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IFOY Award 2017

Fragen und Antworten zum IFOY Award 2017

Am 9. Mai 2017 ist der International Forklift Truck of the Year Award, kurz IFOY, zum fünften Mal verliehen worden. Dieses Mal in der Münchner BMW-Welt. Einige Fachmagazine und Intralogistikhersteller führen regelmäßig Tests durch. In der Szene gilt der IFOY als der am breitesten angelegte Staplerwettbewerb, der auch einige andere Intralogistikbereiche wie etwa Fahrerlose Transportsysteme abdeckt. Die wichtigsten Fragen rund um den Test werden im Folgenden beantwortet:

Was wird getestet?

2017 konkurrierten in vier Kategorien des Awards unterschiedliche Geräte und Lösungen um den Sieg. Im Prinzip kann jedes Flurförderzeug eingereicht werden. Von Lagertechnikgeräten über Fahrerlose Transportsysteme bis zu Spezialfahrzeugen reicht die Palette. Mit dabei sind nicht nur alle Antriebsarten, sondern auch die wichtigsten Gewichtsklassen.

Wie wird verglichen?

Das oberste IFOY-Prinzip lautet: Ein direkter Vergleich ist oft unmöglich. Und er findet auch nicht statt. Der IFOY Award vergleicht also nicht die nominierten Fahrzeuge miteinander, sondern immer mit am Markt erhältlichen vergleichbaren Geräten. Dazu stehen den Juroren mit dem IFOY-Test und seit 2014 mit dem IFOY Innovation Check zwei wesentliche Entscheidungshilfen zur Verfügung.

Der IFOY-Test misst die harten Fakten und vergleicht sie mit den Wettbewerbsgeräten. Der IFOY Innovation Check konzentriert sich ausschließlich auf die Innovationen und deren Einordnung im Marktvergleich. Darüber hinaus fahren und testen die Jurymitglieder anlässlich des IFOY-Testtages alle nominierten Geräte selbst.

Wie läuft der Test ab?

Der IFOY-Test basiert auf dem Andersom-Test des niederländischen Fachjournalisten Theo Egberts. Seit 1988 haben weit mehr als 300 verschiedene Gabelstapler und Lagertechnik-Flurförderzeuge den Andersom-Test durchlaufen. Damit verfügt er über die europaweit größte Vergleichsdatenbank unabhängiger Testdaten und gilt als Benchmark im Bereich Flurförderzeuge. Diese Vergleichsdatenbank in Kombination mit dem unabhängigen Test ermöglicht es der Jury, unterschiedliche Bewerberfahrzeuge mit ihren jeweiligen Wettbewerbsprodukten zu vergleichen und damit ein objektives Votum abzugeben.

Wo werden die Geräte getestet?

Alle nominierten Fahrzeuge durchliefen 2017 eine Woche lang in einer Halle des IFOY-Partners Messe München das Testprotokoll. Der IFOY-Test fokussiert dabei auf den praktischen Einsatz der Geräte. Getestet wurden unter anderem Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Sicherheit, Ergonomie und Design der Geräte.

Um eine Verfälschung der Testergebnisse durch äußere Einflüsse wie zum Beispiel Beleuchtung, Wetterbedingungen oder Gangbreiten zu vermeiden und so die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten, schaffte die Testhalle identische Umgebungsbedingungen für alle Bewerber. Im Anschluss an die Testwoche mussten sich alle Fahrzeuge am IFOY-Testtag dem Urteil der Juroren stellen.

Was sagt der IFOY Innovation Check aus?

Der Inno­vationswert ist eines der wesentlichen Bewertungskriterien der Jury des IFOY Awards. Um diese Frage vom technologischen Standpunkt aus beantworten zu können, ist ein Technolo­gienvergleich mit den Marktstandards nötig. Für diesen IFOY Innovation Check beurteilten 2017 Guido Follert, ein Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund, sowie Prof. Dr. Rainer Bruns von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg alle nominierten Geräte.

Für den IFOY Innovation Check werden die schrift­lichen Unterlagen zur IFOY-Bewerbung analysiert und die dort hervorgehobenen Funktionen und Eigenschaften ins Verhältnis zum Stand der Technik gesetzt.

Die von den Herstellern der Flurförderzeuge in ihren Unterlagen und Präsentationen unterschiedlich stark betonten Innovationen werden vor Ort anhand von Sichtprüfungen und teilweise mithilfe einer Funktionsprüfung nachvollzogen und ihre Funktion verifiziert. Bei der Bewertung werden sowohl innovative Weiterentwicklungen als auch gelungene Neukompositionen sowie echte Innovationen heraus­gearbeitet und beurteilt.

 

IFOY-Testtage 2017

Bei den IFOY-Testtagen in München führten sich die Juroren nicht nur den Testbericht und den Innovation Check zu Gemüte – sie testeten auch selbst wieder ausgiebig.

8. März 2017, Halle 4, Münchner Messegelände. Punkt 13 Uhr trommelt Anita Würmser, Juryvorsitzende des International Forklift Truck of the Year Awards (IFOY), die zwei Dutzend angereisten Juroren zusammen. Bis aus Moskau sind die Jurymitglieder, allesamt Chefredakteure führender Fachmagazine, nach München angereist, um zwei Tage lang die nominierten Geräte und Lösungen unter die Lupe zu nehmen.

Zum fünften Mal trifft sich die IFOY-Community bereits. Aber gelangweilt schaut keiner in der Halle. Same same but different. Die Thai-englische Redewendung (ganz gleich und doch anders) trifft die Rahmenbedingungen des inzwischen weltweit bekannten Intralogistik-Wettbewerbs wohl am besten. Gleich sind die beiden goldenen Regeln geblieben, nach denen die Jury entscheiden muss. Jurychefin Würmser fasst sie so zusammen: „Das wichtigste Entscheidungskriterium für die Urteile ist das Thema Innovation. Und die Geräte werden nicht untereinander verglichen, sondern gegen den Markt.“

Neuigkeiten gibt es beim IFOY-Durchlauf 2017 gleich mehrere. Die Jury wurde auf 23 Mitglieder erweitert. Neu aufgenommen wurde beispielsweise Dave Blanchard, Chefredakteur des US-amerikanischen Magazins „Material Handling & Logistics“. Damit hat die IFOY-Organisation auch in den USA, dem nach China zweitgrößten Intralogistikmarkt der Welt, ein Jurymitglied sitzen. Ein Novum ist auch die Testumgebung. Erstmals findet das gesamte Prozedere in der Messe München statt, denn die Messemacher sind IFOY-Partner geworden und stellen für den Test eine Halle zur Verfügung. Neu an der Seite von IFOY-Juror und LOGISTIK HEUTE-Chefredakteur Thilo Jörgl ist ein Berater aus der Wirtschaft: Vom Logistikdienstleister Dachser aus Kempten konnte Elmar Fünfer, Leiter Technik und Technischer Einkauf, als Ratgeber mit Praxiserfahrung gewonnen werden.

Los geht es für die Juroren erst einmal mit einer Aufwärmrunde – ein Rundgang im Keller der Messe, den Gerhard Gerritzen, stellvertretender Geschäftsführer der Messe München GmbH, nutzt, um den Medienvertretern zu erklären, wie Messelogistik heutzutage funktioniert. Aktuell werde beispielsweise die transport logistic geplant, erläutert Gerritzen. Ab 14 Uhr geht es dann in medias res. Die nominierten Lösungen 2STACK + ID.ADD – Prozessinnovation für auto­matischen Nachschub (SSI Schäfer), Indoor Positioning (Jung­heinrich) und das FTS TORsten (Torwegge) werden von Vertretern der Hersteller vorgestellt. Der Produktexperte von Jungheinrich etwa gibt den Juroren eine ganze Latte von Gründen an die Hand, warum sie für seine Lösung stimmen sollten: niedrige Kosten, 24/7-Einsatz und Herstellerunabhängigkeit sind aus seiner Sicht besonders wichtige Argumente.

Uwe Schildheuer, Geschäftsführer bei Torwegge, erläutert ausführlich die Funktion des FTS TORsten und weist die Journalisten auf die „extrem kompakte und flache Bauweise“ sowie den nach seiner Aussage einmaligen „omnidirektionalen Antrieb“ des Geräts hin. Das autonome Fahrzeug arbeite wie ein „fliegender Teppich“, so Schildheuer. Der erste der beiden Testtage endet mit einem Dinner von Juroren, Herstellern sowie Vertretern des VDMA, dem Träger des Wettbewerbs, im Münchner Wirthaus in der Au. Dort tauschen sich die Gäste nicht nur über technische Details der nominierten Lösungen, sondern auch über die Konsistenz von Leberkäse, Schweins­braten & Co. aus.

Hilfen für Juroren

Pünktlich um 9:30 Uhr beginnt der zweite Testtag mit der Präsentation der Ergebnisse aus dem IFOY Innovation Check. Er soll neben den Resultaten aus dem Praxistest des offiziellen IFOY-Testers Theo Egberts den Juroren Hintergründe für ihr finales Votum geben. Vorgetragen werden die Ergebnisse von Guido Follert (Fraunhofer IML) und Sergey Stepanyuk (Universität der Bundeswehr Hamburg), die von manchen Juroren auch „IFOY Innovation Checker“ genannt werden. Über jeden Nominierten haben die beiden ein DIN-A4-Blatt zusammengestellt und ihre Meinung zu den Kriterien Marktrelevanz, Kundennutzen, Innovationsgrad und Funktionalität niedergeschrieben.
Mit den IFOY-Unterlagen in der Hand marschieren die Juroren dann in zwei Gruppen durch die Halle und löchern die Vertreter der Hersteller mit Detailfragen zu den Lösungen und Geräten, die für die Testtage extra nach München transportiert worden sind.

Danach darf jedes Jurymitglied selbst Hand anlegen und die Geräte, soweit möglich, selbst testen. Da geht es dann ans Eingemachte: Wie gut funktioniert das Touchpad beim Still-Routenzug? Kann man die Lösung von SSI Schäfer versehentlich falsch bedienen? Wie viele Beacons braucht man für die Jungheinrich-Lösung in einem Lager? Das sind nur einige von vielen Fragen, welche die Juroren an die Hersteller richten.
Auch LOGISTIK HEUTE-Berater Elmar Fünfer läuft von Station zu Station und schaut sich mit dem geübten Auge des Praktikers alle Nominierten an. Am Ende seiner Tour sagt er, dass es ihn beeindruckt habe, wie professionell der Tag abgelaufen sei. Den höchsten Innovationsgrad hat aus seiner Sicht das Fahrerlose Transportsystem TORsten. Insbesondere die geringe Abweichung von nur fünf Millimetern bei der Navigation habe ihn fasziniert.

Nach sechs Stunden endet der zweite Testtag mit einer finalen Sitzung, in der noch einmal über alle Nominierten intensiv gefachsimpelt wird. Dann wird abgestimmt.

 

Testberichte 2018 im Überblick

Hinweis: Die Testberichte sowie die Soft und Hard Facts  sind Anhaltspunkte für die Jury. Sie geben keine Auskunft darüber, wer der Sieger ist.

