Wirtschaft: Industrie und Logistik blicken optimistisch in die Zukunft

Dreiviertel der deutschen Industrieunternehmen glauben laut dem VDI, dass sie ihr Vor-Corona-Geschäftsniveau 2021 wieder erreichen.

Ein Großteil der deutschen Industrieunternehmen blickt hinsichtlich der eigenen Geschäftslage optimistisch in die Zukunft. Das ergab eine Umfrage des VDI in Kooperation mit der Agiplan GmbH. (Symbolbild: Alphaspirit/Fotolia)
Ein Großteil der deutschen Industrieunternehmen blickt hinsichtlich der eigenen Geschäftslage optimistisch in die Zukunft. Das ergab eine Umfrage des VDI in Kooperation mit der Agiplan GmbH. (Symbolbild: Alphaspirit/Fotolia)
Sandra Lehmann

Die deutschen Industrieunternehmen und der Wirtschaftszweig Logistik blicken trotz coronabedingter Einbußen und Herausforderungen zum großen Teil optimistisch in die Zukunft und sind darüber hinaus der Meinung, nun effizienter, digitaler und krisenfester aufgestellt zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt die „Corona Restart-Umfrage“ des VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. und der Unternehmensberatung Agiplan GmbH. Darin geben rund die Hälfte der 169 befragten Industrieunternehmen an, dass sie mit einem Wiederanlauf ihrer Geschäfte noch in diesem Jahr rechnen.

„Bei allen finanziellen Verlusten stimmt es uns positiv, dass rund dreiviertel der deutschen Industrieunternehmen damit rechnen, dass sie ihr vorheriges Geschäftsniveau 2021 wieder erreichen können“, analysiert Dr. Jens Reichel, Vorsitzender der VDI-Fachgesellschaft Produktion und Logistik (GPL).

Ein ähnlich optimistisches Bild zeichnet laut VDI die Logistik: 76 Prozent der Umfrageteilnehmer seien davon überzeugt, dass ihre Logistik sehr gut auf die täglich neuen Anforderungen reagiert. 71 Prozent der Unternehmen mussten ihre Logistikprozesse nicht nennenswert umstrukturieren. Interessant sei in diesem Zusammenhang: Diejenigen Unternehmen, die ihre Prozesse umgestellt haben, neigen der Umfrage zufolge dazu, diese auch beizubehalten.

Dass die Digitalisierung in Produktion und Logistik an Fahrt aufnimmt, sei ein weiteres Ergebnis der Corona-Restart-Umfrage: Auf Digitalisierungs- und IT-(Sicherheits-)-Projekte fokussieren sich jeweils rund 78 Prozent der Befragten, 68 Prozent geben an, dass sie der Digitalisierung aufgrund der Krise einen noch höheren Stellenwert geben.

„Wir erwarten einen deutlichen Schub für die weitere Automatisierung und Digitalisierung in der deutschen Industrie. Immerhin 30 Prozent der Unternehmen wollen durch automatisierte Prozesse die Durchlaufzeiten verkürzen und die Effizienz steigern. Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten und dabei die bestmögliche Resilienz zu sichern, ist eine weitere Herausforderung, wird aber der deutschen Wirtschaft helfen, sich für die Zukunft noch krisenfester aufzustellen“, prognostiziert Dr. Christian Jacobi, Geschäftsführer der Agiplan GmbH.

Zwischen dem 4. und 24. Mai nahmen 169 Entscheider aus der Industrie an der vom VDI und der Agiplan GmbH gemeinschaftlich durchgeführten Umfrage teil. Neben den Konsequenzen der Coronakrise für die Unternehmen, wurden die Aussichten für den Geschäftsanlauf sowie die Herausforderungen für die Produktion, Logistik, Supply Chain, Organisation, Digitalisierung, Kommunikation und die Projektarbeit erfragt.

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