Verpackungsmaschinen: Beumer Group installiert neue Verpackungslinie bei Lhoist Faxe Kalk

System ist für die Abfüllung gelöschten Kalks ausgerüstet.

Die Beumer-Verpackungslinie, die bei Lhoist Faxe im Einsatz ist, übernimmt von der Abfüllung bis zur Palettierung alle Verpackungsschritte. (Foto: Beumer)
Die Beumer-Verpackungslinie, die bei Lhoist Faxe im Einsatz ist, übernimmt von der Abfüllung bis zur Palettierung alle Verpackungsschritte. (Foto: Beumer)
Sandra Lehmann

Der Kalksteinhersteller Lhoist Faxe Kalk A/S, eine dänische Tochtergesellschaft der belgischen Lhoist-Gruppe, hat in seinem Werk am dänischen Standort Seeland eine neue Verpackungslinie des Beckumer Anbieters Beumer Group installiert, die von der Abfüllung der Kalkerzeugnisse in Säcke bis hin zur Folierung und Palettierung den kompletten Verpackungsprozess abbildet. Das berichtet Beumer im Rahmen einer Pressemitteilung. Demnach sei die Neuinstallation für Lhoist notwendig gewesen, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

„Unsere Produkte müssen noch schneller zu unseren Kunden“, sagt Klaus Rønholt, Werksleiter bei Lhoist Faxe in Seeland. „Dazu wird nicht nur die Produktion erhöht, die Waren müssen nachfolgend auch mit einem höheren Durchsatz in Säcke abgefüllt, auf Paletten gestapelt, mit Folie verpackt und ohne Schäden zu den Händlern und Endkunden gefahren werden.“

Der dänische Hersteller wollte nach Beumer-Angaben eine komplette Linie, deren Anlagen zuverlässig arbeiten, den Umweltvorschriften entsprechen, einen hohen Automatisierungsgrad aufweisen und vor allem den gelöschten Kalk sicher handhaben können. Das Material neige in der Produktzufuhr zur Brückenbildung, was die Abfüllung sehr erschwert. Weil der Systemanbieter relativ spät in das Projekt eingestiegen sei, war der Zeitrahmen für die Installation eng gesteckt. Der Produktionsstopp sollte so kurz wie möglich sein. Das Gebäude wurde Beumer zufolge bei laufendem Betrieb der alten Linie renoviert und für die neue Linie vorbereitet. Die alte Linie wurde erst wenige Tage vor der Lieferung der neuen Anlage gestoppt und abgebaut. So konnte die Stillstandszeit auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

„Für die Abfüllung des gelöschten Kalks lieferten wir unsere Abfüllanlage der Baureihe ‚BEUMER fillpac R‘, eine Reihenabfüllmaschine mit zwei nebeneinanderliegenden Füllstutzen. Auf Grund der speziellen Anforderungen bei der Absackung von Kalkprodukten werden zwei Turbinen eingesetzt“, sagt Dirk Loose, Vertriebsleiter für den skandinavischen Markt bei Beumer.

Ferner rüstete der Systemanbieter die Anlage nach Eigenangaben mit dem automatischen Sackaufstecker „BEUMER bag placer“ aus. Dieser schieße die vorgeöffneten Ventilsäcke präzise auf die Füllstutzen.

„Damit können wir die Leistung und Effizienz der Abfüllmaschine noch weiter steigern“, beschreibt Loose.

Darüber hinaus würden die Papierventilsäcke nach dem Füllvorgang automatisch verschweißt. Um einen Materialaustritt beim Befüllen zu verhindern, dichtet eine aufblasbare Gummimanschette am Füllstutzen den Sack zum Füllstutzen ab. Abschließend werde das Ventil durch eine Ultraschallverschweißung automatisch dicht verschlossen. Dadurch könne nach der Absackung quasi kein Material mehr aus dem Sack entweichen.

Exakter Füllungsgrad

Die Produktabfüllung erfolgt laut Beumer nach dem Bruttosystem. Die Säcke werden während des Füllvorgangs permanent gewogen. Dazu sei die Maschine mit einer eichfähigen Wägeeinrichtung ausgestattet. Die Wägeelektronik stelle sicher, dass der BEUMER fillpac im Rahmen der vorgegebenen Toleranzen immer einen exakten Füllungsgrad erzielt. Eine spezielle Software ermögliche die permanente Kommunikation zwischen Waage und Füllstutzen. Dadurch ist sichergestellt, dass die Abfüllanlage sich bei eventuell auftretenden Abweichungen vom Zielgewicht umgehend und automatisch selbst nachjustiert, heißt es in der Pressemeldung.

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