Kategorie: Counter Balanced Truck

  • Elektrostapler „ECB50C“ von BYD
  • Elektrostapler „RX 20“ von Still

Kategorie: Warehouse Truck

  • Kommissionierer „ECE 225“ mit „easyPILOT Follow“ von Jungheinrich
  • Sitzschlepper „EZS 7280“ von Jungheinrich
  • Horizontalkommissionierer „OPX-16 L“ von Still
  • Routenzug „Wegard Trail“ mit autonom elektronisch gelenkten Achsen von Wegard

Kategorie: Crane and Lifting Appliance

  • Druckluft-Hebezeug „mini 500“ von J. D. Neuhaus
  • Mobilbaukran „MK 140“ von Liebherr

Kategorie: Special of the Year

  • Technologieübergreifendes Batterieladesystem „SLH 300“ von Jungheinrich
  • Fachboden „MULTIplus“ von Gebr. Schulte
  • Lenkrad „EASY Drive“ von Still

Kategorie: Integrated Warehouse Solution

  • Zentrallagererweiterung bei laufendem Betrieb bei Keller & Kalmbach durch Jungheinrich
  • Ausbau der Omnichannel-Intralogistik für Migrolino durch Witron

 

IFOY Testberichte 2017

Kategorie: Warehouse Truck (Lagertechnikgeräte)

  • EMD 115i, Jungheinrich (Elektro)
  • iGo neo CX 20, Still (Elektro)
  • EPH 125 DTFV, UniCarriers (Elektro)

Innovation Check: EMD 115i, JUNGHEINRICH

Jungheinrich

MARKTRELEVANZ

Der Universalstapler EMD 115i der Jungheinrich AG gehört zu den batterieelektrisch betriebenen Hochhubwagen. Dieser Fahrzeugtyp ist stark verbreitet. Das vorgestellte Fahrzeug ist für einen Gelegenheitsgebrauch gedacht, bei dem vielseitige Aufgaben erledigt werden sollen. Die Tragfähigkeit von 1,6 t liegt im oberen Mittelfeld dieser Fahrzeugklasse. Die maximale Hubhöhe des Testgerätes beträgt 1520 mm, was für eine Bedienung der ersten zwei Regalebenen ausreichend ist. Die Möglichkeit der Doppelstockbeldung bringt Vorteile bei der LKW-Bedienung. Eine Sonderausführung für größere Hubhöhen steht nicht zur Verfügung. Die Marktrelevanz wird insgesamt als mittel bis hoch eingeschätzt.

KUNDENNUTZEN

Lithium-Ionen-Batterien haben gegenüber Blei-Batterien zahlreiche Vorteile, die ihren Nutzern eine höhere Flexibilität ermöglichen. Durch die flexible Schnellladefähigkeit an einer Schuko-Steckdose ohne „Memory-Effekt“ kann in Betriebspausen geladen werden, ohne dass die Batterie dadurch starke Abnutzungseffekte zeigt. Zusätzlich ist das Fahrzeug leichter, was zu einer geringeren Bodenbelastung führt.

Das Testgerät ist kompakter als die Konkurrenzprodukte, wodurch es vielseitiger und darüber hinaus in beengten Umgebungen einsetzbar ist. Die kompakte Ausführung ist dadurch möglich, dass das Gerät für die Verwendung von Lithium-Ionen-Batterien konzipiert wurde und nicht als Sonderausführung einer durch Blei-Batterie angetriebenen Fahrzeugreihe angeboten wird. Die Batteriekapazität von nur 40 Ah erscheint im Vergleich zur Konkurrenz allerdings als gering und kann zu deutlich häufigerem Zwischenladen führen. Das Fahrzeug bietet einen geräuscharmen Fahrmodus, was zum Beispiel bei einer nächtlichen Warenanlieferung in Wohngegenden vorteilhaft ist. Verbundene Stützrollen in einer ProTracLink bieten bessere Fahreigenschaften, deren Vorteile eher bei einem Mitfahrgerät zum Tragen kommt.

NEUHEITSGRAD

Lithium-Ionen-Batterien werden zwar immer häufiger in Hochhubstaplern eingesetzt, eine gezielte Entwicklung eines Flurförderzeugs für diese Energiespeicher ist hingegen vergleichsweise neu. Das Fahrzeug ist dadurch kürzer, was ebenfalls bei einem Gerät der Firma BYD zu sehen ist. Ein geringeres Gewicht bringt ebenfalls eine geringere Bodenbelastung mit sich. Durch eine geringe Hubhöhe verfügen alle Fahrzeuge dieser Klasse über vergleichsweise gute Sichteigenschaften nach vorne. Die transparente Mastverkleidung verbessert die Sichteigenschaften. EMD 115i enthält keine einzelne herausragende Innovation, sondern enthält mehrere kleinere, aber nutzenrelevante Verbesserungen.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Jungheinrich EMD 115i ist eine Neuentwicklung, welche gezielt für die Nutzung der Lithium-Ionen-technologie konzipiert wurde. Die Funktionen sind gut umgesetzt worden und bieten dem Bediener eine gute Ergonomie.

IFOY Testbericht:

Der Elektro-Deichselstapler EMD 115i ist ein universell einsetzbarer Hochhubwagen mit Radarmhub, der dank der innovativen und hocheffizienten Lithium-Ionen-Technologie zahlreiche Vorteile bietet. So verfügt der Jungheinrich EMD 115i über ein extrem kurzes L2-Maß von nur 558 mm. Dies macht den Stapler mit Initialhub zum kompaktesten Gerät seiner Klasse. Darüber hinaus ist die Batterie erheblich leichter als eine herkömmliche Blei-Säure-Batterie. Inklusive Li-Ionen-Akku wiegt der EMD 115i lediglich 510 kg. Damit kann er ohne Probleme sogar mit zwei Paletten von je 400 Kilogramm auf der Ladeklappe eines LKW eingesetzt werden. Das Be- und Entladen wird so bis zu 50 Prozent produktiver.

Der Initialhub öffnet zugleich die Tür zu einem vielseitigen Einsatz. Dank des Radarmhubs sind zum Beispiel Rampen kein Problem für den EMD 115i. Standardmäßig ist der Jungheinrich EMD 115i ausgestattet mit PIN-Code-Zugangssystem. Der IFOY Test Stapler hat verfügt über das optionale Kartensystem, das den Zugriff auf den Stapler mit jeder Standard-RFID-Karte ermöglicht. Während des Tests zeigt sich, dass der Mono-Mast eine ausgezeichnete Sicht auf beide Gabelspitzen bietet. Weiterhin ist das Test-Team sehr zufrieden mit der feinfühligen Bedienung, die Jungheinrich ohne Verwendung von Sensoren realisiert hat. Die Fünf-Punkt-Struktur macht den Stapler zudem sehr stabil. Weil der Lithium-Ionen-Akku eine relative neutrale Batteriespannung bietet, liefert er auch beim Heben und Fahren eine konstante Leistung. Im Test zeigt sich, dass der Stapler belastet sogar schneller läuft als im unbelasteten Zustand. Ein integriertes Ladegerät ermöglicht das Laden des Lithium-Ionen-Akkus an jeder 230-Volt-Steckdose. In nur 30 Minuten ist der Akku zu 50 Prozent geladen.

Für eine volle Ladung sind, nach Aussage von Jungheinrich, 80 Minuten ausreichend. Der IFOY Teststapler ist ein sogenannter silentDRIVE Variant. Dank unter anderem den dreifachen Lastrollen schwebt der Stapler leise über den Boden. Aus der zusätzlichen Schalldämmung resultiert eine Geräuschreduktion von etwa 40 Prozent im Vergleich zum Standard EMD 115i. Das macht den silentDRIVE ideal für zum Beispiel das Be- und Entladen in Städten oder Umgebungen, wo Lärm unerwünscht oder verboten ist. Da ein Mono-Mast Hochhubwagen bis dato noch nicht getestet wurde, stehen keine Daten für einen Wettbewerbsvergleich zur Verfügung.

IFOY Testfazit:
Der Jungheinrich EMD 115i ist ein starker, sehr kurzer und manövrierfähiger Stapler. Dank des Mono-Mastes hat der Operator eine gute Sicht auf die Gabelzinken und die Last. Der Stapler ist zusätzlich leise und einfach zu laden. Ein echter Allrounder, der überall eingesetzt werden kann - sowohl auf der Rampe, als auch in Verkaufsräumen.

Bild: Jungheinrich

Innovation Check: iGo neo CX20, STILL

Still

MARKTRELEVANZ

Horizontalkommissionierer stellen ein relevantes Segment im Gesamtmarkt für Flurförderzeuge dar. Der STILL iGo neo CX20 kann ohne zusätzliche technische Maßnahmen in jedem Horizontalkommissionierer-Lager eingesetzt werden. Die Marktrelevanz des iGo neo ist daher als hoch einzuschätzen. Denn er bietet ein deutliches Mehr an Kundennutzen. Ob es dem autonomen Kommissionierer gelingen wird einen großen Marktanteil zu erreichen, hängt letztendlich auch von der Kostennutzenrelation ab. Denn die aufwändige Sensor- und Steuerungstechnologie wird es nicht zum Nulltarif geben.

KUNDENNUTZEN

Der durch die technischen Innovationen des iGo neo, wie die lasergestützte Umgebungserkennung, die intuitiv bedienbare Kommunikationsschnittstelle und das autonome Fahren erreichte Kundennutzen ist als sehr hoch einzustufen. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kommissionierlager können sich dank des iGo neo voll auf das Wesentliche ihrer Arbeit, nämlich die richtigen Artikel aus dem richtigen Lagerfach in der richtigen Anzahl zu entnehmen, konzentrieren. Außerdem werden sie von physischen Beanspruchungen entlastet. Betreiber eines Kommissionierlagers können eine deutlich höhere Kommissioniererleistung und eine geringere Fehlerrate erwarten. Da der iGo neo problemlos zusammen mit konventionellen Horizontalkommissionierern eingesetzt werden kann, lässt sich die neue Kommissionierzonentechnologie mit geringem Aufwand erproben und die Fahrzeugflotte sukzessive umstellen.

NEUHEITSGRAD

Auch wenn bereits in den frühen 1990 er Jahren erste Versuche zur Automatisierung von Horizontalkommissionierern unternommen wurden, stellt der iGo neo ohne Frage einen Meilenstein in der Entwicklung autonomer Flurförderzeuge dar. Seine lasergestützte Umgebungserkennung verleiht ihm kognitiven Fähigkeiten, die zusammen mit der intelligenten Fahrzeugsteuerung das selbstständige Folgen des Bedieners ermöglicht. Sowohl das Bedienkonzept als auch die eingesetzte Sensor- und Steuerungstechnologie sind hoch innovativ.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Die Funktionen sind sehr professionell umgesetzt und das Fahrzeug lässt sich intuitiv bedienen. Die Erkennung und Überwachung des Bedieners erfolgt zuverlässig. Beim Innovation Check konnte aufgrund der kürzeren Gehwege deutlich schneller kommissioniert werden.

IFOY Testbericht:

Anfang 2016 führte Still den ersten Roboter-Kommissionierer STILL iGo neo ein. Der iGo neo erkennt automatisch „seinen“ Kommissionierer. Dieser kann den Stapler auf Wunsch in Bewegung halten, ohne dass jeweils ein erneutes Aufsteigen erforderlich ist. Steigt der Operator vom Kommissionierer ab und drückt eine Taste an der Seite des Geräts, behält der iGo neo mit seinem 360º-Scanner seinen Operator „im Auge“. Geht der Kommissionierer zur nächsten Kommissionierstelle, dann folgt ihm der iGo neo automatisch und berücksichtigt dabei gleichzeitig den richtigen Abstand zum Regal sowie alle Hindernisse auf dem Weg. Bleibt der Operator stehen, dann stoppt der iGo neo neben ihm. Der IFOY Test zeigt, dass die Einsparungen im Vergleich zum konventionellen Kommissionieren spektakulär sind. Der iGo neo ist in allen Test-Layouts effizienter und produktiver, sobald das Mitlauf-Prinzip genutzt wird.

