Verpackung: Trans-o-flex bietet seinen Kunden jetzt Mehrwegboxen an

Der Logistikdienstleister kümmert sich auch um die Bereitstellung und Rückführungslogistik der Behälter.

Trans-o-flex bietet seinen Kunden seit Kurzem ein Mehrwegboxenkonzept als Alternative zum Versandkarton an. (Foto: Trans-o-flex)
Trans-o-flex bietet seinen Kunden seit Kurzem ein Mehrwegboxenkonzept als Alternative zum Versandkarton an. (Foto: Trans-o-flex)
Sandra Lehmann

Seit Anfang September bietet der Expressdienst Trans-o-flex allen Kunden Mehrwegboxen an, mit denen sie im Versand Einwegkartons ersetzen und dabei mehr als 50 Prozent klimaschädlicher Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO2) sparen können. Das geht aus einer Pressemeldung des Unternehmens mit Sitz in Weinheim hervor. Der Service werde unter dem Namen „tof.ecobox“ vermarktet. „In unsere heutige Lösung sind mehrere Jahre Entwicklungsarbeit sowie der Aufbau und die Weiterentwicklung spezieller Mehrwegboxenpools für einzelne Kunden eingeflossen“, sagt Trans-o-flex-CEO Wolfgang P. Albeck.

„Dabei haben wir sechs kritische Faktoren ausgemacht, von denen der Erfolg eines solchen Systems abhängt.“ So seien laut Albeck in den vergangenen 15 Jahren zahlreiche Versuche für den Aufbau von Mehrwegboxenpools hauptsächlich an mangelnder Transparenz der Behälterlogistik und ineffizienter Rückführungslogistik gescheitert. „Wir haben deshalb den Transportbehälter selbst in unsere Sendungsverfolgung integriert, so dass wir jederzeit wissen, wo sich welcher Behälter befindet. Das ist nicht nur die Voraussetzung für eine intelligente und kostengünstige Rückführung, sondern auch die Basis für eine verursachergerechte Abrechnung.“

Leere Boxen nehmen Trans-o-flex-Fahrer bei den Empfängern mit, sobald sie eine neue Sendung zustellen. Damit auch der Mitnahmevorgang exakt dokumentiert wird, werde der Fahrer über seinen Handscanner durch den Abholprozess geführt. Zahl und Größe der mitgenommenen Boxen würden festgehalten und quittiert.

Neben einer transparenten Steuerung, intelligenten Rückhollogistik und verursachergerechten Abrechnung entscheiden aus trans-o-flex-Sicht drei weitere Faktoren über Erfolg oder Misserfolg eines Mehrwegboxenpools in der Distributionslogistik.

„Da ist erstens das Design der Boxen selbst, zweitens die Art des Service, die der Kunde erhält und drittens die nachgewiesene Umweltfreundlichkeit, die sowohl für Kunden als auch für Empfänger immer wichtiger wird“, so Albeck.

Das Design der Boxen wurde laut Trans-o-flex gemeinsam mit dem Poolbetreiber Smart Container Loop (SCL) entwickelt. SCL gehört zur Unternehmensgruppe Schoeller aus dem Gesellschafterkreis von Trans-o-flex und hat jahrzehntelange Erfahrung im Entwickeln von Mehrwegboxen und Betreiben von Boxenpools. Schoeller ist unter anderem der Erfinder und Gründer von IFCO Systems, einem Mehrweg-Container-Pool und Anbieter von Mehrwegboxen im Lebensmittelbereich.

„Um die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse hinsichtlich Verspackungsgrößen und Sicherheitsanforderungen abzudecken, wurden ein rechtwinkliger und ein konischer Boxentyp entwickelt. Dabei sind die rechtwinkligen Boxen klappbar und die konischen Boxen können ineinander gestapelt werden, um den Platzbedarf bei den Leertransporten der Boxen zu minimieren.

„Versender müssen nur sagen, welche Boxentypen sie in welcher Anzahl benötigen“, erläutert Albeck das Servicekonzept. „Sie bekommen dann die gewünschte Menge geliefert und Trans-o-flex kümmert sich gemeinsam mit Smart Container Loop um den Rest.“

Die Kunden müssen sich also weder um die Rückführung und Reinigung kümmern noch um die bei Kartons notwendige Entsorgung. Zur Überprüfung der Umweltfreundlichkeit habe SCL die gesamte CO2-Belastung untersucht, die von der Herstellung der Boxen über den Transport zum Versender bis zur Rückholung, Reinigung und gegebenenfalls Reparatur oder Recycling entstehen und mit der Belastung durch Einwegkartonage verglichen. Die umfangreiche Studie (Cradle to Grave) hat nach Trans-o-flex-Angaben ergeben: Beim Versand von 1.000 Paketen mit Einwegkartonage wird die Umwelt allein durch die Verpackung mit Emissionen von 264 Kilo CO2e (CO2-Äquivalente) belastet. Wird das Mehrwegsystem von SCL benutzt, entstünden bei derselben Versandmenge für die Verpackung 131 Kilo CO2e. Die Haltbarkeit der Mehrwegboxen wurde hierfür laut Unternehmen mit 50 Umläufen berechnet, was in der Praxis nach den Erfahrungen von SCL klar überschritten wird.

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