Witron: Logistikautomatisierer steigert Umsatz um 8,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro

Der Automatisierer für den Lebensmitteleinzelhandel Witron aus Parkstein erhielt im Geschäftsjahr 2023 Kundenbestellungen im Wert von fast zwei Milliarden Euro.

Der Automatisierer Witron, der im Geschäftsjahr 2023 seinen Umsatz auf 1,3 Milliarden Euro hochfuhr, errichtet 2024 ein neues Versandzentrum in Parkstein. (Bild: Witron)
Der Automatisierer Witron, der im Geschäftsjahr 2023 seinen Umsatz auf 1,3 Milliarden Euro hochfuhr, errichtet 2024 ein neues Versandzentrum in Parkstein. (Bild: Witron)
Gunnar Knüpffer

Der Logistikautomatisierer Witron aus Parkstein hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2023 um 8,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert. Dabei habe es in dem Zeitraum Kundenbestellungen im Wert von fast zwei Milliarden Euro gegeben, teilte Witron am 29. Januar in einer Presseaussendung mit.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Top-10-Bestandskunden im Schnitt bereits sieben Verteilzentren bei uns bestellen und es nicht bei einem Projekt bleibt“, sagte Witron-Geschäftsführer Helmut Prieschenk.

Blickt man auf die weltweiten Krisen, bewege sich die Witron-Gruppe quasi in einer Art „Sonderkonjunktur“, die sie sich in den vergangenen Jahren aufgrund ihrer ganzheitlichen Realisierungs-, Service- und Betreiberkonzepte hart erarbeitet habe.

Nachdem 2021 mit der Eröffnung von Werk II Nord die Produktionskapazität um 120.000 Quadratmeter erweitert wurde, steht am Stammsitz Parkstein im Laufe des Jahres 2024 der nächste Neubau an. Dieser umfasst ein mehrstöckiges automatisiertes Versandzentrum mit etwa 40.000 Quadratmeter Logistikfläche, in dem die fertig produzierten Fördertechnik-Elemente für die Lieferung zu den nationalen und internationalen Baustellen gelagert und zu Versandeinheiten zusammengestellt werden. Das Versandzentrum ist dabei an die Produktionsbereiche angebunden.

Aufgrund des Wachstums von Witron stellte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr national und international 1.100 Mitarbeiter ein. Darunter befinden sich über 100 Auszubildende in technischen und kaufmännischen Berufen sowie für den Gastro-Bereich. In Parkstein eingestellt wurden ebenso 14 Azubis aus den USA, Kanada, England, El Salvador und Marokko, die fern der Heimat eine Ausbildung zum Fachinformatiker beziehungsweise Industrie-Elektriker absolvieren. Unterstützt werden die Mitarbeiter von Witron durch zahlreiche monetäre und soziale Benefits sowie durch den Bau von Mitarbeiterwohnungen in unmittelbarer Firmennähe.

Kernelement vieler Projekte von Witron ist die Order Picking Machinery (OPM), die 2023 ihr „20jähriges Jubiläum“ feierte. Die Lösung ist ein weltweit eingesetztes voll automatisiertes Lager- und Kommissioniersystem für den Lebensmitteleinzelhandel und befindet sich mittlerweile in der fünften Lösungsgeneration.

„Wir haben in sämtlichen Temperaturbereichen das automatisierte Piece- und Case-Picking gelöst, Flow-Through-Logistikzentren perfektioniert, Ugly-Artikel in den automatisierten Prozess eingebunden, die Konsolidierung optimiert und denken als nächsten Schritt nun über das Verteilzentrum hinaus – in die horizontale und vertikale Supply Chain der Omnichannel-Netzwerke unserer Kunden“, sagte Prieschenk.