Verpackung: Sentrex setzt auf Stretchfolienalternative

Der Papierbeutelhersteller nutzt eine Lösung des Anbieters Mondi, um Paletten nachhaltiger zu umwickeln.

Sentrex setzt die Stretchfolienalternative Advantage Stretch Wrap von Mondi ein. (Foto: EW Technology)
Sentrex setzt die Stretchfolienalternative Advantage Stretch Wrap von Mondi ein. (Foto: EW Technology)
Sandra Lehmann

Der Papierbeutelhersteller Sentrex nutzt seit Kurzem „Advantage Stretch Wrap“, eine Papieralternative zu herkömmlicher Kunststoffstretchfolie des Anbieters Mondi. Das geht aus einer Pressemeldung des Packmittelanbieters hervor.

Advantage StretchWrap ist Mondi zufolge ein vollständig recycelbares Kraftpapier, das aus verantwortungsvoll beschafften Materialien hergestellt wird, sich dehnt und durchstichfest ist. Damit eigne es sich als Ersatz für die Kunststoffstretchfolie, die traditionell zum Umwickeln und Transportieren von Paletten verwendet wird. Laut einer von Experten überprüften unabhängigen Lebenszyklusbewertung verursacht Advantage StretchWrap 62 Prozent weniger Treibhausgasemissionen (THG) im Vergleich zu Stretchfolie aus neuem Kunststoff und 49 Prozent weniger Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Kunststofffolie, die zu 50 Prozent aus recyceltem Material besteht, heißt es vonseiten des Herstellers.

Durch die Umstellung auf die Kraftpapierlösung von Mondi und den Einsatz der vollautomatischen Maschinen von EW Technology konnte Sentrex die Effizienz im Verpackungsprozess steigern: Die Produktion der Papierbeutel erfordert einen Trocknungsprozess, um Feuchtigkeit aus den Beuteln zu entfernen, bevor sie in Kunststoffstretchfolie eingewickelt werden können sowie um Kondensation innerhalb der Verpackung zu vermeiden. Mondis Advantage StretchWrap ist nach Anbieterangaben atmungsaktiv und kann daher zum Verpacken und Einwickeln von Produkten direkt nach der Papierbeutelproduktion in einem Inline-Prozess verwendet werden.

Ausreichend für bis zu 600 Paletten

Aufgrund der größeren Abmessungen der Advantage StretchWrap-Rolle sei nur alle 400 bis 600 Paletten eine neue Rolle erforderlich, bei Kunststoffverpackungen hingegen alle 40 bis 60 Paletten. Mit der Papierlösung könnten Paletten verschiedener Formen und Größen umwickelt und die Lücke zwischen Palette und Produkt abgedeckt werden, was für gute Stabilität und Sicherheit beim Transport sorge.

Michał Nogielski, Technical Director bei Sentrex, sagt:

„Wir sind fest entschlossen, die Papierverpackungslösung von Mondi in großem Umfang einzusetzen, als Teil unseres kontinuierlichen Engagements für die Suche und Anwendung der nachhaltigsten Geschäftspraktiken in unserem gesamten Betrieb. Die Teamarbeit zwischen uns, Mondi und EW Technology hat dazu geführt, dass der gesamte Anpassungsprozess schnell verlief und die neuen Verpackungsmaschinen und -rollen so erfolgreich laufen, dass wir sie gerne unseren eigenen Kunden empfehlen, beispielsweise für die Palettenverpackung trockener Lebensmittel wie zum Beispiel Mehl und Zucker.“

„Diese Änderung bedeutet, dass Sentrex seine Produkte in nachhaltigeren Verpackungen verpacken, auf ein stärker zirkuläres System hinarbeiten und einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Darüber hinaus ist der Verpackungsablauf effizienter, da die Palette sofort nach der Produktion verpackt werden kann, ohne dass die Papierbeutel getrocknet werden müssen. Die Zusammenarbeit mit Sentrex ist ein lebender Beweis dafür, dass unsere Advantage StretchWrap-Lösung nicht auf Business-to-Consumer-Anwendungen beschränkt ist, sondern führenden Branchenakteuren im Business-to-Business-Bereich einen Mehrwert bietet“, so Jan Murzyn, Business Development Manager Speciality Kraft & Functional Paper, Mondi.