Wasserstoff: Der neue Stoff, aus dem Logistik-Träume sind?

In der Titelgeschichte der Ausgabe 3/2021 nimmt LOGISTIK HEUTE die Potenziale von Wasserstoff für die Logistik unter die Lupe.

Bremerhaven will sich als maritimes Testfeld für Wasserstofftechnologie profilieren. (Foto: Bremenports)
Bremerhaven will sich als maritimes Testfeld für Wasserstofftechnologie profilieren. (Foto: Bremenports)
Melanie Endres

Hinter „H2Bx.MariTrans-Gate“ verbirgt sich keine Superwaffe aus einem Science-Fiction-Film – es ist ein ambitioniertes Klimaschutz- und Verkehrswendeprojekt im Land Bremen. In dessen Rahmen hat Bremenports in Kooperation mit der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS) eine umfangreiche „IPCEI-Interessenbekundung“ (Important Project of Common European Interest) auf den Weg gebracht.

„Mit diesem Antrag wollen wir Bremerhaven als Testfeld für Wasserstofftechnologien im maritimen Verkehrssektor profilieren“, so Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe Anfang März. „Mit der breiten Aufstellung, die wir für unseren Antrag gewählt haben, soll Bremerhaven als europäischer Seehafenstandort und nationaler trimodaler Verkehrsknoten einen Beitrag zu den Wasserstoffstrategien leisten, die derzeit europaweit, national und auch lokal erarbeitet werden.“

In den kommenden beiden Monaten werden die zuständigen Bundesministerien Bremenports zufolge die von den Antragstellern vorgelegten rund 200 Projekte bewerten und mit einer Vorauswahl auf die beteiligten Bundesländer zugehen.

Dynamik in Sachen Wasserstoff

Man sieht: Es tut sich was. Gefördert wird die Aufbruchsstimmung auch durch die Nationale Wasserstoffstrategie, die von der Politik 2020 auf den Weg gebracht wurde.

„Mit unserer Wasserstoffstrategie geben wir den Unternehmen einen klaren Rahmen vor und machen Investitionsentscheidungen planbar. Mein Ministerium beschäftigt sich seit mehr als einem Jahrzehnt mit der Wasserstofftechnologie und hat über 700 Millionen Euro vor allem in die Forschung und Entwicklung investiert“, machte Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, damals deutlich.

Fördergelder vergeben

Scheuer übergab im Januar im Rahmen der ersten Wasserstoffvolllversammlung Fördergelder in Höhe von insgesamt 24,4 Millionen Euro an drei Projekte, die klimafreundliche Nutzfahrzeugantriebe entwickeln.

„Die Frage ist nicht, ob, sondern wann batterieelektrische und Wasserstoff sowie Brennstoffzellen-Antriebe im Straßengüterverkehr wettbewerbsfähig sein werden“, so Scheuer.

Lesen Sie unter anderem mehr über die geförderten Projekte in der Titelgeschichte der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 3/2021, die am 26. März erschienen ist.

Einladung zum Träumen

Wasserstoff ist ein chemisches Element, Energiespeicher und -träger sowie möglicherweise auch ein neuer Stern am Logistik-Himmel.

Um Wasserstoff zu einem zentralen Bestandteil der Dekarbonisierungsbemühungen zu machen, nimmt die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung nämlich die zugehörigen Technologien, die Erzeugung, Speicherung, Infrastruktur sowie die Verwendung einschließlich der Logistik in den Blick.

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