Das Test-Team erreichte ein Plus bis zu 47 Prozent. Dank der Dynamik mit der sich das Gerät zeitgleich zum Bediener bewegt, können die Vorteile voll ausgeschöpft werden. Dies zeigte auch eine insinuierte Idealfahrt mit einem zusätzlichen Bediener, der den Stapler immer genau an der richtigen Stelle für den Kommissionierer positionierte. Der einschränkende Faktor ist nicht mehr der Stapler und seine Bedienung, sondern die Geschwindigkeit des Gehens. Während der Arbeit fällt auf, dass der Still iGo neo alle Sicherheitsanforderungen im Auge hat. Er weicht aus und stoppt bei Bedarf, um Kollisionen zu vermeiden. Der Ende-Gang-Stopp funktioniert ebenso exakt, wie die Erkennung des Operators. Mit der Fernbedienung, die der Operator am Oberarm trägt, kann den iGo neo angehalten oder geholt werden. Darüber hinaus kann man damit die Seite des Ganges wechseln oder eine vorprogrammierte Haltestelle wählen, damit der iGo neo die entsprechende Palette oder den Container automatisch anbietet und so Gehstrecken weiter minimiert werden. Raum für Verbesserung bietet jedoch sowohl die Gestaltung als auch das Handling der Fernbedienung. In Zukunft wäre es dank der Möglichkeiten der Robotik denkbar, dass das automatische Folgen und die Ausrichtung des Fahrzeugs nicht per Fernbedienung, sondern mittels Gestenerkennung und mit Hilfe des 360º-Scanners oder einer neuen Technologie automatisch erfolgt.

So könnte der Stapler wie dies bereits bei Gegenständen und Hindernissen bereits jetzt der Fall ist, dann auch einen Wechsel des Operators automatisch erkennen. Auch eine Vernetzung mit LVS oder Voice-Systemen wäre denkbar. Der iGo neo bietet die gleichen Vorteile, die bereits bei anderen Remote-Kommissionierer zu sehen waren: Die Arbeit ist angenehm, einfacher, effizienter und deutlich weniger belastend, weil der Operator nicht immer wieder auf- und absteigen muss. Hinzu kommt, dass der Stapler selbst weniger Energie braucht. Darüber hinaus bietet der iGo Neo den Vorteil, dass keine Taste oder Sensor gedrückt werden muss. Der Kommissionierer hat tatsächlich beide Hände frei um die Waren zu greifen, halten und positionieren. Außerdem lädt die erhöhte Dynamik des Staplers selbst auf längeren Strecken zum Mitgehen ein. Die Bewegungsgeschwindigkeit des Operators bestimmt dabei die Geschwindigkeit des Staplers. Dies erlebte das Test-Team als sehr angenehm.

IFOY Testfazit:
Mit dem iGo neo zeigt Still, dass Innovationen in der Robotertechnik einen wertvollen Beitrag zur intelligenten Intralogistik leisten. Pluspunkte sind insbesondere die hohe Leistung, die einfache Bedienung und die zahlreichen Perspektiven.

Bild: Still


 

Innovation Check: EPH 125 DTFV, UNICARRIERS

UniCarrys
MARKTRELEVANZ

Der Hochhubkommissionierer EPH 125 DTFV ist das neue Flaggschiff von UniCarriers, welches die Möglichkeit bietet, eine Pick-Höhe von 12,1 m zu erreichen. Bei der Entwicklung wurde zusätzlich der Lastabstand vergrößert und somit die Möglichkeit geschaffen große und schwere Objekte, wie etwa Möbel zu transportieren. Geräte dieser Fahrzeugklasse haben eine große Verbreitung in der Kommissionierung und können auch zum Palettentransport im Lager und in der Vorzone eingesetzt werden. Insgesamt kann die Marktrelevanz als mittel eingestuft werden.

KUNDENNUTZEN

Mit einer größeren Pick-Höhe kann das Lager effizienter genutzt werden. Im Gegensatz zu einem Kommissionierstapler, mit dem eine seitliche Entnahme einer ganzen Palette aus dem Regal möglich ist, bietet der Hochhubkommissionierer eine kostengünstigere Lösung, wobei mit einem Kommissionierstapler deutlich größere Höhen erreichbar sind. Bei dem vorgestellten Fahrzeug wurden die Leistungsdaten erheblich verbessert, was zu einer Spielverkürzung führen kann. Für die erste Lagerebene besitzt das Fahrzeug ein Pro Access Gates System, wodurch der Sicherheitsbügel in der unteren Stellung der Kabine nicht unbedingt geschlossen werden muss. Dadurch wird das Verlassen des Fahrzeugs zur Kommissionierung aus der untersten Ebene erleichtert und der Zeitbedarf verringert.

NEUHEITSGRAD

Bei dem EPH 125 DTFV handelt es sich um eine konsequente Weiterentwicklung der Modellreihe, wobei die Vergrößerung der Pickhöhe im Vordergrund steht. Zusätzlich sind die Leistungsdaten des Fahrzeugs verbessert. Eine mit Sensoren versehene Bedienfläche als Ersatz für den Totmannschalter erhöht den Arbeitskomfort, ähnliche Lösungen existieren allerdings auch in anderen Fahrzeugen. Eine Neuheit stellt das Pro Access Gates System dar, das die Ergonomie des Pickens in der ersten Lagerebene verbessert wird.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Der Hochhubkommissionierer ist professionell ausgeführt und lässt sich ergonomisch gut bedienen. Anpassung der einzelnen Bedienelementen ist problemlos möglich. Durch den Sensor in der Fahrerplattform ist eine angenehme Standposition des Fahrers möglich.

IFOY Testbericht:

Mit den EPH 125 stellte UniCarriers seine neuesten High-Lift-Kommissionierer vor. Mit Kommissionierhöhen von bis zu 12,1 Meter kommt der Neuling höher als je zuvor und gibt damit eine Antwort auf die steigenden Anforderungen des Marktes. Die Hubkraft beträgt 1.250 kg bei einem Lastschwerpunkt von 600 mm. Die Restkapazität bei maximaler Hubhöhe ist jedoch offensichtlich niedriger. Beim IFOY Teststapler beträgt diese 900 kg bei einer Hubhöhe von 11.150 mm. Die Sicht aus den Kommissionierer ist in alle Richtungen ausgezeichnet.

Der Arbeitsplatz ist komfortabel, geräumig und mit ausreichend Ablagemöglichkeiten ausgestattet. Beide Bedieneinheiten können gekippt werden (nicht stufenlos) und die gesamte Betriebskonsole kann auf die Körpergröße des Fahrers eingestellt werden. Während der IFOY Test Days zeigt sich wie einfach und angenehm der EPH 125 lenkt. Der Stapler fährt angenehm und ist deutlich schneller als sein Vorgänger. Es ist UniCarriers gelungen, die Fahrgeschwindigkeiten um 42 Prozent zu erhöhen. Die Hub- und Senkgeschwindigkeit wurde um 68 und 13 Prozent erhöht.

Die maximale Fahrgeschwindigkeit passt sich außerdem automatisch auf das Lastgewicht auf den Gabeln an. Weiterhin wird die Fahrgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen im freien Raum automatisch reduziert, wenn eine Hubhöhe von mehr als ungefähr einem Meter erreicht ist. Die Bedienung der hydraulischen Funktionen ist feinfühlig. Eine Mastdämpfung bei maximaler Hubhöhe fehlt jedoch. Das Testteam bewertet letzteres als unangenehm. Die Plexiglasscheibe verdient laut Testteam eine solidere Montage, damit sie während der Fahrt nicht rasselt. Bemerkung: Im Rahmen des IFOY Tests konnte ohne Induktion oder seitliche Führung das Fahrzeug nicht vollständig getestet werden.

IFOY Testfazit:
Die UniCarriers EPH 125 DTFV ist ein schneller, flexibler Kommissionierer für den höhere Pickbereich. Der Stapler ist leise, stabil und leicht zu manövrieren. Auch dank der DPS-Plattform ist der Fahrkomfort befriedigend.

Bild: UniCarriers

 

Kategorie: Special Vehicle

  • WAV 60 "Wave" - Multifunktionsfahrzeug, Crown (Elektro)
  • kickTrike, kickTrike (Elektro)
  • Routenzug mit automatischer Be- und Entladung, Still (Elektro)

Innovation Check: WAV 60, CROWN

Stapler

MARKTRELEVANZ

Das Multifunktionsfahrzeug WAV 60 von Crown stellt ein Gerät einer noch jungen Flurförderzeugklasse dar, die immer häufiger vor allem in Einzelhandel und in Kommissionierbereichen eingesetzt wird. Für den gelegentlichen Gebrauch in Baumärkten, wo der Einsatz von Vertikalkomissionierern nicht wirtschaftlich und eine Leiter nicht ergonomisch ist, haben sich solche Geräte durchgesetzt. Die Marktrelevanz für solche Zielgruppen wird als hoch, insgesamt aber als mittel eingestuft.

KUNDENNUTZEN

Das WAV 60 ermöglicht es dem Bediener eine Last in Höhen von bis zu 5 m zu erreichen und anschließend zu transportieren. Dadurch kann auf einen Einsatz von Leitern verzichtet werden. Der Fahrer wird deutlich entlastet. Die Arbeitsspiele verkürzen sich aufgrund höherer Geschwindigkeit und Sicherheit ebenfalls deutlich. Durch Verzicht auf die zweite Person zur Sicherung steigt die Arbeitseffektivität. Das Fahrzeug ist aufgrund einer robusten Ausführung wartungsarmer und langlebiger als das Vorgängermodell. Eine stufenlose Geschwindigkeitsbegrenzung bietet zusätzlich eine kürzere Spielzeit, wenn mit angehobener Plattform gefahren werden muss.

NEUHEITSGRAD

Das Multifunktionsfahrzeug WAV 60 stellt eine konsequente Weiterentwicklung von WAV 50 dar, wobei der Wechselstromantrieb für eine geringere Wartungsintensität und höhere Leistungsdaten sorgt. Wechselstromantriebe gehören in der Lagertechnik seit Jahren zur Standardausstattung. In dieser Fahrzeugklasse stellen die AC-Motoren allerdings eine Neuerung dar, da hier gewöhnlich Gleichstrommotoren eingesetzt werden. Eine weitere Innovation stellt ein intelligenteres Sicherheitssystem dar, welches die Geschwindigkeit stufenlos hubhöhenabhängig absenkt und für eine hinreichende Standsicherheit bei besserer Performance sorgt. Neue Bedienelemente verbessern die Interaktion mit dem Gerät zusätzlich. Insgesamt stellt Fahrzeug mehr eine konsequente Evolution und keine Revolution dar.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Das WAV 60 macht einen soliden und einen robusten Eindruck. Die Entwicklung wurde in Richtung Langlebigkeit und Wartungsfreiheit geführt.

IFOY Testbericht:

Allein in Europa werden jedes Jahr etwa 145.000 Unfälle beim Einsatz von Leitern registriert. In einer Logistikumgebung kann eine Leiter zudem manchmal schwierig zu manövrieren sein. Darüber hinaus lässt die Produktivität zu wünschen übrig. Als Alternative zur unsicheren Leiter führte Crown bereits im Jahr 1997 den Wave 50 ein. Der damals bemerkenswerte Newcomer wurde im vergangenen Jahr aktualisiert und konkurriert in diesem Jahr um einen IFOY Award. Der neue Wave, offiziell WAV 60, wurde in mehreren Punkten überarbeitet und ausgestattet mit AC-Technologie.

Diese wartungsfreie Technik ermöglicht unter anderem eine höhere Geschwindigkeit, sofern gewünscht und örtlich möglich. Die Höchstgeschwindigkeit wurde um 33 Prozent von 6 km/h auf 8 km/h erhöht. Dabei kann das Fahrzeug, wie schon sein Vorgänger, gleichzeitig Fahren und Heben, was einen effizienten und produktiven Einsatz garantiert. Ebenfalls neu ist das Access123-System, das von anderen Crown-Staplern bekannt ist. Das System bietet, neben verschiedenen Benutzerinformationen, auch zusätzliche Sicherheitsmerkmale, wie etwa die Aktivierung des Alarms. Wie der AC-Antrieb sind auch die Batterien wartungsfrei. Darüber hinaus verwendet Crown deutlich mehr Stahl beim neuen Wave, was eine längere Lebensdauer zur Folge hat.

