Wasserstoff: Erster Serien-Lkw in Deutschland zugelassen

Mit Hyundais Xcient Fuel Cell hat erstmals ein Wasserstoff-Lkw aus Serienfertigung eine deutsche Straßenzulassung erhalten.

Von links: Sara Schiffer – Geschäftsführerin HyLane GmbH, Maximilian Draxler – Head of Finance HyLane GmbH, Sabine Essmann – Key Account Manager Schmitz Cargobull, Beat Hirschi – Geschäftsführer Hyundai Hydrogen Mobility. (Foto: Hylane)
Von links: Sara Schiffer – Geschäftsführerin HyLane GmbH, Maximilian Draxler – Head of Finance HyLane GmbH, Sabine Essmann – Key Account Manager Schmitz Cargobull, Beat Hirschi – Geschäftsführer Hyundai Hydrogen Mobility. (Foto: Hylane)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Der frisch in Köln zugelassene „Xcient Fuel Cell“ des Herstellers Hyundai wurde im Beisein von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) auf einer Fachkonferenz zu klimafreundlichen Nutzfahrzeugen des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr in Berlin vorgestellt. Das Modell ist das erste der vorerst 44 Lkw umfassenden Hylane-Flotte. Dies berichtet eine Pressemitteilung vom 18. November.

Das Unternehmen Hyland ist auf nutzungsbasierte Mietmodelle für klimafreundliche Mobilität spezialisiert. Die Zulassung des ersten Wasserstoff-Serien-Lkw in Deutschland bezeichnet es als Pionierarbeit für die Dekarbonisierung des schweren Güterverkehrs auf deutschen Straßen. Diese sei für das Erreichen der deutschen Klimaziele relevant, weil dafür die CO2-Emissionen deutlich gesenkt werden müssen. Die für den Verkehrssektor beschlossene Reduzierung auf höchstens 85 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 sei eine echte Herausforderung. Das unterstreicht auch Hylane-Geschäftsführerin Sara Schiffer:

„Die Zulassung des ersten H2-Serien-Lkw in Deutschland ist nicht nur für Hylane ein wichtiger Meilenstein, sondern ein Baustein für die Mobilitätswende in Deutschland. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, muss auch konsequent an der Dekarbonisierung des schweren Güterverkehrs gearbeitet werden. Der Einsatz von H2-Lkw ist für mich ein erfolgsversprechender Weg dafür.“

Der 27-Tonner verfügt über eine Reichweite von rund 400 Kilometern und fährt bis zu 85 km/h schnell. Der für den Antrieb benötigte Wasserstoff wird in sieben Behältern gespeichert, die je nach Temperatur in einer Spanne von acht bis 20 Minuten vollständig betankt werden können. Das Fahrzeug ist mit einem Koffer inklusive Ladebordwand ausgestattet. Für die Fahrsicherheit sorgen etliche Assistenzsysteme, unter anderem Airbag, Bergab- und -anfahrassistent, Notbrems-, Spurhalte-, Abstandsregel- sowie Totwinkelassistent.

Auch Beat Hirschi, CEO der Hyundai Hydrogen Mobility, spricht von Pionierarbeit, „wie sie nur gemeinsam – mit Partnern und Kunden wie Hylane – möglich“ sei.

„Dabei verfolgen wir alle das gleiche Ziel: rasch, konsequent und intelligent handeln, um Netto null zu erreichen, auch im Schwerverkehr. Ab heute sind wir diesem Ziel etwas näher.“

Für verschiedene Kundenbedürfnisse werden die Aufbauten entsprechend konfiguriert. Dafür arbeitet das Kölner Unternehmen mit dem Hersteller Schmitz Cargobull zusammen. Um die Versorgung des Fahrzeuges mit Wasserstoff sicherzustellen, gibt es eine Kooperation mit H2 Mobility.

Gefördert wurde das Hylane-Fahrzeug im Rahmen der Richtlinie über die Förderung von leichten und schweren Nutzfahrzeugen mit alternativen, klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur (KsNI) durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert, Anträge werden durch das Bundesamt für Güterverkehr bewilligt.

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