Versandhandel: Raja-Gruppe stärkt sich mit Viking

Der Multichannel-Versandhändler Raja-Gruppe hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Viking und der konsolidierten Aktivitäten von Office Depot Europe in sieben Ländern unterzeichnet.

Die Raja-Gruppe, Roissy bei Paris, ist ein europäischer Multikanal-Versandhändler für Unternehmensausstattung und -bedarf. (Foto: Raja-Gruppe)
Die Raja-Gruppe, Roissy bei Paris, ist ein europäischer Multikanal-Versandhändler für Unternehmensausstattung und -bedarf. (Foto: Raja-Gruppe)
Matthias Pieringer

Die Raja-Gruppe, Multikanal-Versandhändler für Unternehmensausstattung und -bedarf, hat vor Kurzem bekannt gegeben, dass sie mit der Aurelius Investment Group eine Vereinbarung über den Erwerb des Viking-Geschäfts, einschließlich des verbleibenden Office Depot Europe-Portfolios, in sieben europäischen Ländern getroffen hat: Vereinigtes Königreich, Irland, Deutschland, Schweiz, Österreich, Niederlande und Belgien.

„Diese Übernahme stellt eine große strategische Chance dar, unsere Positionen in Europa zu stärken, insbesondere in diesen sieben Ländern, in denen wir bereits mit unseren Raja-Tochtergesellschaften präsent sind“, sagte Danièle Kapel-Marcovici, CEO der Raja-Gruppe. „Diese Übernahme passt perfekt zu unserer strategischen Vision, ein globaler Partner für europäische Unternehmen zu sein, von kleinen Start-ups bis hin zu großen Konzernen, und wird unsere Partnerschaft mit weltweit anerkannten Marken stärken.“

Vertriebszentren in Großostheim und Leicester

Viking, die Flaggschiffmarke der E-Commerce-Aktivitäten von Office Depot Europe, ist Akteur im B2B-Vertrieb von Bürobedarf und -möbeln. Alle Aktivitäten des Unternehmens in Europa beschäftigen den Angaben zufolge 1.500 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von fast 500 Millionen Euro. Die übernommenen Unternehmen mit Hauptsitz in Venlo in den Niederlanden bedienen 1,2 Millionen Kunden in Europa und verfügen über zwei große Vertriebszentren in Großostheim in Deutschland und Leicester in Großbritannien.

Die Akquisition biete der Raja-Gruppe, die ihre Europazentrale in Roissy bei Paris hat, zusätzliche Wachstumschancen in den kommenden Jahren und eine solide Grundlage, um die Entwicklung des Geschäfts in Europa zu beschleunigen, hieß es. Damit werde die Gruppe in der Lage sein, mehr als 2,2 Millionen Kunden in Europa zu bedienen und einen Umsatz von mehr als 1,6 Milliarden Euro zu erzielen.

Die Transaktion steht den Angaben zufolge unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und wird voraussichtlich im vierten Quartal 2021 abgeschlossen sein.

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