Das IFOY Testfahrzeug ist ausgestattet mit dem ebenfalls neuen, optionalen elektrischen Arbeitstisch-Lift. Der Arbeitstisch hat eine maximale Tragkraft von 90 kg, kann mit verschiedenen zusätzlichen Inlays ausgeführt werden und bietet somit ausreichend Möglichkeiten für die Kommissionierung kleinerer Gegenstände. Auf der unteren Plattform kann der Crown WAV 60 zusätzliche 130 kg tragen und transportieren. Auch das eGen Bremssystem ist neu. Dieses regenerative Bremssystem ermöglicht ein praktisch verschleißfreies Bremsen, mit Ausnahme der Park- und der Notbremse. Das Testfahrzeug ist ausgestattet mit einem integrierten Ladegerät (optional) und dem Work Assist-Paket, mit unter anderem zusätzlichen Fächer und LED-Leuchten.

IFOY Testfazit:

Der Crown WAV 60 ist eine äußerst praktische Alternative zur mobilen Leiter. Die Bedienung sowie die strengen Sicherheitsfeatures erfordern eine Gewöhnungsphase, danach ist die Arbeit mit dem Wave sehr angenehm. Das Fahrzeug ist ruhig, fährt flüssig und schafft eine sichere Möglichkeit, Regale nachzufüllen oder für andere Aktivitäten in Höhen von fast fünf Metern.

Bild: Crown

Innovation Check: kickTrike, KICKTRIKE

kicktrike

MARKTRELEVANZ

Das Fahrzeug kickTrike stellt eine Neuentwicklung im Logistikbereich dar, was einen Konkurrenzvergleich sowie eine Beurteilung der Marktrelevanz erschwert. Ein ähnliches Fahrzeug ist zwar von der Jungheinrich Ameise 2000 bekannt, bietet allerdings eine Ablagefläche im hinteren Bereich an, was die Kommissionierung erschwert. Das kickTrike ist für vergleichsweise geringe Lasten und hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Somit können durch das kickTrike einige bestehende Fahrzeuge ersetzt oder neue Aufgabenbereiche geschaffen werden.

Die wichtigsten Bereiche liegen dabei in der Kommissionierung, einer Eilzustellung etwa von fehlenden Teilen in der Produktion oder dem Transport von Personal und Ersatzteilen bei Instandhaltungsaufgaben. Aufgrund der geringen transportierbaren Last (gravimetrisch und volumetrisch) können vergleichsweise kleine Bestellungen kommissioniert werden. Dadurch ist kickTrike kein vollständiger Ersatz für einen Horizontal-Kommissionierer. Das größte Marktpotenzial liegt nach unserer Einschätzung bei der Kommissionierung in großen Lägern, der Eilzustellung von Briefen und Päckchen im innerstädtischen Bereich und der Produktion sowie im Kleinwarentransport im Innenbereich als effizienterer Ersatz für einen Gabelwagen oder eine Schubkarre.

KUNDENNUTZEN

KickTrike bietet eine Alternative zum Fahrrad bei der Eilzustellung, was in bestimmten Bereichen einen großen Kundennutzen bedeutet. Das Fahrzeug bietet eine große Ablagefläche, wodurch, verglichen mit einem dreirädrigen E-Bike oder Pedelec, eine größere Beladung möglich wird. Die Ablagefläche im vorderen Bereich erleichtert das Kommissionieren zusätzlich. Im Gegensatz zu einem E-Bike oder Pedelec ist zwar ein Betrieb mit einem entladenen Akku möglich, die Geschwindigkeit ist allerdings stark eingeschränkt. Die kompakte, klappbare Ausführung macht das Fahrzeug ideal für den Gelegenheitsgebrauch, da der Raum zum Verstauen gering bleibt. Eine größere Geschwindigkeit verglichen mit einem Horizontal-Kommissionierer oder einem Mitgängergerät führt in Betrieben mit leichten und kompakten Gütern und großen Lagerflächen, sowie bei Instandhaltungsaufgaben zu einer deutlichen Zeiteinsparung, was gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit und Motivation steigern kann.

NEUHEITSGRAD

KickTrike stellt eine Neuentwicklung im Logistikbereich dar. Mit dem Fahrzeug können einige Aufgaben in Lager deutlich effizienter gelöst werden, als es bis jetzt der Fall ist.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Bei dem Testfahrzeug handelt es sich um eine Vorserienversion aus dem Jahr 2014. Eine Serienausführung mit besserer Robustheit und Praxistauglichkeit wird in diesem Jahr kommen. Eine Ladeplattform im vorderen Bereich ermöglicht schnelles und ergonomisches Kommissionieren. Eine Klappvorrichtung ermöglicht ein kompaktes Verstauen des Fahrzeugs. Eine Möglichkeit den Akku schnell und unkompliziert zu wechseln bringt Vorteile bei hoher Auslastung.

IFOY Testbericht:

Das kickTrike ist auf den ersten Blick ein Außenseiter im IFOY-Feld. Bei näherem Hinsehen eröffnen sich jedoch zahlreiche interessante Einsatzmöglichkeiten in der Intralogistik. Prädestiniert ist das Intralogistik-Bike zum Beispiel für die Wartung oder die (Fein-)Verteilung von Komponenten oder Waren. Oder, wie kickTrike es selbst sagt: der kleine Transporter ist 'designed for people, to support dynamic process flow'. Dieses kleine Fahrzeug lässt sich vielleicht am besten als Mischung aus einem eBikes und einen Segway beschreiben. Es lässt sich, nach einen kurzen Gewöhnungsphase beim Lenkverhalten, genauso einfach und intuitiv bedienen. Aus sicherheitstechnischer Sicht ist es ratsam, während der Fahrt immer beide Hände am Lenkrad zu halten.

Auf beiden Seiten des Lenkers ist einen Bremshebel angebracht – einer für die Vorderradbremse und einer für die hintere Bremse. Während der Testfahrt zeigte sich, dass die rechte Bremse alleine ausreichend ist, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Das kickTrike bietet drei Fahrmodi: Eco, Tour und Boost. Die Fahrgeschwindigkeiten reichen von 6 km/h (im Eco-Modus) hoch bis zu 25 km/h (im Boost-Modus). Das Beschleunigungsverhalten ist dem jeweiligen Modus angepasst und reicht von träge im Eco-Modus bis zu sportlich im Boost-Modus. Das Lenkrad ist stufenlos höhenverstellbar. Mit variablen Ladeplattformen können verschiedene Designs realisiert werden. Damit bietet der kickTrike eine flexible Lösung für zahlreiche Einsatzsituationen. Die Gesamtkapazität des Transporters beträgt 170 kg inklusive Fahrer. Die Gewichtsempfehlung für die zu transportieren Ladung beträgt etwa 50 kg.

Der Transporter lässt sich dank der niedrigen Standplattform und der dreirädrigen Konstruktion stabil fahren. In sehr engen Räumen kann das kickTrike wie ein Tretroller gekickt oder auch manuell bewegt werden. Das Fahrzeug wiegt lediglich 49 kg inklusive Akku. Falls gewünscht, kann das kickTrike auch kompakt zusammengeklappt und platzsparend abgestellt werden. Ausgestattet mit einer 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie (1,4 kWh) erreicht das kickTrike nach Herstellerangaben eine Reichweite von 50 km (im Boost-Mode und abhängig von der Temperatur). Kurvenfahrten sind sowohl durch Lenkbewegungen als auch durch Beugen der Knie möglich. Das Gesamtkonzept erzeugt einen spürbaren Fahrspaß. Verbesserungspotenzial birgt nach Ansicht des Test-Teams der Einbau einer elektromotorischen Bremse sowie eines Rückwärtsgangs. Auch könnte die Anfahrgeschwindigkeit etwas stärker sein, um Steigungen besser bewältigen zu können.

IFOY Testfazit:

Der kickTrike ist eine flexible Transportlösung für verschiedene Einsätze. Der kleine Transporter ist intuitiv bedienbar und erhöht absolut den Arbeitsspaß.

Bild: KickTrike

Innovation Check: Routenzug mit automatischer Be- und Entladung, STILL

Still

MARKTRELEVANZ

Routenzüge haben im vergangenen Jahrzehnt für den innerbetrieblichen Materialtransport sehr stark an Bedeutung gewonnen. Sie werden vorwiegend für die Materialversorgung von Arbeitsplätzen in der Montage eingesetzt, wobei die Fördergüter auf rollbaren Ladungsträgern von Hand auf oder in die Wagen (Anhänger) geschoben werden. Kleine Lasten werden ebenfalls manuell auf und abgeladen. In manchen Fällen müssen jedoch auch große und schwere Lasten mit Routenzügen transportiert werden, die nicht händisch auf und abgeladen werden können. Der von STILL entwickelte spezielle Routenzuganhänger mit den seitlich ausfahrbaren Teleskopgabeln erweitert daher das Einsatzspektrum der Routenzüge sinnvoll und erschließt damit ein neues Marktsegment für Routenzüge. Das Marktvolumen dieses Segmentes ist wie für alle Special Vehicle jedoch vergleichsweise klein. Allerdings hat STILL bei dem Schwerlast-Routenzug ein technisches Konzept realisiert, dass durchaus das Potenzial für eine breitere Anwendung auch in anderen Flurförderzeugen besitzt. Dieses ist die Fernbedienung (remote control) von Arbeitsvorgängen. Die Be- und Entladung der Anhänger mit den schweren und großen Ladeeinheiten erfolgt durch den Routenzugfahrer ferngesteuert vom Schlepper aus.

KUNDENNUTZEN

Der Kundennutzen des Schwerlast-Routenzugs ist sehr hoch einzustufen, da das Gerät für die spezifischen Anforderungen eines Kunden entwickelt worden ist. Die fernbediente Lastaufnahme und -abgabe ermöglicht ein sicheres Handling der großen und schweren Transportgüter. Der Fahrer wird hierbei durch die Fischaugenkameras und die Laserpositionierhilfe optimal bei seiner Arbeit unterstützt. Die Substitution der sonst für die Transporte eingesetzten Gegengewichtsstapler durch den Schwerlast-Routenzug bietet ökonomische Vorteile

NEUHEITS- / INNOVATIONSGRAD

Die wesentlichen innovativen Elemente sind die Teleskopgabeln und die Fernbedienung. Teleskopgabeln sind zwar seit langem bekannt, die Verwendung in Routenzuganhängern ist jedoch neu, wenn auch naheliegend. Hervorzuheben ist jedoch die Fernbedienung von Arbeitsfunktionen durch einen räumlich getrennten Bediener, dem durch technische Hilfsmittel die notwendigen Informationen bereitgestellt werden. Bei Kranen wird die Fernbedienung bereits seit langem zur Teilautomatisierung und Entlastung der Bediener von physischen Beanspruchungen eingesetzt; bei Flurförderzeugen ist dies dagegen neu.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Die technische Umsetzung ist gut realisiert. Von der Softwareseite fiel beim Innovation Check eine gewisse Trägheit des Systems auf. Eine genauere Positionierung des Fahrzeugs ist erst nach einer Eingewöhnungsphase möglich und erschwert die Bedienung. Nach der ausreichenden Positionierung erfolgen die Ent- und Beladung automatisch und zuverlässig.

IFOY Testbericht:

Das Lean-Konzept war für Still der Grund, einen Routenzug zu entwickeln, der weiter geht als herkömmliche Konkurrenten. Wo andere Routenzüge oft auf das Handling von Lasten bis etwa 500 kg pro Anhänger begrenzt sind, schafft die Still-Variante sehr große oder schwere Lasten bis zu 2.500 kg oder sogar 6 Metern, auf einem relativ kleinen Gebiet. Das Besondere ist, dass die Mitarbeiter physisch entlastet werden, da das Be- und Entladen der Anhänger vollautomatisch erfolgt. Aus demografischer Sicht und im Hinblick auf ein steigendes Durchschnittsalter bei Logistikbeschäftigten, bietet dieses Konzept offensichtliche Vorteile. Bevor das System optimal genutzt werden kann, ist es erforderlich, die Arbeitsumgebung einmal festzulegen und die verschiedenen Stationen und Strecken anzugeben. Danach arbeitet der Routenzug sehr intuitiv, erfordert aber nichtsdestotrotz einen sehr genauen Fahrstil.

