Wintereinbruch: Hunderte THW-Kräfte in Süddeutschland im Einsatz

Technisches Hilfswerk leistet im Süden Deutschlands Unterstützung nach starken Schneefällen.

Das THW ist seit Freitagabend im Süden Deutschlands aufgrund starker Schneefälle gefragt. (Foto: THW/Daniel Hoisl)
Das THW ist seit Freitagabend im Süden Deutschlands aufgrund starker Schneefälle gefragt. (Foto: THW/Daniel Hoisl)
Matthias Pieringer

Starke Schneefälle haben am Wochenende in Süddeutschland für erhebliche Probleme gesorgt. In Bayern waren rund 550 THW-Kräfte, schwerpunktmäßig im Raum München, gefordert, in Baden-Württemberg kamen 44 Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) zum Einsatz. Dies teilte das THW am 4. Dezember gegenüber der Presse mit.

Das Technische Hilfswerk ist seit Freitagabend im Süden Deutschlands aufgrund starker Schneefälle im Einsatz. Rund 550 Einsatzkräfte aus über 40 Ortsverbänden befreiten Dächer von Schnee, stützten Gebäude ab, sicherten Eigentum und räumten Verkehrswege. Auch zahlreiche THW-Fachberaterinnen und -Fachberater waren im Einsatz. Sie erkundeten die Einsatzstellen und berieten Städte sowie Gemeinden bei der Beurteilung der Schneelage. Teilweise dauern der Mitteilung zufolge die Einsätze der THW-Ortsverbände noch an.

Flughafen-Glasdach vom Schnee befreit

Rund 500 THW-Kräfte waren in den vergangenen Tagen in Bayern gefordert. Davon befreiten allein 40 THW-Kräfte das Glasdach des Flughafens in München vom Schnee, weitere 68 Einsatzkräfte räumten mit Teleskop- und Radladern das Dach des Bahnhofs Oberstaufen. Im Raum Landsberg unterstützten sie bei der Evakuierung von 50 Menschen aus einem Zug. In Baden-Württemberg beseitigten 44 THW-Einsatzkräfte Bäume, die auf Gleise gestürzt waren, und schleppten Fahrzeuge frei.

„Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Einsatzkräften bedanken, die mit großem Engagement ihr Bestes gegeben haben, um in dieser Situation zu helfen", sagte THW-Präsidentin Sabine Lackner.  

Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit mehr als 85.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen ehrenamtlichen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern. Neben bilateralen Hilfen gehören dazu auch technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von VN-Organisationen.