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Zentralisierung: KNV halbiert Personal

Buchgroßhändler streicht rund 1.500 Logistikstellen in Stuttgart und Köln.
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Redaktion (allg.)
Der Stuttgarter Buchgroßhändler Koch, Neff & Volckmar GmbH (KNV) und seine Schwestergesellschaft Koch, Neff & Oetinger Verlagsauslieferung GmbH (KNO VA) schließen bis 2015 ihre Logistikstandorte Stuttgart und Köln. 900 der insgesamt 2.550 fest angestellten Stammmitarbeiter verlieren ihren Job. Hinzu kommen rund 600 der 750 befristeten Mitarbeiter. Allen Betroffenen wird ein Umzug an einen neuen zentralen Standort für die Medienlogistik angeboten, der in der Mitte Deutschlands entstehen soll. Er soll jedoch nur rund 850 Arbeitsplätze bieten. Für den Neubau machen die beiden Familienunternehmen mehr als 100 Mio. Euro locker (Umsatz 2010: 600 Mio. Euro). In Frage kommen laut einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ (SZ) die Regionen Kassel, Fulda oder Erfurt.
Mit der Zentralisierung reagiert die Unternehmensgruppe dem Artikel zufolge auf sinkende Bücherverkäufe, neue Medienangebote in Buchhandlungen und den zunehmenden elektronischen Handel. An den bestehenden Standorten sei die Logistik veraltet und stoße an ihre Leistungsgrenzen. Schon im kommenden Jahr dürfte ein Bereich in die roten Zahlen rutschen, befürchtet Oliver Voerster, geschäftsführender Gesellschafter von KNV. Die Gewerkschaft ver.di sieht in der Zentralisierung nur eine Maßnahme, um die Gewinne weiter zu erhöhen. Zum einen seien die Löhne, vor allem in Ostdeutschland, niedriger als im Westen. Zum anderen will die Gewerkschaft prüfen, ob KNV Investitionshilfen für die Umsiedlung erhält.(akw)
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