Wacker Neuson: Baumaschinenhersteller vertraut bei neuem Ersatzteillogistikzentrum auf Kühne+Nagel

Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson sowie sein Kontraktlogistikdienstleister Kühne+Nagel haben in Mülheim-Kärlich ein Distributionslager für rund 100.000 unterschiedliche Ersatzteile auf einer Fläche von 55.000 Quadratmetern feierlich eröffnet.

Wacker Neuson und Kühne+Nagel haben Anfang Juni ein neues Distributionslager für den Baumaschinenhersteller in Betrieb genommen. (Bild: Kühne+Nagel)
Wacker Neuson und Kühne+Nagel haben Anfang Juni ein neues Distributionslager für den Baumaschinenhersteller in Betrieb genommen. (Bild: Kühne+Nagel)
Gunnar Knüpffer

Die Wacker Neuson Group hat Anfang Juni ihr neues Ersatzteillogistikzentrum in Mülheim-Kärlich nach 1,5 Jahren Bauzeit in Betrieb genommen. Der Logistikstandort des weltweit agierenden Baumaschinenherstellers mit Hauptsitz in München liegt zwischen den Flughäfen Frankfurt am Main und Köln/Bonn und ist somit an internationale Transportnetzwerke angebunden, teilte Wacker Neuson am 14. Juni in einer Presseaussendung mit. Den operativen Betrieb vor Ort übernehmen die Logistikexperten von Kühne+Nagel. Als langjähriger Partner der Wacker Neuson Group wird damit die Zusammenarbeit weitergeführt und ausgebaut.

Im Distributionslager werden auf einer Fläche von 55.000 Quadratmetern rund 100.000 unterschiedliche Ersatzteile für Baugeräte und Kompaktmaschinen vorgehalten. Das Lager in Mülheim-Kärlich ist zukünftig das Drehkreuz der weltweiten Ersatzteilversorgung für die drei Kernmarken der Unternehmensgruppe: Wacker Neuson, Kramer und Weidemann.

Das neue Logistikzentrum sichere mit einer zukunftsfähigen Lagerkapazität die Basis für den weiteren Ausbau des Ersatzteil- und Dienstleistungsgeschäfts der Wacker Neuson Group und stütze somit langfristig den Wachstumskurs des Unternehmens, hieß es in der Mitteilung. Mit dem Ausbau der globalen Ersatzteilversorgung unterstreiche die Wacker Neuson Group ihre strategischen Ziele und stärke den Kundensupport für ihre Bau- und Landwirtschaftspartner.

30 Roboter bringen die Ware zu den Kommissionierstationen

„Die Eröffnung unseres Ersatzteillogistikzentrums in Mülheim-Kärlich ist ein entscheidender Schritt, langfristiger Lösungsanbieter für unsere Kunden zu sein“, sagte Andrew Voigt, Geschäftsführer Wacker Neuson Aftermarket & Services GmbH.  „Hier werden nicht nur klassische Ersatzteile gelagert, sondern auch zusätzliche Services und Dienstleistungen angeboten, um den Kundensupport zu optimieren und weiterzuentwickeln. Wir sind während der gesamten Lebensdauer der Maschinen der Partner an der Seite unserer Kunden und schaffen nachhaltige Beziehungen – über den Verkauf der Maschinen und Baugeräte hinaus.“

Wacker Neuson realisiert dabei einen hohen Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad. Zum Einsatz kommen unter anderem ein automatisiertes Kleinteilelager mit über 30 Robotern und circa 200.000 Lagerplätzen sowie eine digitale Trainingsplattform und ein neues Shop Floor Management.

Im neuen Distributionszentrum entstehen 120 Arbeitsplätze, wie der Logistikdienstleister Kühne+Nagel in seiner Mitteilung vom 13. Juni kommunizierte. Diese Mitarbeiter werden in ihrer Arbeit durch „Ware-zur-Person”-Assistenten unterstützt: Eine Flotte von Robotern übernimmt die Ein- und Auslagerung sowie den Transport der Behälter und bringt die Artikel aus den Regalen direkt zu den Mitarbeitern an den Kommissionierstationen. Die autonomen mobilen Roboter (AMR) sind laut Kühne+Nagel durch Sensoren, Kameras und Algorithmen in der Lage, dreidimensional zu arbeiten und sich selbstständig in dynamischen Umgebungen zu bewegen, in dem sie Hindernisse erkennen und ihre Route entsprechend anpassen. 

„Durch die zentrale Lage und hochmoderne Lagertechnik profitieren die Kunden von einem deutlich verbesserten Service, mehr Flexibilität bei den Bestellzeiten und einem optimierten Transportnetzwerk", sagte Steffen Streubel, Head of Parts Operations der Wacker Neuson Aftermarket & Services GmbH.

Mit dem Bau und Betrieb des neuen Distributionszentrums achtet die Wacker Neuson Group auch darauf, den eigenen CO2-Fußabdruck möglichst gering zu halten. Das Gebäude wurde nach den höchsten Nachhaltigkeitsstandards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) errichtet und die entsprechende Platin-Zertifizierung beantragt. Es ist mit einer Fotovoltaikanlage mit 3,2 Megawatt Spitzenleistung und energieeffizienter Lagertechnik ausgestattet. Zudem sind E-Ladesäulen für Mitarbeiter und Besucher vorgesehen.