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Volkswagen: Schwieriger Werkbau in Westchina

Autobauer hat in Xinjiang Probleme mit Lieferanten, Personal und Logistik.
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Redaktion (allg.)

Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) will die Wolfsburger Volkswagen AG (VW) ihr neues Werk im nordwestchinesischen Urumqi wie geplant Ende dieser Woche eröffnen. Dabei sind das Presswerk und die Lackiererei noch gar nicht fertig, berichtet die Tageszeitung.

Grund für die Verzögerungen sind demnach Probleme mit Lieferanten und Personal sowie bei der Logistik, um die sich die Regierung der autonomen Wüstenprovinz Xinjiang kümmere. Diese Herausforderungen habe VW unterschätzt, obwohl in der politisch instabilen Grenzregion zu Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Kaschmir die Industriestruktur dafür fehle.

Das VW-Werk ist das erste Pkw-Werk überhaupt in Chinas größter Provinz. Jedoch hat VW laut dem Bericht den Standort nicht aus wirtschaftlichen Interessen gewählt, sondern auf Wunsch der Regierung, welche die Region mit Ansiedlungen befrieden wolle.

Denn das von der muslimischen Minderheit der Uiguren bewohnte Xinjiang gilt seit Langem als Unruhegebiet mit immer wiederkehrenden blutigen Auseinandersetzungen. Das Turkvolk fühlt sich durch die chinesische Fremdherrschaft politisch, religiös und auch wirtschaftlich unterdrückt. Die chinesische Regierung wirft uigurischen Gruppen separatistische Bestrebungen und Terrorakte vor.

Der Minderheitenschutz ist VW in seinem neuen Werk daher besonders wichtig. Derzeit werde uigurisches Personal speziell geschult, bestätigte ein Sprecher gegenüber der FAZ. Zudem entstehe in dem kleinsten VW-Werk Chinas eine extra Kantine für muslimisches Essen.

Laut dem Bericht wird das Werk Urumqi aufgrund der Verzögerungen aber erst 2014 voll arbeitsfähig sein. Dann sollen dort pro Jahr 50.000 Einheiten des für den chinesischen Markt entwickelten Modells „New Santana“ vom Band laufen. Bis dahin beschränke sich die Fertigung auf die Endmontage von Bauteilen aus der Schwesterfabrik Shanghai nach dem SKD-Verfahren („Semi Knocked Down“).

Für VW ist die Volksrepublik China derzeit der wichtigste Neuwagenmarkt. Im Riesenreich verkaufen die Wolfsburger inzwischen 40 Prozent ihrer Autos, mehr als in ganz Europa. Bis 2018 will VW sieben neue Werke in China eröffnen.

(akw)
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