Zukunftsfabrik: Probat siedelt die Logistik in der Produktionshalle an

Die sogenannte Zukunftsfabrik von Probat, einem Hersteller von Kaffeeröstmaschinen und -anlagen, kann in Betrieb gehen. Der Fabrikplaner Dr. Schönheit + Partner übergab das Objekt in Emmerich an den Bauherrn.

Der Hersteller von Kaffeeröstmaschinen und -anlagen Probat hat in Emmerich seine Produktions- und Logistikhallen umbauen lassen. (Bild: Dr. Schönheit + Partner)
Der Hersteller von Kaffeeröstmaschinen und -anlagen Probat hat in Emmerich seine Produktions- und Logistikhallen umbauen lassen. (Bild: Dr. Schönheit + Partner)
Gunnar Knüpffer

Nach mehr als zwei Jahren Gesamtbauzeit des Neubaus und der Umgestaltung der Produktions- und Logistikhallen ist die Zukunftsfabrik der Probat AG am Standort Emmerich fertiggestellt. Der 4.900 Quadratmeter große Neubau sowie der Umbau der 13.000 Quadratmeter großen Bestandsfläche basieren auf einem Fabrikkonzept von Dr. Schönheit + Partner Consulting Engineering (S + P), hieß es in einer Presseaussendung der Beratungs- und Planungsgesellschaft vom 3. November. Die hauseigenen Spezialisten aus den Bereichen Fabrikplanung, Architektur und Projektsteuerung hatten dieses Konzept für den Hersteller von Kaffeeröstmaschinen und -anlagen erarbeitetet und anschließend umgesetzt.

Die Fertigstellung der Zukunftsfabrik erfolgte laut S + P mehr als zwei Wochen vor dem geplanten Endtermin und unterschritt das festgesetzte Investitionsvolumen von insgesamt 40 Millionen Euro deutlich.

Die neue Fertigungshalle hat bodentiefe Fenster. Vollverglaste Tore und Dachlichtbänder sollen für hohe Transparenz und natürliches Licht innerhalb der Halle sorgen, zusätzlich zu der installierten LED-Beleuchtung. Auch die in die Halle integrierte produktionsnahe Verwaltung ist mit bodentiefen Fenstern ausgestattet, um eine Verbindung zwischen der Administration in der ersten Etage und der ebenerdigen Produktion herzustellen. Die Prozessplanung sieht die Logistik und das Kleinteilelager im Herzen der Produktionshalle vor. So sollen kurze Wege zu den verschiedenen Fertigungsbereichen sichergestellt werden. Um eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, gibt es unter anderem spezielle Schallschutzmaßnahmen. Auch sollen die Wege, die am Ende immer einen Blick nach außen gewähren, zu dieser Atmosphäre beitragen.

Zukunftsfabrik wurde von innen nach außen gestaltet

Zusätzlich zu der neu gebauten Produktionshalle begannen im August 2021 die Umbaumaßnahmen an den angrenzenden Bestandsgebäuden für Produktion und Logistik: Die komplette Medienversorgung und die Böden wurden erneuert sowie die Fassade mit neu eingebrachten Fenstern ausgestattet. Der Umbau der 13.000 Quadratmeter großen Bestandsfläche geschah im laufenden Produktionsbetrieb.

„Mit dem Bau unserer Fabrik Probat Go haben wir neue Wege beschritten“, sagte Wim Abbing, President & CEO von Probat. „Unser Fabrikplaner hat die Zukunftsfabrik von innen nach außen gestaltet, bevor seine Architekten mit dem Fabrikdesign begannen. Es ist eine Fabrik entstanden, die uns auf die industrielle Zukunft wettbewerbsfähig, ökologisch und wandlungsfähig vorbereitet.“

Dass ihre Fabrik darüber hinaus vor Termin fertig sei und unter dem freigegebenen Budget realisiert worden sei, spreche für den Erfolg dieses Projektes, für das sie Dr. Schönheit + Partner, aber auch dem Generalunternehmer Schmeing Holding GmbH ihren großen Dank aussprechen.

„Unser Ziel war es, den Neubau und die Revitalisierung im Bestandsbau als geschlossenes Ganzes zu entwickeln, mit höchsten Ansprüchen an eine industrielle, ökonomische wie ökologische Produktion“, sagte Dr. Martin Schönheit, geschäftsführender Gesellschafter, Dr. Schönheit + Partner Consulting Engineering.

Die Zukunftsfabrik biete nun mit einer klaren Gliederung, hoher Flexibilität und verbessertem Klima-Fußabdruck alle Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit als deutscher Anlagenbauer auf dem Weltmarkt.

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