Wissenschaft: Logistik-Forschung für die Zukunft

In der Titelgeschichte der Mai-Ausgabe beleuchtet LOGISTIK HEUTE verschiedene Wege, an neuen Lösungen für den Wirtschaftszweig zu forschen.

Wie die Logistik an Lösungen für die Zukunft forscht, zeigt die Titelgeschichte der Mai-Ausgabe. (Foto: NDABCREATIVITY/stock.adobe.com)
Wie die Logistik an Lösungen für die Zukunft forscht, zeigt die Titelgeschichte der Mai-Ausgabe. (Foto: NDABCREATIVITY/stock.adobe.com)
Sandra Lehmann

Wie finden Unternehmen innovative Lösungen für ihre Logistik? Der Onlinehändler Amazon hat darauf eine eigene Antwort gefunden. Seit 2017 betreibt das US-amerikanische Unternehmen im italienischen Vercelli ein eigenes Forschungszentrum. Das Operations Innovation Lab dient als internationales Innovationszentrum für ein Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren aus der ganzen Welt.

Sie widmen sich Amazon zufolge der Entwicklung und Erprobung von Technologien, um Mitarbeiter besser zu unterstützen und Kunden zufriedenzustellen. Zudem diene der Standort auch als europäisches Zentrum für die Entwicklung neuer, innovativer und nachhaltiger Verpackungen und als Schulungszentrum für Mitarbeiter von Amazon Robotics.

War das Lab bislang ausschließlich den vor Ort aktiven Wissenschaftlern und Ingenieuren sowie den Mitarbeitern des Unternehmens vorbehalten, gewährte Amazon Vertretern der internationalen Presse Mitte April 2024 einen Blick hinter die Kulissen des Forschungszentrums sowie in seine Innovationsentwicklung.

Letztere orientiert sich am sogenannten „Innovation Mindset“, das in fünf Schritten erfolgt. Am Anfang jeder Entwicklung stehen demnach vor allem Fragen. Etwa danach, wo genau Herausforderungen im logistischen Prozess bestehen, welche Abläufe effizienter oder ergonomischer gestaltet werden können und an welchen Stellen es möglich ist, Material sowie Ressourcen zu sparen.

„Dabei ist es uns besonders wichtig, auch immer mit unseren Mitarbeitern im Austausch zu bleiben und basierend auf ihren Ideen und Verbesserungsvorschlägen Lösungen zu entwickeln“, erläuterte Robert Marhan, Vice President People, Experience and Technology, European Operations bei Amazon, im Rahmen des Presseevents.

In diesem Sinne werde die Belegschaft nicht nur dazu ermuntert, sich mit Vorschlägen in die Verbesserung von Arbeitsabläufen einzubringen, sondern dabei auch mit einem speziellen Programm finanziell gefördert. Wie das Unternehmen Innovationen in verschiedene Stadien der Reife bringt und welche Vorteile und Herausforderungen mit der Entwicklung verbunden sind, zeigt die Titelstory der Ausgabe 5/2024 von LOGISTIK HEUTE, die am 17. Mai erschienen ist. Zudem gibt die Geschichte einen Einblick, auf welchen Wegen andere Unternehmen Innovationen für ihre Logistikprozesse entwickeln und in die Praxis bringen.

Was das Recht auf Reparatur bringt

Es war ein deutliches Ergebnis. Mit 548 zu drei Stimmen bei 14 Enthaltungen hat das EU-Parlament im April die Richtlinie über das sogenannte Recht auf Reparatur angenommen. Das Recht auf Reparatur zielt darauf ab, Abfälle zu verringern und die Reparaturbranche zu stärken, indem das Instandsetzen von Geräten einfacher und kostengünstiger wird.