Wasserstoff: Thyssenkrupp baut Elektrolyse-Anlage im Hafen Rotterdam

Auftraggeber für das Großprojekt „Hydrogen Holland I“ ist der Shell-Konzern.

Basis der Anlage sind 20 Megawatt-Großmodule für die alkalische Wasserelektrolyse. (Foto: Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers)
Basis der Anlage sind 20 Megawatt-Großmodule für die alkalische Wasserelektrolyse. (Foto: Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers)
Therese Meitinger

Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers hat mit Shell einen Liefervertrag für das Großprojekt „Hydrogen Holland I“ im Hafen von Rotterdam unterzeichnet. Das gab das Dortmunder Unternehmen am 10. Januar bekannt.  Im Rahmen des Vertrages soll Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers eine 200-Megawatt-Elektrolyse-Anlage auf der Basis seines 20 Megawatt-Großmoduls für die alkalische Wasserelektrolyse fertigen. Die ersten Bauarbeiten für die Elektrolyseure beginnen einer Pressemitteilung zufolge voraussichtlich im Frühjahr 2022. Die endgültige Investitionsentscheidung von Shell für den Bau von Hydrogen Holland I wird nach Unternehmensangaben in 2022 erwartet, die Inbetriebnahme ist für 2024 vorgesehen.

„Wir freuen uns darauf, den Aufbau eines großen Wasserstoff-Hubs in Mitteleuropa zu unterstützen und damit einen Beitrag zum Übergang Europas zu grüner Energie zu leisten“, sagt Dr. Christoph Noeres, Head of Green Hydrogen von Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers.

Strom aus dem Offshore-Windpark

Das Zentrum der Wasserstoffprojektanlage Hydrogen Holland I soll eine Halle bilden, die sich über eine Fläche von zwei Hektar erstreckt. Grüner Wasserstoff soll dort für die Industrie und den Verkehrssektor produziert werden, wobei der Strom aus dem Offshore-Windpark Hollandse Kust (Noord) stammen wird. Der Wasserstoff könne über eine etwa 40 Kilometer lange Pipeline transportiert werden, die von der Anlage zum Energie- und Chemiepark Rotterdam zu Shell führe, so die Mitteilung.

Klimaneutralität sei eine der obersten Prioritäten für die Anlage, heißt es: Wo immer möglich, sollen wiederverwendbare Baumaterialien eingesetzt und die Außenwände des Werks mit Solarzellen ausgestattet werden. Die Anlage soll nach ihrer vollständigen Inbetriebnahme für ausgewählte Besucher geöffnet sein.

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