Wilhelmshaven: Nordfrost erweitert Logistikkapazitäten

Anlässlich seines traditionellen Empfangs zur Erinnerung an den Firmengründer hat der Logistikdienstleister Nordfrost neue Anlagen im Containerhafen Wilhelmshaven eingeweiht.

Weitere Logistikkapazitäten im Containerhafen Wilhelmshaven: Dr. Falk Bartels und Britta Bartels, geschäftsführende Gesellschafter der Nordfrost (2. und 3. von links) durchschneiden das rote Band im Beisein von (v.l.n.r.): Torsten Rohloff (Bauunternehmen Matthäi), Jan Müller (Präsident der Oldenburgischen IHK) sowie Erik Burschäpers (Goldbeck Nord). (Foto: Nordfrost)
Weitere Logistikkapazitäten im Containerhafen Wilhelmshaven: Dr. Falk Bartels und Britta Bartels, geschäftsführende Gesellschafter der Nordfrost (2. und 3. von links) durchschneiden das rote Band im Beisein von (v.l.n.r.): Torsten Rohloff (Bauunternehmen Matthäi), Jan Müller (Präsident der Oldenburgischen IHK) sowie Erik Burschäpers (Goldbeck Nord). (Foto: Nordfrost)
Matthias Pieringer

Der Logistikdienstleister Nordfrost hat an seinem Seehafen-Terminal im Containerhafen Wilhelmshaven neue Anlagen festlich eingeweiht und in Betrieb genommen. Dies geschah am 6. November beim traditionellen Empfang, zu dem das Familienunternehmen jährlich zur Erinnerung an den Geburtstag des Firmengründers Horst Bartels einlädt.

Rund 200 Gäste, darunter langjährige Wegbegleiter, Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Vertreter von Reedereien und Verladern sowie Nachbarn aus dem Güterverkehrszentrum, feierten die offizielle Eröffnung der neuen Trockenhalle am Nordfrost Seehafen-Terminal. Dr. Falk Bartels und Britta Bartels, die Nordfrost in zweiter Generation führen, gaben dabei einen Überblick über die aktuelle Unternehmensentwicklung mit einem Schwerpunkt auf den Fortschritten im Bereich von Hafenlogistik, Digitalisierung und Automatisierung sowie Nachhaltigkeit. 

Der Nordfrost Seehafen-Terminal bietet direkt an der Kaikante gedeckte Lagerflächen in allen Temperaturbereichen für Food, Non-Food und Pharma ebenso wie eine Schwerguthalle mit seemäßiger Verpackung für die Maschinenbau- oder die Erneuerbare-Energien-Branche. Ergänzt wird dieses Angebot durch Container bezogene Leistungen wie die Organisation von Seefrachten, das Containertrucking mit Im- und Exportabfertigung und den Betrieb eines Containerdepots. Letzteres wurde durch die neuen Flächen nun maßgeblich erweitert.

Neue Container-Depotflächen

Die seit September 2023 freigegebenen neuen Container-Depotflächen, die auch als Außenflächen für die Projektlogistik genutzt werden, gliedern sich in zwei Bereiche. Das erste rund 1,5 Hektar große Areal ist dem Terminal von der Autobahn aus kommend vorgelagert und soll perspektivisch als Leercontainerdepot dienen. Für die Zwischenlagerung von beladenen Kühlcontainern, die zum Beispiel für die Verschiffung vorzeitig angeliefert werden, stehen zahlreiche Stromanschlüsse, so genannte Reefer-Plugs, zur Verfügung.

Die zwei Hektar große Depotfläche, die mit einer Werkshalle für Services wie Containerreparatur ausgestattet ist, erstreckt sich entlang der Bahnlinie, die auf dem nördlichen Teil des Betriebsgrundstücks verläuft. Damit stehen laut Nordfrost nun alle Abschnitte der insgesamt zwei Kilometer langen Bahnanlage des Betriebes für die Be- und Entladung von Bahnwaggons zur Verfügung.

10.000 Quadratmeter große neue Trockenhalle

Die neue, 10.000 Quadratmeter große Trockenhalle schließt sich an diese Depotfläche an. Sie bildet zusammen mit der bestehenden Schwerguthalle ein Ensemble für die Projektlogistik und ist für die Lagerung von Maschinen, Anlagenteilen, Möbeln oder Big Bags vorgesehen. Die Halle verfügt über einen Tiefhof mit acht Toren auf Rampenhöhe und ist zudem über drei weitere Tore von Lkw befahrbar. Die 15 Meter hohe Halle ist für Bodenflächenlasten von bis zu fünf Tonne pro Quadratmeter ausgelegt. Das gesamte Dach ist Nordfrost zufolge bereits für die Aufnahme von PV-Modulen mit einer Leistung von 1.200 kWp vorbereitet.

Ausgeführt wurden die Bauarbeiten rund um die Trockenhalle von Generalunternehmer Goldbeck. Darin eingebunden waren ausführende regionale Auftragnehmer für die einzelnen Gewerke. Die dem Terminal vorgelagerte Depotfläche wurde durch die Firma Matthäi schwerlastmäßig erstellt.

„Alle Bauarbeiten verliefen reibungslos und wir freuen uns über die neuen Anlagen, die wir zur Abwicklung unserer wachsenden Kundenprojekte dringend brauchen“, hob Britta Bartels hervor. „Von den 33 Hektar Fläche, über die wir direkt im Containerhafen Wilhelmshaven verfügen, sind noch rund fünf Hektar unbebaut. Im nächsten Schritt werden wir auch diese bedarfsgerecht entwickeln“, ergänzte Dr. Falk Bartels.