Zentrallager: Körber erhöht mit Shuttlefahrzeugen die Kapazität im Lager von Binder

Der Verbindungstechnikspezialist Binder hat Körber mit der Realisierung eines neuen Zentrallagers in Neckarsulm beauftragt. Mit dem neuen Lager ist eine moderne Logistikanlage mit einem hohen Automatisierungsgrad entstanden.

Körber hat für Binder ein neues Zentrallager in Neckarsulm errichtet. (Bild: Binder)
Körber hat für Binder ein neues Zentrallager in Neckarsulm errichtet. (Bild: Binder)
Gunnar Knüpffer

Am Hauptsitz in Neckarsulm errichtet der Verbindungstechnikspezialist Binder in zwei Bauphasen ein zukunftsweisendes Werk mit Produktion, Logistik, Büros und Sozialräumen. Zum Ende des ersten Bauabschnitts konnte die Produktion und der neue Logistikbereich mit Hochregallager für Paletten und Kleinteilelager für Paletten sowie umfangreicher Fördertechnik planmäßig in Betrieb genommen werden.

Das neue Zentrallager für Paletten und Kleinteile vereint die vormals baulich und räumlich getrennten Versand- und Teileläger und wird direkt an die in der nächsten Bauphase schrittweise ebenfalls zusammengeführten bisherigen drei Werke angebunden.

„Durch die Konzentration der Läger und Warenströme wird die Komplexität der Supply Chain am Standort signifikant reduziert“, so Dirk Hejnal, CEO beim Körber-Geschäftsfeld Supply Chain. „In Kombination mit dem Konzept einer mitwachsenden Anlagentechnik ist dadurch künftig ein Höchstmaß an Flexibilität gegeben.“

Als Generalunternehmer realisierte Körber im Schulterschluss mit dem Generalplaner TKS Unternehmensberatung und Industrieplanung aus Esslingen das moderne Logistikzentrum. Dieses besteht aus einem automatischen Palettenlager (APL) mit doppeltiefer Lagerung und einer Kapazität von rund 1.500 Stellplätzen sowie einem 4-fach tiefem Shuttlelager für Behälter mit rund 45.000 Behälterplätzen in drei Gassen und 58 Ebenen.

Die Ein- und Auslagerung der Paletten im APL erfolgt über ein vollautomatisches Regalbediengerät und einer Leistung von 35 Doppelspielen pro Stunde. Im Shuttlelager kommen pro Gasse vier besonders dynamische Shuttlefahrzeuge zum Einsatz, die eine Leistung von 450 Doppelspielen pro Stunde erbringen, eine Verdreifachung der Kapazität.

„Über die Zahl der Shuttlefahrzeuge kann die Leistung der Anlage mit dem perspektivisch weiter zunehmenden Bedarf wachsen“, so Andreas Ebert, CEO Automation, Körber-Geschäftsfeld Supply Chain, zu dem Konzept des Shuttlelagers.

Die Optimierung innerhalb des Shuttlelagers erfolgt über individualisierte Prozess-Management-Systeme von Körber und ist in das übergeordnete SAP EWM/MFS integriert. Neben der funktionalen Abdeckung der vielfältigen Prozesse legte Binder großen Wert auf eine intuitive Benutzeroberfläche. Körber nutze hierfür mit SAP UI5 moderne Technologie der SAP. Das Ergebnis ist laut dem Automatisierer ein „einziges, einfach zu handhabendes, schlankes Logistiksystem mit hohem Durchsatz und Kapazität“.