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Zentralisierung: Metro Group setzt auf Radikalumbau der Logistik

Handelsunternehmen investiert hohen zweistelligen Millionenbetrag.
Die Metro Group setzt in ihrer Logistik auf einen Rundumschlag. (Foto: Metro)
Die Metro Group setzt in ihrer Logistik auf einen Rundumschlag. (Foto: Metro)
Nadine Bradl

Die Metro-Group-Vertriebslinien Metro Cash & Carry und Real werden eine neue Logistikinfrastruktur erhalten: Dafür wird der Düsseldorfer Handelskonzern in Deutschland einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in ein neues bundesweites Logistiknetzwerk investieren. Das teilte die Metro AG am 18. September 2015 mit.

Jährliche Einsparung: Ein zweistelliger Millionenbetrag

Vier moderne Logistikzentren, eine stärkere Zentralisierung der Warenströme sowie Anpassungen an bestehenden Standorten sollen laut dem Unternehmen die Warenverfügbarkeit, Produktqualität und -frische für die Vertriebslinien deutlich erhöhen. Ein weiteres Ziel der neuen Struktur sei, neue strategische Geschäftsfelder der Vertriebslinien wie die Belieferung zu stärken. Durch die mit der Neuorganisation verbundenen Effizienzsteigerung wird künftig nach Firmenangaben jährlich ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag eingespart.

Von sieben auf vier Lager

Dazu werde zwischen Mitte 2017 und Mitte 2018 an sieben bisherigen Lagerstandorten der Metro-Gesellschaft Metro Logistics der Betrieb schrittweise eingestellt. Konkret betrifft das die Lager in Unna, Kamen, Essen, Frechen, Bingen, Gimbsheim und Gernsheim. Auch Teile des aktuell in Reichenbach, Altlandsberg und Bremen bearbeiteten Sortiments werden künftig über die neuen, noch zu bauenden Standorte abgewickelt. Der bestehende Lagerstandort Hamm soll zudem erweitert werden.

Alte Standorte sind überholt

Grund für den Radikalumbau sei, dass das bisherige Lagernetzwerk der Metro Logistics hinsichtlich Lage und baulicher Infrastruktur vielfach überholt sei. Die drei neuen Logistikimmobilien sollen hingegen geo-optimal gelegen sein, um die Transportwege für die Belieferung der Märkte zu optimieren. Diese Lage ist laut Metro im jeweiligen Großraum rund um Velbert, Witten und Worms gegeben.

Ausrichtung auf neue Geschäftsfelder

Mark Frese, Finanzvorstand der Metro AG, gibt die Richtung vor: Künftig wird sich die Logistik „viel stärker an den neuen strategischen Geschäftsfeldern von Metro Cash & Carry und Real ausrichten, die in hohem Maße von einem optimalen Lieferkettenmanagement abhängig sind.“ Hierzu würden beispielsweise das Belieferungsgeschäft, kleinere Formate in Innenstadtlagen oder Multichannel-Lösungen zählen.

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