An der Vorderseite des Schleppers wird ein blauer Pfeil auf den Boden projeziert. Seitlich des Anhängers wirft ein Laserliner eine klare, grüne Linie auf dem Boden. Sobald der blaue Pfeil sich einem der markierten Stopps nähert und die grüne Laserlinie genau die Stoppmarke trifft, kann die Last leicht über die Teleskopgabel be- oder entladen werden. Der Vorgang wird von einer Kamera überwacht, die auf dem C-Rahmen montiert ist. Das Kamerabild wird in Echtzeit auf einem großen Touchscreen am Schlepper dargestellt. Werden mehrere Anhänger gleichzeitig eingesetzt, wird jeder einzelne im Split-Screen-Modus dargestellt, so dass alle Arbeitsplätze immer im Fokus sind.

Zum Be- und Entladen der Ladungsträger muss der Fahrer den Schlepper nicht verlassen. Alle Aufträge werden über den Touchscreen eingegeben und durch zusätzliches betätigen des Auslöseknopfs am Schlepper bestätigt. Der Still Routenzug kann bis zu vier Anhänger gleichzeitig transportieren und bietet somit eine hohe Produktivität und Effizienz. Dank des Allradantriebs der Anhänger, ist die Kombination sehr wendig. Weiterhin zeigt sich die Lösung sehr ruhig.

IFOY Testfazit:

Der Still Routenzug mit automatischer Be- und Entladung ist eine erste Stufe zur Vollautomatisierung in der Produktion. Schwere Lasten können leicht von nur einer Person aufgenommen und transportiert werden, ohne dass der Bediener das Fahrzeug verlassen muss. Alter oder Leistung spielen keine Rolle, was in der Praxis Flexibilität bietet.

Bild: Still

 

Kategorie: AGV / Shuttle

  • 2STACK + ID.ADD - Prozessinnovation für automatischen Nachschub, SSI SCHÄFER
  • TORsten, Torwegge

Innovation Check: 2STACK + ID.ADD - Prozessinnovation für automatischen Nachschub, SSI SCHÄFER

ssi
 

MARKTRELEVANZ

Nominiert ist der 2STACK von SSI Schaefer/MoTuM in Verbindung mit dem ID.ADD Prozess von IDENTYTEC. Es handelt sich hier um eine Prozessinnovation im Bereich der Nachschubversorgung mittels FTF. Das Verfahren soll vor allem bei eKanban-Systemen zum Einsatz kommen. Nach der automatischen Bestellauslösung durch die mit taktilen Sensoren ausgestatteten Regale am Montageplatz, befüllt ein Kommissionierer im Supermarkt bzw. am AKL ein Nachschubregal, das mit einem Put-to-Light-System ausgestattet ist. Das FTF nimmt das befüllte Nachschubregal auf und beliefert die Montageplätze. Durch die Hubfunktion des FTF können einzelne Kanäle der Regale im Produktionsbereich zielgenau befüllt werden.

Durch fest eingebaute, einzeln steuerbare Separatoren im Nachschubregal lassen sich einzelne KLT freigeben, die mittels Schwerkraft in das Durchlaufregal im Produktionsbereich zu rollen. Auf diese Weise kann auch Leergut an den Arbeitsplätzen entsorgt werden. Für die verschiedenen Größen der KLT stehen unterschiedliche Nachschubregale bereit. Zudem kann das FTF Paletten o.Ä. aufnehmen und so auch in diesem Bereich eine automatische Ver- und Entsorgung der Arbeitsplätze gewährleisten. Kanban ist ein bewährtes Konzept in der Montage, so dass eine Flexibilisierung und Optimierung der Belieferung durch FTF ein breites Anwenderspektrum anspricht. Die Marktrelevanz dieser Prozessinnovation ist daher sehr gut.

KUNDENUTZEN

Der Kundennutzen besteht in einer deutlich verbesserten Nachschubbelieferung. Abgesehen von der Befüllung der Nachschubregale im Supermarkt kommt das System völlig ohne menschliche Unterstützung aus. Auch dieser Vorgang kann durch die Anbindung eines Automatischen Kleinteilelagers automatisiert werden. Die Nachschubversorgung und die Entsorgung der Leerbehälter erfolgen automatisch. Für KLT (in einem Nachschubregal) und Paletten wird das gleiche Fahrzeug verwendet, so dass ein hoher Nutzungsgrad für das FTF gegeben ist. Im Gegensatz zu den gängigen Routenzügen ist das Fahrzeug in der Lage engere Kurven zu fahren, wodurch Fläche eingespart wird.

Weniger Fläche ist auch durch eine bessere Abstimmung und Bestände nahe dem festgelegten Mindestbestand nötig. Das Put-to-Light-System und die automatische Belieferung der Durchlaufregale reduziert Fehler bei Kommissionierung und Belieferung und minimiert Ausfallzeiten. Allerdings kann das Regal im Vergleich zum Routenzuganhänger nur wenige Behälter aufnehmen. Zudem müssen aufwändige Lokalisierungsverfahren wie die Laserreflexmarkennavigation und sehr stabile Regale eingesetzt werden. Zudem verlangt das System eine genaue Überwachung der Zustände von Behältern, Rollen und Übergabeeinrichtungen. Der Kundennutzen wird deshalb als gut eingeschätzt.

NEUHEITSGRAD

Neu ist die ganzheitliche Abwicklung der Nachschubversorgung mit einem Fahrzeug, das verschiedene Regalaufbauten nutzt. Die Nachschubregale mit Put-to-Light-Systemen besitzen einzeln steuerbare Separatoren, die eine Vereinzelung der KLT und eine nachvollziehbare Abgabe an das Zielregal ermöglichen. Durch die Hubeigenschaft des FTF ist eine gezielte Belieferung von Kanälen möglich, wozu bisherige Systeme am Markt nicht in der Lage sind. Das Nachschubregal ist mit einer Pufferbatterie ausgestattet, die über das FTF geladen wird. Das FTS an sich ist keine Innovation, lediglich kleine Veränderungen (Kontaktstellen zum Laden der Regale) waren notwendig.

Die Nachschubregale mussten ebenfalls nur für den mobilen Einsatz umgebaut werden. Die eigentliche Innovation ist das Zusammenspiel der Komponenten und damit die Möglichkeit eine ganzheitliche Nachschubversorgung zu schaffen, die dabei sehr präzise auch einzelne KLT in bestimmten Kanäle abgeben kann. Der Neuheits-/Innovationsgrad wird daher mit ausgeglichen bewertet.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Die Umsetzung des Systems macht qualitativ einen sehr guten und stabilen Eindruck. Die Zuverlässigkeit der Funktion konnte im Testaufbau nicht im Betrieb nachvollzogen werden.

IFOY Testbericht:
2STACK + ID.ADD ist eine Kombination aus FTS (SSI Schäfer / Motum) und intelligenten, fahrenden Durchlaufregale (IdentyTEC). Beide Komponenten kommunizieren über Radiofrequenz (RF) miteinander sowie mit dem zugehörigen Bestellsystem in der Produktion. Wird eine vordefinierte Mindestmenge in der Produktion unterschritten, erhält das System automatisch ein Nachschubsignal. Es wird ausgelöst und per Funk übermittelt, sobald der letzte Behälter aus dem Regal entnommen wird. Die Notwendigkeit eines Scan-Auftrags in der Produktion entfällt damit. Die Bestelldaten werden an die übergeordnete Software übertragen. Diese leitet die Nachschubaufträge weiter an das FTS. Über einen großen Bildschirm und Put-to-Light-Technologie ist sichtbar, welche SKUs (Stock Keeping Units) an welche Position in der Durchlaufregale gelegt werden müssen.

Die Regale können dabei sehr flexibel eingeteilt werden und gleichzeitig unterschiedliche Behältergrößen und SKUs aufnehmen. Die Reihenfolge der Kästen im Regal orientiert sich an den jeweiligen Bedürfnissen der Produktion. Sobald die Regale gefüllt sind, wird dies über den Touchscreen bestätigt. Diese Bestätigung löst gleichzeitig den Abholauftrag an das FTS aus. Die Kombination aus FTS und fahrendem Regal absolviert ihre Route entlang verschiedener Stationen in der Produktionshalle, und liefert die bestellten Kästen dort vollautomatisch ab. Mitarbeiter müssen dabei nicht mehr Hand anlegen.

Dieses Konzept erfordert einen hohen Grad an Genauigkeit. Aus diesem Grund kommt für die Positionierung Lasertechnologie zum Einsatz. Die Feinpositionierung an der Produktion wird unter anderem mit Sensoren realisiert, wodurch sich die Regale auf den Millimeter genau heben lassen. Die Lösung kann auch für die Rückführung leerer Kästen verwendet werden, womit ein vollautomatischer Zyklus realisiert werden kann. Darüber hinaus bieten die Partner die gleiche Technologie für die Nachschubsteuerung größerer Ladungsträger, wie zum Beispiel Paletten, an. Der Nachschubauftrag wird in diesem Fall ausgelöst, sobald das Gewichts auf der Palette einen vordefinierten Wert unterschreitet.

IFOY Testfazit:

2STACK + ID.ADD ist ein einzigartiges Konzept, das eine vollautomatische Versorgung einer Produktion ermöglicht.

Bild: SSI Schäfer
 

Innovation Check: TORsten, TORWEGGE

Torwegge
 

MARKTRELEVANZ

TORsten ist ein neues Fahrerloses Transportfahrzeug der Firma Torwegge, das sich durch seinen modularen Aufbau und die Fähigkeit zu omnidirektionalen Fahrbewegungen auszeichnet. Beim Blick in das Chassis fällt sofort die klare Einteilung der Funktionsbereiche zu Hub, Fahren und Steuern auf. Die 4 Mecanum-Räder sind federnd gelagert, um den permanenten Kontakt zur Fahrbahn sicherzustellen. Durch die niedrige Bauweise mit einer Höhe von nur 235 mm ist das FTF in der Lage, unterschiedliche Transportplattformen zu unterfahren, anzuheben und zu befördern. Der im Fahrzeug verbaute Hub verspricht eine Tragfähigkeit von 1.200 kg, etwa für Plattformen oder Rollwagen.

Alternativ ist der Einsatz in einer angepassten Ausführung als Zugfahrzeug für Lasten bis zu 7 Tonnen vorgesehen. Die Bedienung kann autonom und manuell per Fernbedienung erfolgen. Im autonomen Betrieb wird ein 2D-Hallenlayout zur Positionsbestimmung und Navigation genutzt. Ein Algorithmus berechnet die bestmögliche Strecke und passt diese bei Hindernissen an. Die Sicherheit der Mitarbeiter im Lager wird durch zwei Laserscanner gewährleistet, die durch zwei weitere Laserscanner ohne Sicherheitszulassung für die Navigation ergänzt werden.

Blei-Kristall Akkumulatoren stellen sicher, dass TORsten mindestens eine Schicht ohne Nachladung genutzt werden kann. Das Laden der Akkus erfolgt induktiv oder über Kontakte. Der modulare Aufbau von TORsten, mit der Möglichkeit verschiedene Transportplattformen für unterschiedliche Ladungsträger zu nutzen, sorgt für ein breites Anwendungsspektrum und damit für eine sehr gute Marktrelevanz.

