicheren Arbeitsumfeld bei. Der ergonomisch und modern gestaltete Sitz wurde in Anlehnung an die grundlegenden Anforderungen für den Arbeitsalltag mit einem Gabelstapler entwickelt. Der Sitz bietet eine niedrige Rückenlehne für einfach Drehungen, stabile modulare Seitenstützen und eine zusätzliche Lendenwirbelstütze.

Zudem verfügt der Sitz über mehrere Elektromotoren, die über die intuitiven Tasten an der Seite des Sitzes bedient werden können. Alle ergonomisch wichtigen Positionen sind verstellbar wie beispielsweise Vorwärts/Rückwärts, Rückenlehnenneigung, Sitzlängenverstellung, Sitzneigung und Rückenhöhenverstellung. Mithilfe der höhenverstellbaren Rückenlehne kann der Fahrer die richtige Unterstützung für den unteren Rücken bestimmen. Die Höhenverstellung und Dämpfung des Sitzes werden durch die automatische Luftfederung gesteuert. Eine albautomatische Dämpfung ist ebenfalls erhältlich. Der innovative Sitz kann sich auch die Präferenzen mehrerer Fahrer merken. Die Technologie sorgt dafür, dass die Einstellungen immer korrekt auf die Wünsche des Fahrers abgestimmt sind.

Die Steuerungssoftware kann um mehrere einzigartige und nützliche Funktionen erweitert werden, welche die Nutzung des Sitzes (Fahrzeit, Service, Vibrationsbelastung), den Fahrer (Nutzung, Präsenz, Aufmerksamkeit, Fahrverhalten), Kommunikation und Rückverfolgbarkeit zu den bestehenden Softwaresystemen des Unternehmens verbinden. Der Sitz kann problemlos auf eine bereits vorhandene Sitzhalterung montiert werden. Die Montage erfordert keine baulichen Veränderungen.

Trône Seating bietet einen hervorragenden Sitz für die Praxis. Er kann mit den elektrischen Steuerungen einfach an Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden. Mit der halbautomatischen Luftfederung können Staplerfahrer einfach und schnell die richtige Dämpfung einstellen. Die Lendenwirbelstütze in der Rückenlehne bietet spürbare Unterstützung beim Fahren und lädt zu einer aktiven, aufrechten Sitzposition ein. Die Memory-Funktion ist ein besonderes Erlebnis: Der Sitz kehrt sanft in eine zuvor gewählte Konfiguration zurück.

IFOY Testfazit:
Ein guter Sitz auf einem Gabelstapler ist wichtig. Mit dem Electric Memory Seat ist das einfacher denn je. Der Sitz bietet eine gute Stütze und kann genau nach den Wünschen und dem Körperbau des Fahrers angepasst werden. Die automatische Luftfederung sorgt für den richtigen Dämpfungsgrad. Jeder, der sich für die Memory-Version entscheidet, weiß, dass für jeden Fahrer automatisch die richtige Grundeinstellung gewählt wird. Auch wegen der zusätzlichen Funktionen der Software ist der Sitz einzigartig und innovativ.

Bild: Trone-Seating

    IFOY Sieger 2019

     

    Kategorie: Counter Balanced Truck

    Unicarriers TX 3„TX 3 3-wheel“ von Unicarriers

    Aus der Jury-Begründung:
    Für den innovativsten Gegengewichtstapler in der Kategorie Counterbalance Truck wurde der Flurförderzeuganbieter Unicarriers Europe AB ausgezeichnet. Der Hersteller ging mit dem „TX 3 3-wheel“ mit einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen ins Rennen. Das Fahrzeug aus der neuen TX 3-Reihe punktete sowohl mit einem geringen Energieverbrauch als auch mit der Rundumsicht, einer komfortablen vollelektrischen Lenkung und zahlreichen Ergonomieverbesserungen. Zudem als wichtiges Feature mit an Bord: eine freischwingende, ergonomische Armlehne, die wahlweise mit einem aus dem Schubmaststaplersegment bekannten Mini-Lenkrad oder einem normalen Lenkrad erhältlich ist.

    IFOY Testfazit:
    Besonderheiten des Staplers sind die deutlich verbesserte Sicht aufgrund des ProVision-Systems und die gute elektrische Lenkung, sowohl mit dem Minilenkrad als auch mit dem normalen Lenkrad. Zudem hat der TX3 mit seinen zusätzlichen Sichtfenstern ein einzigartiges Feature. Wer sich für das Minilenkrad und den Multifunktions-Joystick entscheidet, muss aber etwas Zeit für die Gewöhnung einkalkulieren. Das traditionelle Lenkrad und die Minihebel bieten eine bessere Leistung.

    Bild: Unicarriers

    Kategorie: Warehouse Truck


    JungheinrichDer Schubmaststapler „ETV 216i“ von Jungheinrich


    Aus der Jury-Begründung:
    Für das innovativste Gerät in der Kategorie Warehouse Truck ist ein deutscher Hersteller ausgezeichnet worden: die Jungheinrich AG. Die Hamburger bekamen eine Trophäe für den Schubmaststapler „ETV 216i“ überreicht. Das Lagertechnikgerät ist der erste Schubmaststapler mit vollständig integrierter Lithium-Ionen-Batterie und markiert den Beginn einer neuen Generation von Schubmaststaplern. Er überzeugte die Jury nicht nur mit seiner Performance, sondern auch mit dem Design. Weil die herkömmliche Blei-Säure-Batterie durch einen kleineren Lithium-Ionen-Energiespeicher ersetzt wurde, ergaben sich für die Entwickler ganz neue Designmöglichkeiten.

