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Zukunftskongress Logistik 2019: Die Digitalisierung stellt alles auf den Kopf

Fraunhofer IML-Leiter ten Hompel zeichnet in Dortmund das Bild der „Silicon Economy“.

KI und Machine Learning: Wie Fraunhofer IML-Leiter Prof. Dr. Dr. h.c. Michael ten Hompel zum Auftakt des Zukunftkongresses 2019 in Dortmund deutlich machte, werde in der Logistik gerade der Schalter umgelegt. (Foto: Fraunhofer IML)
KI und Machine Learning: Wie Fraunhofer IML-Leiter Prof. Dr. Dr. h.c. Michael ten Hompel zum Auftakt des Zukunftkongresses 2019 in Dortmund deutlich machte, werde in der Logistik gerade der Schalter umgelegt. (Foto: Fraunhofer IML)
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Matthias Pieringer

„Durch die Digitalisierung von allem und die Künstliche Intelligenz in allem wird sich alles für alle ändern.“ Mit diesen Worten hat Prof. Dr. Dr. h.c. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, am 17. September den „Zukunftskongress Logistik – 37. Dortmunder Gespräche“ eröffnet.

Von Plattformen, Blockchains, KI und cyberphysischen Systemen

In seiner Keynote in den Dortmunder Westfalenhallen zeichnete der Wissenschaftler das Bild der „Silicon Economy“. Ten Hompels Botschaft an die Logistik-Gemeinde: Neue KI-Umgebungen und Assistenzsysteme werden schrittweise Einzug halten und die Logistik effizienter machen. Verteilte künstliche Intelligenzen würden verhandeln, disponieren, Bestände optimieren, Warenströme simulieren und Güter per Kamera analysieren, erläuterte der Logistikforscher. In diesem Zuge entstehen nach seinen Worten zudem offene, föderale Plattformen und Datenräume: Das Ergebnis sei die „Silicon Economy“, ein Silicon Valley des B2B-Wettbewerbs. In der Silicon Economy, so die Vision, spielen Plattformen, Blockchains, künstliche Intelligenz und Schwärme cyberphysischer Systeme zusammen.

„Die Potenziale für den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Logistik sind enorm und die Logistik wird die erste Branche sein, in der sich KI-Verfahren massenhaft durchsetzen werden. Gerade deshalb muss im Logistikland Deutschland viel mehr in Ideen und neue Geschäftsmodelle investiert werden, die auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz beruhen“, appellierte ten Hompel.

Wer die Logistikketten steuert, steuert auch die Wirtschaft

Deutschland sei laut einer Weltbank-Studie „Logistikweltmeister“. Dennoch seien die Chancen im Privatkundengeschäft bereits vertan, da Plattformen wie Amazon, Uber oder Alibaba längst gesamtwirtschaftliche Geschäftsprozesse übernommen hätten. Im B2B-Bereich werde die Marktführerschaft jedoch gerade erst entschieden. „Gewinnen werden digitale Plattformen und KI-Algorithmen, die die gesamte Logistik und damit wesentliche Teile der Wirtschaft durchdringen. Denn wer die Logistikketten der Welt steuert, der steuert auch die Wirtschaft der Welt“, sagte ten Hompel.

Silicon Economy – KI als Treiber neuer Geschäftsmodelle

Das zweitägige Expertentreffen „Zukunftskongress Logistik – 37. Dortmunder Gespräche“ mit etwa 500 Teilnehmern steht in diesem Jahr unter dem Motto „Silicon Economy – Künstliche Intelligenz als Treiber neuer Geschäftsmodelle“. Der Kongress wird gemeinsam vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und dem Digital Hub Logistics veranstaltet.

Am ersten Kongresstag erwartete die Teilnehmer zudem – neben einem Vortrag von Prof. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen – eine Vortragsreihe namhafter Wirtschaftsvertreter: mit Schenker, MunichRe, Uber und Mars. Des weiteren präsentierten am Nachmittag des ersten Kongresstages acht Start-ups in einem Pitch-Wettbewerb ihre Geschäftsmodelle.

Innovationen in die Logistik bringen

Im Fraunhofer-Symposium „Silicon Economy“ am zweiten Kongresstag erklären Referenten in fünf parallel stattfindenden Sequenzen, wie sie in ihren Unternehmen Innovationen in die Praxis umsetzen. Vom maschinellen Lernen über die digitalisierte Welt der Ladungsträger bis zur Krankenhauslogistik diskutieren die Teilnehmer zentrale Fragen, die die Branche laut Fraunhofer IML jetzt und in Zukunft beschäftigen. Darüber hinaus bietet am zweiten Kongresstag die „Digital Sandbox“ den Kongressteilnehmern wieder die Gelegenheit, an zahlreichen Demonstratoren neue Technologien auszuprobieren.

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