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Wissenschaftspreis: 38.000 Euro für ausgezeichnete Arbeiten

Dissertation über besseres Retourenmanagement prämiert.
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Nadine Bradl

Gestern, 25. Februar, haben die Kölner EHI Stiftung und die Kölner Standardisierungsorganisation GS1 Germany GmbH in Düsseldorf den Wissenschaftspreis 2015 vergeben. Dabei werden insgesamt 38.000 Euro Preisgeld vergeben, um den akademischen Nachwuchs und etablierte Lehrstühle zu ermutigen, praxisrelevante Handelsthemen wissenschaftlich zu untersuchen und insbesondere Kooperationen zwischen Hochschulen, Handel und Industrie zu fördern.

Ausgezeichnet wurden folgende Arbeiten:

  • Retouren – mehr forschen, besser managen Hohe Retourenquoten im Versandhandel sind sowohl ein ökonomisches als auch ein ökologisches Problem. Dr. Björn Asdecker von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg schlägt einen innovativen Weg ein, um eine sowohl für die betriebliche Praxis als auch für die Wissenschaft relevante Forschungsagenda zu entwickeln. Seine prämierte Dissertation konstruiert mit dem „Haus des Retourenmanagements" zunächst ein theoretisches Fundament. Darauf aufbauend gründet er die Forschungsgruppe „Retourenmanagement“ und schafft mit dem Online-Expertenpanel „retourenforschung.de“ eine interaktive Kommunikationsplattform.
  • Reale und virtuelle Welt als Shopping-Highlight Der Preis der Kooperationen ging an Prof. Dr. Freimut Bodendorf vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Das Projekt „Service Fascination“ wurde zwischen der IT Abteilung der Adidas Gruppe, Herzogenaurach, und dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik initiiert. Ziel war es, das Einkaufen im Laden durch die Verknüpfung von realer Umgebung mit der virtuellen Welt elektronischer Medien zu einem Erlebnis werden lassen. Entwickelt wurden fünf interaktive Self-Service-Technologien (interaktives Schaufenster, Bodyscanner, elektronischer Outfit-Berater, interaktive Umkleidekabine und Spiegel mit Social-Media-Anbindung), die jeweils voneinander unabhängig nutzbar sind. Als Teil des Kooperationsprojekts wurde zudem ein theoretisches Evaluationsmodell für Kundenerfahrungen mit interaktiven Systemen entwickelt und zur Ableitung von Verbesserungspotenzialen eingesetzt.
  • Kundenmeinungen – linguistische Software erkennt Stimmungen Um im riesigen Online-Angebot das richtige Produkt zu finden, orientieren sich Kunden immer mehr an der Meinung vorheriger Käufer. Markus Dollmann, Student der Universität Paderborn, ist in seiner Bachelorarbeit der Frage nachgegangen, wie sich die zeitintensive Lektüre vieler Kundenbewertungen automatisieren lässt. Herausgekommen ist eine Software, die Stimmungen in Kundenmeinungen und deren Haltung zum Produkt erfasst und quantifizierbar macht.
  • König Kunde – das kann teuer werden Marko Schwenke, Student der Ruhr-Universität Bochum, erforschte in seiner Masterarbeit den Einfluss der Kundenorientierung der Verkäufer auf Preisverhandlungen. Er leitet daraus Handlungsempfehlungen für Manager und Verkäufer aus verhandlungsintensiven Bereichen wie dem Möbelhandel ab. Er fand heraus, dass kundenorientierte Vertriebsmitarbeiter höhere Rabatte gewähren und, dass Kunden dieses Verhalten durchaus ausnutzen und höhere Rabattforderungen stellen.
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