    IFOY-Testergebnis:
    Mit dem ETV 216i bringt Jungheinrich einen innovativen und leistungsstarken Schubmaststapler auf den Markt. Das völlig neue Design rund um die geschickt verbaute Lithium-Ionen-Batterie bietet beispiellose Sicht und Arbeitsraum. Der Stapler ist im Betrieb sehr zuverlässig und erreicht mühelos eine hohe Leistung in Bezug auf Produktivität und Energieverbrauch. Mit dem ETV216i hat Jungheinrich im Schubmaststaplersegment erneut Maßstäbe gesetzt.

    Bild: Jungheinrich

    Kategorie: AGV & Intralogistics Robot


    StillDer Routenzug „LTX50“-Schlepper von Still


    Aus der Jury-Begründung:
    In der Kategorie AGV & Intralogistics Robot holte sich die Still GmbH einen IFOY AWARD ab. Das Hamburger Unternehmen wurde für seinen Routenzug mit einem „LTX50“-Schlepper und automatischer Be- und Entladung ausgezeichnet. Belohnt wurde insbesondere die Idee zur Kombination von automatisiertem Fahren und automatisierter Lastübergabe.

    IFOY-Testergebnis:
    Still LiftRunner mit LTX ermöglicht es, sowohl den Transport als auch das Lasthandling vollautomatisch durchzuführen. Das System ist skalierbar, leicht anpassbar und kann teilweise manuell betrieben werden. Die Lösung ist ideal für z.B. die Ver- und Entsorgung von Produktionslinien oder andere sich wiederholende Tätigkeiten. Durch die vollständige Automatisierung dieser Prozesse erhöhen sich Zuverlässigkeit und Sicherheit, während Transport und Handling wirtschaftlicher erfolgen.

    Bild: Still

    Kategorie: Intralogistics Software


    Cargometer„On-the-fly Freight Dimensioning“ von Cargometer


    Aus der Jury-Begründung:
    In der Kategorie Intralogistics Software holte ein Wiener Unternehmen die Trophäe. Die Cargometer GmbH wurde für ihr „On-the-fly Freight Dimensioning“ ausgezeichnet. Unter dem englischen Namen brachten die Österreicher ein Tool für die Frachtvermessung am fahrenden Stapler auf den Markt. Die 3D-Objektvermessung erfolgt über Kameras, die auf den Hallentoren installiert werden. Die Software soll selbst gut organisierten Firmen die Möglichkeit bieten, ihren Ertrag durch korrekte Tarifermittlungen für die Fracht zu steigern.


    IFOY-Testergebnis:
    Der Cargometer misst und wiegt die Ware "on-the-fly", an einem Ort, durch den jede Palette ohnehin durchlaufen muss: den Toren des Lagers oder des Distributionszentrums. Wertvolle Informationen sind schnell und einfach verfügbar, eine korrekte Rechnungsstellung und Garantie ist gewährleistet. Die Lösung bietet Vorteile für zahlreiche Anwendungen.

    Bild: Cargometer

    Kategorie: Special of the Year


    RaymondDer „Raymond Virtual Reality Simolator“ von The Raymond Corporation


    Aus der Jury-Begründung:
    Erstmals für das IFOY Finale nominiert war der US-amerikanische Flurförderzeugspezialist The Raymond Corporation. Das Tochterunternehmen von Toyota holte sich auf Anhieb mit dem „Raymond Virtual Reality Simulator“ eine Trophäe in der Kategorie Special of the Year. Mithilfe einer Virtual-Reality-Brille können Staplerfahrer an einem realen Raymond-Gerät ausgebildet und getestet werden. Die Lösung überzeugte nicht nur mit einer realistischen Darstellung der Arbeitsumgebung, sondern auch mit der Datengenerierung zur individuellen Trainingsanpassung der Staplerfahrer.


    IFOY-Testergebnis:
    Mit dem Raymond Virtual Reality Simulator bietet die amerikanische Marke Raymond ( eine Tochter von Toyota ) eine sehr praktische und realistische Möglichkeit, Fahr- und Bedienkenntnisse auf sichere Weise zu trainieren. Durch den Einsatz von Standard-Flurförderzeugen wirkt und fühlt sich die Bedienung realistisch an. Diejenigen, die später in der Praxis arbeiten, wissen genau, wie man den Stapler bedient. Es ist zu hoffen, dass diese Technologie nicht nur für Flurförderzeuge auf dem amerikanischen Kontinent zur Verfügung steht.

    Bild: Raymond

    Kategorie: Start-up of the Year

    Proglove

    Aus der Jury-Begründung:
    Den IFOY AWARD in der erstmals durchgeführten Kategorie Start-up of the Year holte sich eine Münchner Firma: ProGlove (Workaround GmbH). Das Jungunternehmen wurde für seinen gleichnamigen intelligenten Handschuh zum Scannen von Barcodes und 2D-Codes ausgezeichnet. Es überzeugte durch die Entwicklung eines leistungsfähigen Scanners in der Größe einer Streichholzschachtel, der unkompliziert auf einen Handschuh geklickt werden kann. Dadurch hat der Bediener beide Hände zur Arbeit frei.

    IFOY-Testergebnis:
    Mit MARK produziert ProGlove eine Innovation, wenn es darum geht, verschiedene Arten von Codes zu einfach zu scannen. Der große Vorteil des Systems: Der Bediener hat die Hände frei, um die Ware zu bewegen. Er muss nicht nach einem Scanner greifen. Das Basisdesign wird weiterentwickelt. Und das verspricht zusätzliche Möglichkeiten für eine breitere Nutzung.

    Bild: Proglove

    Event

    Der IFOY AWARD (International Intralogistics and Forklift Truck of the Year Award) dokumentiert die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Intralogistikbranche und will zur Wettbewerbsfähigkeit und zur Imageverbesserung der gesamten Branche in der Öffentlichkeit beitragen.