KUNDENUTZEN

Der Kundennutzen resultiert aus den flexiblen Einsatzmöglichkeiten, bedingt durch die Trennung von FTF und Transportmittel sowie die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Lastträgers. Montageplattformen können von TORsten im entsprechenden Montagebereich abgestellt werden und nach der Montage wieder aufgenommen werden. In der Zwischenzeit können andere (Transport-) Aufgaben erledigt werden. Der omnidirektionale Antrieb erlaubt das Abstellen der Transportplattformen dicht nebeneinander und damit eine hohe Flächennutzung.

Je nach Gestaltung des Lastträgers ist auch eine automatische Übergabe etwa von Paletten möglich. Zudem erhöht die optionale selbstlernende Navigation den Kundennutzen. Durch die Kooperation des Anbieters mit der Firma SEW EURODRIVE ist eine hohe Prozesssicherheit durch gut eingeführte Technologien mit entsprechenden Servicedienstleistungen gewährleistet. Aufgrund der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten mit der autonomen und auf Wunsch selbstlernenden Navigation ist der Kundennutzen als hoch einzustufen.

NEUHEITSGRAD

Der Innovationsgrad der einzelnen Eigenschaften für sich genommen ist nicht so hoch, da sie bereits zuvor am Markt verfügbar waren. Am Markt sind sowohl FTF mit modularem Aufbau, als auch omnidirektional verfahrbare Fahrzeuge und solche mit hoher Tragfähigkeit bzw. Zugkraft vorhanden. Der Neuheitsgrad entsteht jedoch vor allem in der Verbindung der verschiedenen Eigenschaften von TORsten. Zu nennen sind der modulare Aufbau in dem sehr kompakten Fahrzeug, gekoppelt mit der Beweglichkeit in der Fläche (omnidirektionaler Antrieb) und der sehr hohen Tragfähigkeit und Zugkraft..

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Das Fahrzeug zeichnet sich durch die kompakte und robuste Bauweise und die für den operativen Einsatz wichtige Ordnung und Zugänglichkeit der Standardkomponenten im Chassis aus. Auch das Fahrverhalten im Testaufbau zeigt, dass das Fahrzeug den einfachen Kurs zwischen Start- und Zielpunkt des Transportauftrags sicher abfährt. Trotzdem bleibt die hohe Geräuschverursachung durch den Mecanum-Antrieb eine Einschränkung, die beim Einsatz in der Industrie berücksichtigt werden muss.

IFOY Testbericht:

TORsten ist ein innovatives und flexibles FTS-Konzept, das von Torwegge – in enger Zusammenarbeit mit SEW und der RWTH Aachen Universität – entwickelt wurde. Das Konzept arbeitet mit verschiedenen Ladungsträger, die je nach Kundenwunsch mit Regalen oder Behältern ausgestattet sind. TORsten fährt unter die Plattform und bewegt je nach Ausführung Lasten bis zu 7,5 Tonnen und hebt Lasten bis zu 3 Tonnen. Das IFOY Testfahrzeug hatte eine Tragfähigkeit von 1.200 kg. Es navigiert mit Lasersensoren und adaptiver Monte-Carlo-Lokalisierung. Für die Routenplanung wird ein virtuelles „Straßennetz“ ausgerollt.Einzigartig an diesem Konzept ist die Tatsache, dass die Intelligenz vollständig dezentralisiert ist; jedes FTS ist in der Lage, unabhängig den kürzesten Weg über das Straßennetz zu bestimmen und kann abweichen, falls Kollisionen drohen.

Weiterhin wird in schmäleren Passagen oder wenn sich ein Hindernis nähert die Fahrgeschwindigkeit verringert. Zudem kommunizieren die FTS miteinander und können Prioritäten, kürzesten Wege und eine optimale Nutzung berücksichtigen. Dank omnidirektionaler Räder sind die FTS in der Lage, in jede beliebige Richtung zu fahren oder sogar um ihre eigene Achse zu drehen. Die Räder werden einzeln von einem SEW-Antriebsmodul direkt angetrieben, das die Daten an das Navigationssystem überträgt. Die komplette Odometrie ist also in die FTS-Plattform integriert. Sowohl über akustische, als auch optische (LED-)Signale signalisiert das FTS an seine Umgebung, wenn ein Auftrag gestartet oder beendet wird. Einen integriertes Sprachmodul unterstützt zudem Text-to-Speech. Sprachbefehle können so über das System an den Benutzer weitergeleitet werden. Sick-Sicherheitsscanner gewährleisten den sicheren Einsatz.

IFOY Testfazit:

FTS-Konzepte an sich sind nicht neu, aber dank der dezentralen Intelligenz und der Verwendung innovativer Technologien erweitert TORsten die Möglichkeiten für die Automatisierung in der Intralogistik wesentlich.

Bild: Torwegge

 

Kategorie: Special of the Year

  • Indoor Ortung, Jungheinrich
  • Power Plus Life Batterie, Still
  • Innovative Totmanneinrichtung, UniCarriers Europe

 

Innovation Check: Indoor Ortung, JUNGHEINRICH

Jungheinrich

MARKTRELEVANZ

Die Jungheinrich Indoor Ortung nutzt einen bestehenden Ansatz aus dem Consumerbereich. Zur Positionsbestimmung benötigt werden Geräte an den Fahrzeugen (in diesem Fall Smartphones mit Bluetooth-Funktion) und sogenannte Beacons an verschiedenen Stellen im Lager. Die Beacons senden ein Bluetooth-Signal, das vom Smartphone empfangen wird. Aufgrund der Stärke des Signals und der Überlagerung der Signale von Beacons, kann die Position des Smartphones bzw. Fahrzeugs mit einer Genauigkeit bis zu 3 Meter bestimmt werden. Die Daten werden an das System gesendet. Der Aufbau des Systems ist sehr einfach gehalten und damit kostengünstig, zudem ist es anwendbar auf Fahrzeugtypen verschiedener Hersteller. Das System lässt sich auf Hallen verschiedener Größen anwenden und hat mit diesen Eigenschaften insgesamt eine sehr hohe Marktrelevanz.

KUNDENNUTZEN

Angeboten werden vier verschiedene Module, die jeweils einem anderen Zweck dienen. Der Kunde kann selbst wählen, welche Funktionen er benötigt. Dazu gehören der TruckFinder, um Fahrzeuge schnell zu finden, und das ZoneGuard, um die Nutzung bestimmter Fahrzeuge auf festgelegte Zonen zu limitieren. Außerdem der RouteOptimizer, um Bewegungsdaten mittels Heatmaps zu visualisieren und Überlastungen und Kollisionsrisiken zu identifizieren oder durch SpeedZoning, um eine Festlegung von Geschwindigkeitszonen (auch kurzfristig und vorübergehend) zu erreichen. Die Ortung dient also dem Lagermanagement zur Erhebung von Daten, um darauf aufbauend Optimierungsmaßnahmen zu ergreifen. Sinnvoll ist der Einsatz dieses Systems vor allem bei großen Flächen und vielen Fahrzeugen. Durch die verschiedenen Module werden unterschiedliche Anforderungen erfüllt, die vielen Anwendern nutzen können. Der Kundennutzen ist daher mit sehr gut zu bewerten.

NEUHEITSGRAD

Indoor Positionierungssysteme sind grundsätzlich auf dem Markt vorhanden. Meist sind diese aber mit einem hohen Installations- und Kostenaufwand verbunden. Die einfache und kostengünstige Umsetzung von Jungheinrich mit Bluetooth-Beacons und Smartphones stellt daher eine sinnvolle Vereinfachung gegenüber bisherigen Systemen dar. Da das System in vergleichbarer Weise noch nicht breit auf dem Markt vorhanden ist, ist der Innovationsgrad ebenfalls mit gut zu bewerten.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Die Kapselung des Smartphones am Fahrzeug macht einen robusten Eindruck, wenngleich es als auskragendes Anbauteil beim robusten Umgang im Lager immer durch Beschädigungen gefährdet ist. Das System ist mit seinen Bedieneinheiten, sowohl dem Smartphone auf dem FFZ als auch an der Managementkonsole, intuitiv aufgebaut und ist einfach zu bedienen. Insgesamt überzeugt die Umsetzung der bekannten Beacon-Technologie in einem integrierten System als nützliches Hilfsmittel für das Lagermanagement großer FFZ-Flotten.

IFOY Testbericht:

Mit seiner Indoor Ortung bietet Jungheinrich Lagerverantwortlichen über eine Web-Anwendung verschiedene Analysemöglichkeiten für interne Transporte, um so die Flotte zu optimieren und die Sicherheit weiter zu erhöhen. Das Add-on-Produkt ist verfügbar für alle Staplertypen und -marken. Es besteht aus mehreren Komponenten: Auf der Hardwareseite werden Bluetooth-Beacons und industrielle Smartphones verwendet, die mit Hilfe von speziellen Halterungen am Stapler befestigt sind. Die Bluetooth Beacons, die einen Funkteppich über das Lager legen, stehen in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung, zum Beispiel mit speziellen IP-Klassen oder auch für den Einsatz in Ex-Umgebungen. Mit Hilfe des Funkteppichs bestimmen die Smartphones ihren Standort und übertragen ihre Position an die übergeordnete Software. Im Durchschnitt ist ein Bluetooth-Beacon für 30 Quadratmeter ausreichend.

Die Batterie in den aktuellen Beacons garantiert laut Jungheinrich eine durchschnittliche Einsatzdauer von zwei Jahren. Der Batteriewechsel kann vom Nutzer selbst durchgeführt werden. Da Smartphones und Bluetooth-Technologie verwendet werden, ist diese Konzept nicht nur überall einsatzbar, sondern außerdem flexibel, schnell und kostengünstig zu implementieren oder anzupassen, zum Beispiel wenn das Lagerlayout modifiziert wird. Die üblichen Nachteile anderer Technologien, wie etwa hohe Kosten oder Empfindlichkeit für Schmutz entfallen. Dank Bluetooth ist es auch möglich, außerhalb des WLAN-Netzwerks eines Kunden Daten zu übermitteln. Die Notwendigkeit in bestehende Systeme einzugreifen entfallt, was für viele Kunden einen großen Vorteil darstellt. Das System wird durch die Software ständig proaktiv überwacht. Fällt etwa ein Beacon aus oder entstehen Löcher im Funkteppich, wird dies automatisch gemeldet. Die webbasierte Software ist intuitiv und gibt dem Anwender jederzeit den gewünschten Einblick und die Möglichkeit, Anpassungen durch zu führen. Jungheinrich hat hier zunächst vier Einsatzmöglichkeiten identifiziert: TruckFinder, RouteOptimizer, ZoneGuard und SpeedZoning. TruckFinder ist die Basiseinstellung zur ortung der Fahrzeuge.

Mit RouteOptimizer können Fahrwege analysiert, Probleme identifiziert und mögliche Verbesserungen eingeleitet werden. Mit ZoneGuard werden Stapler bestimmten Abteilungen zugewiesen. Sobald ein Stapler seine Zone verlässt erhält der Lagerverantwortliche eine E-Mail. SpeedZoning warnt schließlich, wenn beispielsweise die Geschwindigkeitsbegrenzung überschrittet wird oder Stapler falsch geparkt werden. Eine Warnung erscheint dabei zunächst nur auf dem Smartphone des Fahrers und als E-Mail beim Lagerverantwortlichen, ohne dass in die Steuerung des Staplers eingegriffen wird, um etwa die Geschwindigkeit automatisch zu reduzieren Die Daten können für jeden Stapler, aber auch für die gesamte Flotte dargestellt werden.

IFOY Testfazit:

Sonderausführungen wie der EJQ sind für spezielle Anwendungen entwickelt. Jungheinrich ist es im Sonderfahrzeugbau gelungen, eine Maschine zu produzieren, die dem Kundenwunsch nach absoluter Genauigkeit nachkommt und exakt auf den Millimeter ihre Arbeit erledigt. Geschwindigkeit spielte bei der Aufgabenstellung keine Rolle. Dass die Verwendung bewährter Standardkomponenten im Ganzen mehr ergibt als Summe der Teile zeichnet dieses Gerät aus.

