Wasserstraßen: Bund investiert 34 Millionen Euro in Digitale Testfelder

Über das Förderprogramm zur Entwicklung von Digitalen Testfeldern an Bundeswasserstraßen will das BMDV Industrie und Forschung bei der Erprobung automatisierter Systeme für die Schifffahrt unterstützen.

Digitale Testfelder an Wasserstraßen sollen die Digitalisierung auch bei der Schifffahrt vorantreiben. (Symbolbild: Markus Mohr / AdobeStock))
Digitale Testfelder an Wasserstraßen sollen die Digitalisierung auch bei der Schifffahrt vorantreiben. (Symbolbild: Markus Mohr / AdobeStock))
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Nadine Bradl)

Mit 1,33 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) das Projekt SensorSOW auf Spree-Oder. Bundesminister Dr. Volker Wissing hat laut einer Pressemitteilung am 28. Juni nun die ersten Förderurkunden für Digitale Testfelder an Wasserstraßen an das Projektkonsortium übergeben. Das Projekt ist das erste, das Mittel aus dem Förderprogramm zur Entwicklung von Digitalen Testfeldern an Bundeswasserstraßen des BMDV erhält. Bis Ende 2024 will das Ministerium insgesamt rund 34 Millionen Euro bereitstellen, um Industrie und Forschung bei der Erprobung automatisierter Systeme für die Schifffahrt zu unterstützen. Weitere Bescheide werden folgen, so die Pressemitteilung.

Automatisierung im Fokus

Digitale Testfelder an Wasserstraßen sollen dem Ministerium zufolge die Erforschung und Erprobung von intelligenten Assistenzsystemen unter realen Bedingungen und deren Weiterentwicklung hin zu einer voll automatisierten Navigation in der Binnenschifffahrt ermöglichen. Auf diese Weise werde die Attraktivität der Wasserstraße im Wettbewerb der Verkehrsträger gesteigert und Ladung auf diesen, im Vergleich emissionsarmen Logistikzweig, verlagert, heißt es.

Bundesminister Dr. Volker Wissing:

„Mit den Digitalen Testfeldern Wasserstraße und der Erprobung automatisierter Systeme treiben wir die Digitalisierung der Schifffahrt voran. Projekte wie SensorSOW tragen dazu bei, langfristig mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Wasserstraße zu verlagern und unsere Logistikketten nachhaltiger zu machen. Projekte wie SensorSOW zeigen, wie sich unsere Vision der Mobilität von Morgen auf dem Wasser umsetzen lässt und wie wir alle davon profitieren können.“

Im Projekt SensorSOW werden Sensor- und Assistenzsysteme zur Bestimmung der Schiffs- und Verkehrslage sowie der Fahrrinne unter Wasser entwickelt und erprobt. Ziel sei es, eine Steigerung des Automatisierungsgrades der Schifffahrt zu erreichen. Das Projektkonsortium aus Alberding GmbH, TU Berlin und Universität Rostock erhält eine Gesamtfördersumme von rund 1,33 Millionen Euro für eine Projektlaufzeit von zwei Jahren. Die Funktionalität der Sensorik, bestehend aus LIDAR-, SONAR-, Kamera- und GNSS-Sensorik soll in diesem Zeitraum mittels bestehendem Versuchsträger und Testschiffen im digitalen Testfeld Spree-Oder-Wasserstraße erprobt, aufbereitet und in einem Assistenzsystem anschaulich bereit gestellt werden.

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