Bild: Jungheinrich

 

Innovation Check: PowerPlusLife Batterie, STILL

Still
 

MARKTRELEVANZ

Die PowerPlusLife Batterie von STILL stellt eine Weiterentwicklung herkömmlicher Blei-Säure-Akkumulatoren dar. Neu an diesem Akku ist das selbstkühlende System, das vor allen bei harten Einsätzen mit hoher Stromentnahme für eine Verbesserung der Eigenschaften sorgt. Die Selbstkühlung reduziert die Temperatur des Akkus um bis zu 20°C während des Betriebs.

Dies führt zu einer höheren Lebensdauer und einer gesteigerten Performance im Betrieb. Da die PowerPlusLife Batterie die gleichen Maße wie herkömmlichen Akkus hat und auch das Gewicht identisch ist, kann sie ohne Umbaumaßnahmen am Fahrzeug eingesetzt werden Trotzdem ist die Marktrelevanz nicht sehr hoch, da sich das Prinzip hauptsächlich auf voluminöse Hochleistungsbatterien – mit schlechter Wärmeableitung aus dem Kernbereich – und hoher Stromentnahme im Dauerbetrieb anwenden lässt.

KUNDENNUTZEN

Laut Herstellerangaben bringt das neue System drei Vorteile. Die längere Laufzeit der Batterie ermöglicht eine Steigerung der Leistung über den Einsatzzeitraum. Außerdem erlauben die höheren Energieabgaben an das Flurförderzeug das Erreichen höherer Geschwindigkeiten, Beschleunigungen und Hubgeschwindigkeiten, die mit herkömmlichen Batterien begrenzt werden müssen, um eine Überhitzung zu vermeiden. Außerdem resultiert aus der aktiven Kühlung, die im Wechselspiel von Entladung und Beladung während der intensiven Nutzung die Temperatur der Batterie konstant unter der Schädigungsschwelle halten kann, eine längere Lebensdauer. Bis zu zwei Jahre kann das System länger genutzt werden als herkömmliche Batterien. Insgesamt bedeutet dies eine deutliche Verbesserung zu herkömmlichen Blei-Säure-Systemen. Kunden können die Akkus länger und bei höherer Leistung als bisher nutzen. Der Kundennutzen, vor allem im Mehrschichtbetrieb, ist daher sehr gut.

NEUHEITSGRAD

Die Idee selbstkühlende Akkus zu nutzen ist nicht neu. Jedoch mangelt es bisher an Umsetzungen für Blei-Säure-Batterien. Vor allem bezogen auf den Markt der Flurförderzeuge stellt diese Entwicklung eine echte Innovation dar. Dementsprechend ist der Innovationsgrad mit gut zu bewerten.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Der Akku ist so konzipiert, dass er problemlos in die Fahrzeuge der Hochleistungsbaureihe von Still eingesetzt werden kann. Diese nutzen bisher die herkömmliche Variante, wobei kein Umbau notwendig ist. Das Volumen für die Kühlung im bekannten Stahltrog für die Batteriezellen wird gewonnen, indem kleinere Batteriezellen eingesetzt werden. Der Verlust an Speicherkapazität wird durch die verbesserten Eigenschaften kompensiert, die durch die Kühlung erreicht werden. In dem freien Volumen wird mit einem elektrischen Ventilator ein Luftstrom zur Kühlung zwischen den Batteriezellen erzeugt.

IFOY Testbericht:
Eigens für den extrem schweren Gabelstaplereinsatz, wie beispielsweise in der Getränkeindustrie oder für den Drei-Schicht Betrieb, entwickelte STILL die PowerPlusLife Batterie. Dieser Akku soll eine Alternative für Unternehmen bieten, die auf Elektrostapler umsteigen wollen, jedoch aufgrund der intensiven Einsatzes bis jetzt immer noch Dieselstapler nutzen. Bei herkömmlichen Blei-Säure-Batterien ist das Risiko erheblich, dass Batterien bei extremen Einsatzsituationen (zu) heiß werden. Die Folge ist, dass die Leistung nachlässt und darüber hinaus die Lebensdauer der Batterie negativ beeinflusst wird. Die PowerPlusLife Batterie beseitigt nach Angaben von Still diese Risiken. Dank eingebauter Kühlmodule soll die Batterie konstant im sicheren Temperaturbereich bleiben.

Die Installation der Kühlmodule ist durch die Verwendung kleinerer Batteriezellen möglich. Über diese Kühlmodule wird Luft angesaugt und durch die Batterie geleitet. Die kontinuierliche Luftzufuhr sorgt dafür, dass die Temperatur in der Batterie nicht über 50 Grad Celsius steigt. Da die Lebensdauer einer Batterie maßgeblich von ihrer mittleren Betriebstemperatur mitbestimmt wird, verlängert die konstante Kühlung der PowerPlusLife Batterie auch die Lebensdauer der Batterie. Während des IFOY Tests konnte dies nicht nachgemessen werden, aber nach Angaben des Herstellers sei der Gewinn deutlich: Wo eine herkömmliche Blei-Säure-Batterie unter extremen Bedingungen eine Durchschnittstemperatur von 50 Grad Celsius erreicht, liegt die durchschnittliche Temperatur der PowerPlusLife Batterie lediglich bei 30 Grad Celsius. Die Lebensdauer der Batterie verlängert sich damit lau Still von drei auf fünf Jahre.

Die Vorteile für den Anwender liegen auf der Hand: Dank der längeren Lebensdauer und des sicheren Temperaturbereichs sind weniger oder sogar keine Ersatzbatterien und somit geringere Investition erforderlich. Darüber hinaus sinkt der Flächenbedarf für die Lagerung von Ersatzbatterien automatisch. Da die PowerPlusLife Batterie speziell für den extremen Einsatz entwickelt wurde, ist die Batterie lediglich in 1.085 Ah/80 V Version erhältlich. Im Hinblick auf die Leistung ist laut Still eine deutliche Steigerung gegenüber einer regulären Batterie möglich. So sind bei Hubgeschwindigkeit und Beschleunigung Leistungssteigerungen von 25 Prozent möglich. Beim 8-Tonnen-Elektrostapler RX 60-80 is eine Erhöhung der maximalen Fahrgeschwindigkeit um 18 Prozent von 17 km/h auf 20 km/h erzielbar.

IFOY Testfazit:

Batterien für schwere und extreme Einsätze müssen gekühlt werden, um Lebensdauer und Leistung zu gewährleisten. Mit der PowerPlusLife Batterie bietet Still eine praktikable Lösung.


Bild: Still

 

 

Innovation Check: Ergonomische Totmannalternative Driver Presence Sensor (DPS), UNICARRIERS

UniCarrys
 

MARKTRELEVANZ

Der Ergonomische Totmannschalter DPS von UniCarriers Europe ist eine Alternative zu bisher verwendeten Totmannschaltern an Flurförderzeugen. Wenn Totmannschalter nicht mit einer anderen Einrichtung verbunden sind (beispielsweise als Kontaktschalter unter dem Sitz, der auf Gewicht reagiert), müssen die Bediener der Fahrzeuge häufig einen separaten Schalter, zum Beispiel mit dem Fuß, betätigen. Auch wenn dazu kein hoher Druck notwendig ist, üben die Bediener der Fahrzeuge häufig einen zu hohen Druck aus, so dass der entsprechende Fuß bzw. das Bein schneller ermüdet oder sogar schmerzt.

UniCarriers hat daher eine Alternative entwickelt, bei der eine Kontaktplatte in den Boden der Arbeitsbühne eingelassen ist. Nach der Kalibrierung genügt es, wenn der Mitarbeiter auf dieser Platte steht. Er hat dadurch erheblich mehr Bewegungsfreiheit als bei der starren Variante und muss nicht bewusst einen Schalter betätigen. Auch ein Richtungswechsel ist mit dieser Variante problemlos möglich. Die Variante von UniCarriers könnte bei allen Flurförderzeugen mit Totmannschalter zum Einsatz kommen, bei denen der Fahrer im Stehen operiert. Die Marktrelevanz ist vorhanden und mit gut zu bewerten.

KUNDENNUTZEN

Der Kundennutzen besteht darin, dass den Mitarbeitern eine ergonomische Variante zur Verfügung gestellt wird. Mitarbeiter werden gleichmäßiger beansprucht bzw. haben nicht mehr das Gefühl aktiv einen Schalter betätigen zu müssen und wenden nicht unbewusst Kraft auf. Insgesamt ist der versprochene Kundennutzen als gut zu bewerten.

NEUHEITSGRAD

Totmannschalter sind eine wesentliche Sicherheitseinrichtung in verschiedenen Bereichen. Die Ausprägungen sind bereits vielfältig und in vielen Fällen auch ergonomisch (Beispiel: Kontaktschalter im Sitz). Der Einsatz eines Bodensensors stellt jedoch keine Neuheit dar und ist in anderen Fahrzeugen im Teilnehmerfeld ohne besondere Nennung auch vorhanden. Der Innovationsgrad wird deshalb als geringfügig eingeschätzt.

FUNKTIONALITÄT / ART DER UMSETZUNG

Die Funktion ist scheinbar wie beschrieben umgesetzt, müsste jedoch für eine zuverlässige Funktion passend kalibriert werden, um die Funktionalität zu beurteilen. Die Möglichkeit war im Rahmen des Innovation-Check nicht gegeben.

IFOY Testbericht:

Bei der Entwicklung der neuen Kommissionierer hat UniCarriers sich zum Ziel gesetzt, die für den Totmannschalter vorgeschriebenen Sicherheitsfunktionen so umzusetzen, dass sich für die Bediener weder unnatürliche noch unbequeme Haltungen ergeben. Dies führte zur Entwicklung ergonomischen Totmannalternative DPS (Driver Presence Sensors). Der hohe Standardisierungsgrad der Teile verbessert deren Verfügbarkeit und macht außerdem Verarbeitung in mehreren Staplertypen möglich. Die verwendeten Sensoren decken die gesamte Bodenplatte ab und bieten so eine effiziente und komfortable Methode, alle Sicherheitsvorgaben einzuhalten. Die weiche, federnde Bodenplatte, die mit einer dicken Gummiflurmatte ausgelegt ist, bietet einen bequemen Arbeitsplatz.

Die Bodensensoren erkennen am Gewicht, ob ein Bediener anwesend ist. Sobald der Operator den Stapler betritt, dann wird die Vorrichtung aktiviert. Verlässt der Bediener den Bodensensor, schaltet sich der Stapler ab. Aus Sicherheitsgründen muss die Vorrichtung täglich kalibriert werden. Dazu muss der Bediener einmal den Bodenbereich verlassen und anschließend wieder betreten. Der Stapler erkennt dies und kalibriert sich. Die bequeme Position des Kommissionierers kann eine höhere Performance zur Folge haben. Allerdings stellt sich die Frage, ob Fahrer in der Praxis tatsächlich zusätzlichen Druck auf konventionelle Totmannschalter ausüben. In Bezug auf Struktur und Funktionalität ähnelt der DPS zudem bereits existierenden Lösungen, wie sie zum Beispiel bei Low-Level Kommissionierstaplern anderer Marken eingesetzt werden. Das der DPS stets aktiv ist, kann sich der Operator unabhängig von seiner Fußposition frei bewegen, was in jedem Fall ein angenehmes Gefühl vermittelt.

IFOY Testfazit:

Der Driver Presence Sensor (DPS) als ergonomische Totmannalternative lässt sich von nahezu jeder Position aktivieren, ohne die Bewegungsfreiheit des Bedieners einzuschränken. Dank der dicken Gummimatte fühlt sich die Plattform bequem an.

Bild: UniCarriers

 

Sieger 2017

  • Kategorie: Warehouse Truck (Lagertechnikgeräte)
  • Kategorie: Special Vehicle
  • Kategorie: AGV / Shuttle
  • Kategorie: Special of the Year



Kategorie: Warehouse Truck (Lagertechnikgeräte)


iGo neo CX 20, Still (Elektro)
Still

Aus der Jury-Begründung:
Ausschlaggebend für die Entscheidung war das Gesamtpaket des „europäischen Chinesen“ in Kombination mit dem Mehrwert der Batterietechnologie. „Er muss die Konkurrenz mit europäischen Marken nicht scheuen“, heißt es in der Jury-Begründung. „Darüber hinaus löst der Gewinner eines der größten Probleme von Elektrostaplern: Seine Eisenphosphat-Batterie ist herausragend schnell, beliebig oft und ohne Memory-Effekt wieder aufladbar und ermöglicht damit problemlos einen Dreischicht-Betrieb“, urteilt die Jury. Es genügt, den Stapler in der Pause aufzuladen. Auch der wissenschaftliche IFOY Innovation Check stuft die Marktrelevanz, Kundennutzen, Innovationsgrad und Art der Umsetzung des ECB18C als sehr hoch ein.


IFOY-Testergebnis:
Der IFOY Test attestiert dem iGo neo spektakuläre Einsparungen im Vergleich zu konventionellen Kommissionieren. Er ist in allen Test-Layouts effizienter und produktiver, sobald das Mitlaufprinzip genutzt wird. Das Test-Team erreichte ein Plus bis zu 47 Prozent. Dank der Dynamik mit der sich das Gerät zeitgleich zum Bediener bewegt, können die Vorteile voll ausgeschöpft werden. Der einschränkende Faktor ist erstmals nicht mehr der Stapler und seine Bedienung, sondern die Geschwindigkeit des Gehens. Die wichtigsten Innovationen des iGo neo stecken in seiner Intelligenz.

Die lasergestützte Umgebungserkennung verleiht ihm kognitive Fähigkeiten, die zusammen mit der intelligenten Fahrzeugsteuerung das selbstständige Folgen des Bedieners ermöglicht. Sowohl das Bedienkonzept als auch die eingesetzte Sensor- und Steuerungstechnologie sind hoch innovativ, urteilt der wissenschaftliche Innovation Check. Der iGo neo kann wahlweise manuell oder ohne Voreinstellung, Infrastruktur oder externe Fernsteuerung autonom genutzt werden. Dann unterscheidet der Truck zwischen statischen und dynamischen Objekten sowie Personen und erkennt die Absichten seines Bedieners an dessen Bewegungen. In Zukunft wäre eine Steuerung des Fahrzeugs über Gestenerkennung mithilfe moderner Robotik denkbar.

Die 180 Grad-Panoramaerkennung des frontseitigen Laserscanners ermöglicht das Einschätzen von Hindernissen und damit ein vorausschauendes Fahren mit einem angepassten Fahrverhalten. Beschädigungen durch spontane Vollbremsungen gehören damit der Vergangenheit an. Eine Optical Signal Unit signalisiert zudem mit einer Art visuellem Pulsschlag sowie eines einfachen Lichtcodes den jeweils aktuellen Arbeitsmodus. Dieses nonverbale User Interface macht den Kommissionierer über Sprach-, Kultur- und Altersgrenzen hinweg einsatzbar.

Bild: Still


Kategorie: Special Vehicle


Routenzug mit automatischer Be- und Entladung, Still
Still2
 

Aus der Jury-Begründung:

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury war der hohe Kundennutzen in Kombination mit einem neuen Marktpotenzial. „Der von Still als Individuallösung entwickelte Routenzuganhänger mit den seitlich ausfahrbaren Teleskopgabeln ist ein praktikabler Schritt zur Vollautomatisierung in der Produktion. Er erweitert das Einsatzspektrum von Routenzügen sinnvoll und erschließt damit ein neues Marktsegment“, heißt es in der Begründung. Auch der IFOY Test attestiert, der dem Schwerlastroutenzug offensichtliche Vorteile im Hinblick auf das steigende Durchschnittsalter bei Logistikbeschäftigten, da die körperliche Leistungsfähigkeit des Operators keine Rolle mehr spielt.

IFOY-Testergebnis:

Die von Still implementierten Lift Runner-Systeme bestehen aus einem Zugfahrzeug vom Typ LTX, den Lift Runner-Rahmen und Trolleys. Beim Standard-Routenzugeinsatz wird die Ladung manuell auf Trolleys in die Lift Runner-Rahmen ein- oder aufgeschoben. Um das Be-und Entladen eines Routenzuges mit überdimensionierten Ladungsträgern zu ermöglichen, wurden die C-Rahmen erstmalig mit zwei elektrisch angesteuerten, zweifach teleskopierbaren Gabelpaaren mit bis zu 1.000 kg Tragkraft ausgestattet und damit der Be-und Entladeprozess des Routenzuges automatisiert. Der Routenzugfahrer steuert die beweglichen Gabeln über ein Fahrzeugterminal mit Touchscreen vom Fahrerarbeitsplatz aus.

Eine über dem Rahmen installierte Fischaugenkamera ermöglicht eine 360-Grad-Sicht über die Anhänger sowie die Be-und Entladeplätze und projiziert ein Livebild auf das Fahrzeugterminal. Darüber hinaus werden dem Fahrer über das Terminal sinnvolle Aktionsoptionen angezeigt. An belegten Entladeplätzen kann er nur Ladungsträger aufnehmen, an freien Plätzen kann er nur Ladung abgeben. Zusätzlich installierte Laser-Positionierhilfen ermöglichen einen exakten Stopp des Zugfahrzeugs, um die Ladungsträger präzise zu platzieren.

Bild: Still



Kategorie: AGV / Shuttle


TORsten, Torwegge
Torweggen
 

Aus der Jury-Begründung:

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury waren neben der hohen Qualität der technischen Komponenten die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. „Durch seine dezentrale Intelligenz und der Verwendung innovativer Technologien erweitert TORsten die Möglichkeiten für die Automatisierung in der Intralogistik wesentlich“, stellt der IFOY Test fest. Der IFOY Innovation Check attestiert dem Konzept durch die Trennung von FTF und Transportmittel sowie den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Lastträgers einen hohen Kundenutzen und eine exzellente Marktrelevanz.


IFOY-Testergebnis:

TORsten ist ein flexibles FTS-Konzept, das von Torwegge – in enger Zusammenarbeit mit SEW und der RWTH Aachen Universität – entwickelt wurde. Es arbeitet mit verschiedenen Ladungsträgern, die je nach Kundenwunsch mit passenden Regalen oder Behältern ausgestattet sind. TORsten fährt unter die Plattform und bewegt dabei Lasten bis zu 7,5 Tonnen und hebt Behälter bis zu drei Tonnen. Je nach Gestaltung des Lastträgers ist auch eine automatische Übergabe von Paletten möglich. Das auffälligste Merkmal von TORsten ist das omnidirektionale Antriebskonzept aus dem Hause SEW Eurodrive. Es ermöglicht nicht nur in jede Richtung zu fahren und die Bewegung auf engstem Raum, sondern auch Drehungen um die eigene Achse. So kann der Monteur beispielsweise das Bauteil rotieren lassen, anstatt sich selbst um das Element herum zu bewegen. Eine weitere Innovation ist die autonome Navigation im Raum.

Die Software wurde in Kooperation mit der RWTH Aachen entwickelt und basiert auf der Adaptiven Monte-Carlo-Lokalisierung. Diese ist robust und gewährleistet neben einer präzisen Positionsbestimmung in Echtzeit auch eine flexible Routenführung sowie lokale Kollisionsvermeidung. Das Fahrzeug erkennt dynamische Hindernisse und sucht selbstständig und in Echtzeit die kürzeste Alternativroute. Die Routenplanung erfolgt dabei auf Grundlage eines 2D-Layouts der Umgebung, das entweder über eine grafische Softwareschnittstelle eingespielt oder von TORsten selbstständig erlernt werden kann. Dadurch sind auch bei Veränderungen der Umgebung durch Umstrukturierungen oder Umzüge keine zusätzlichen Baumaßnamen erforderlich, wie es beispielsweise bei induktionsschleifengeführten Fahrzeugen der Fall ist.

Zudem kommunizieren die FTS miteinander und können Prioritäten, kürzeste Wege und eine optimale Nutzung berücksichtigen. Sowohl über akustische, als auch optische (LED-)Signale signalisiert das FTS an seine Umgebung, wenn ein Auftrag gestartet oder beendet wird. Ein integriertes Sprachmodul unterstützt zudem Text-to-Speech. Sprachbefehle können so über das System an den Benutzer weitergeleitet werden. Sick-Sicherheitsscanner gewährleisten einen sicheren Einsatz. Blei-Kristall Akkumulatoren stellen sicher, dass TORsten mindestens eine Schicht ohne Nachladung genutzt werden kann. Das Laden der Akkus erfolgt induktiv oder über Kontakte.

Bild: Torwegge



Kategorie: Special of the Year


Indoor Ortung, Jungheinrich
Jungheinrichs
 

Aus der Jury-Begründung:

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury waren der ausgezeichnete Kundenutzen und Marktrelevanz. „Der Kundennutzen der Indoor Ortung ist vielfältig und reicht von der Steigerung der Transparenz bis hin zur Erhöhung der Produktivität der Fahrzeugflotte. Da Smartphones und Bluetooth-Technologie verwendet werden, ist diese Konzept nicht nur für Fahrzeugtypen verschiedener Hersteller anwendbar, sondern außerdem flexibel, schnell und kostengünstig zu implementieren oder anzupassen. Die üblichen Nachteile anderer Technologien, wie etwa hohe Kosten oder Empfindlichkeit für Schmutz entfallen“, heißt es in der Jury-Begründung.

IFOY-Testergebnis:

Die Jungheinrich Indoor Ortung nutzt einen bestehenden Ansatz aus dem Consumerbereich. Jeder Stapler ist mit einem Smartphone ausgestattet, das in Verbindung mit mehreren im gesamten Lager installierten Beacons die jeweilige Position des Staplers errechnet und die Daten an einen Server übermittelt. Über eine App können jederzeit die Position des Fahrzeugs und vielfältige darauf basierende Auswertungen eingesehen werden. Sowohl live als auch rückblickend lassen sich positionsbasierte Berichte und Analysen aller Staplerbewegungen erstellen.

Die webbasierte Software ist intuitiv und gibt dem Anwender den gewünschten Einblick und die Möglichkeit, Anpassungen durch zu führen. Vier Einsatzmöglichkeiten stehen zur Wahl: TruckFinder, RouteOptimizer, ZoneGuard und SpeedZoning. TruckFinder ist die Basiseinstellung zur Ortung der Fahrzeuge. Mit RouteOptimizer können Fahrwege analysiert, Probleme identifiziert und mögliche Verbesserungen eingeleitet werden. Mit ZoneGuard werden Stapler bestimmten Abteilungen zugewiesen. Sobald ein Stapler seine Zone verlässt erhält der Lagerverantwortliche eine E-Mail. SpeedZoning warnt schließlich, wenn beispielsweise die Geschwindigkeitsbegrenzung überschrittet wird oder Stapler falsch geparkt werden. Eine Warnung erscheint dabei zunächst nur auf dem Smartphone des Fahrers und als E-Mail beim Lagerverantwortlichen, ohne dass in die Steuerung des Staplers eingegriffen wird, um etwa die Geschwindigkeit automatisch zu reduzieren.

Bild: Jungheinrich

Event

Der IFOY AWARD (International  Intralogistics and Forklift Truck of the Year Award) dokumentiert die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Intralogistikbranche und will zur Wettbewerbsfähigkeit und zur Imageverbesserung der gesamten Branche in der Öffentlichkeit beitragen.

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