Verpackung: Auf diese Verpackungstrends sollten Onlinehändler achten

Der Verpackungsmaschinenanbieter Sparck Technologies hat zusammengefasst, was für E-Commerce-Anbieter in Sachen Verpackung jetzt wichtig ist.

Besser verpacken im E-Commerce: Der Maschinenanbieter Sparck Technologies hat dafür Tipps auf Lager. (Foto: Sparck)
Besser verpacken im E-Commerce: Der Maschinenanbieter Sparck Technologies hat dafür Tipps auf Lager. (Foto: Sparck)
Sandra Lehmann

Mit wachsendem Onlinehandel steigt auch das Volumen an Versandverpackungen an, die benötigt werden. Was E-Commerce-Anbieter tun können, um Waren sicher und umweltgerecht gleichermaßen zu versenden und auf welche Trends Onlinehändler im laufenden Jahr besonders achten sollten, hat der Verpackungsmaschinenanbieter Sparck Technologies in einer Analyse ermittelt.

1. Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit werden wichtiger
Es gibt sie noch immer – die E-Commerce-Unternehmen, die in puncto Automatisierung weiterhin zögern. 2023 werden Effizienzsteigerungen jedoch noch wichtiger, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn die Ansprüche der Kunden in Sachen Liefergeschwindigkeit steigen. Versender, die in Ballungsräumen Warenzustellungen innerhalb eines Tages oder weniger Stunden versprechen, setzen häufig hochautomatisierte Intralogistikanlagen ein. Dadurch können sie in allen Bereichen des Lieferprozesses Zeit und können die Durchlaufzeiten im Versand reduzieren. Automatisierte Verpackungslösung produzieren beispielsweise bei Bedarf alle drei Sekunden passgenaue Kartons für Einzel- und Mehrfachbestellungen.

2. Ressourcen werden besser verteilt
Neben dem Inventar sind die Arbeitskosten in der Regel der größte Kostenfaktor im Betriebsbudget eines Versandzentrums. Hinzu kommt der Arbeitskräftemangel. Damit sich Mitarbeiter auf höherwertige Aufgaben konzentrieren können, lohnt es sich für Versender auf automatisierte Lösungen für Standardprozesse zu setzen. Bei vielen Systemen sind hier nur wenige Fachkräfte für die Bedienung nötig. Die frei gewordenen Kapazitäten können für neue Aufgabenbereiche genutzt werden.

3. Saisonale Schwankungen und kurzfristige Peaks sind weniger problematisch
Nachfragesteigerungen, die von Feiertagen, geplanten Aktionstagen wie etwa dem Cyber Monday oder einer bestimmten Jahreszeit hervorgerufen werden, stellen Einzelhändler aufgrund der Mengensteigerung oft vor Herausforderungen. Noch schwieriger ist häufig der Umgang mit unerwarteten Ereignissen, die Nachfragenachschübe auslösen können. Wer auf einen automatisierten Verpackungsbereich zurückgreifen kann, ist in der Lage das Volumen schnell zu steigern und das Qualitätsniveau zu halten.

4. Prozessqualität rückt in den Vordergrund
Menschliches Versagen ist natürlich, insbesondere bei sich wiederholenden, monotonen Aufgaben – es sorgt jedoch für ein negatives Kundenerlebnis. Durch eine automatisierte Verpackungslösung steigern Onlineversender ihre Zuverlässigkeit. Passgenaue, automatisch produzierte Transportkartons sind beispielsweise stabiler als Pakete, in denen der vorhandene Hohlraum mit Füllmaterial gefüllt wird. Dadurch entstehen weniger Transportschäden und die Zahl der Retouren sinkt.

5. Pakete werden kleiner und enthalten weniger Leerraum
Laut einer geplanten EU-vorschrift sollen künftig nur noch maximal 40 Prozent eines E-Commerce-Pakets aus Luft bestehen dürfen. Doch auch ohne Gesetzesänderung kann es Vorteile bieten, Pakete mit möglichst weniger Leerräumen zu versenden. Wer weniger Luft verschickt, reduziert Lkw-Ladungen und verbraucht weniger Wellpappe.

6. Positive Kundenerlebnisse spielen eine größere Rolle
„Logistik meets Marketing“ hat 2022 durch Lockdowns und daraus folgende Lieferengpässe an Bedeutung gewonnen. Ein positives Kundenerlebnis zu schaffen, wenn das Paket ankommt, ist vielen Versendern daher ein besonderes Anliegen. Um das zu erreichen, bedrucken sie die Versandkartons mit einem Markenbranding oder individuellen Botschaften. Der erste Eindruck beim Endkunden bleibt so im Gedächtnis und zeigt, dass das Unternehmen den erwarteten Kundenkomfort bieten kann, ohne dass die Produktivität beeinträchtigt wird.

7. Nachhaltigkeit ist keine Floskel mehr
Um dem schlechten Ruf des Onlinehandels entgegenzuwirken, haben sich viele Unternehmen das Ziel gesetzt, kohlendioxidneutral zu werden. Denn einige Endverbraucher überkommt ein schlechtes Gewissen nach einer Onlinebestellung. Es dominiert das Bedürfnis nach nachhaltigen und ressourcenschonenden Prozessen. Um diese zu erreichen, verkleinern einige Unternehmen ihre Pakete. Denn durch die automatische Erstellung der kleinstmöglichen Sendung mithilfe innovativer Anlagen können Onlinehändler bis zu 50 Prozent des Transportvolumens und bis zu 30 Prozent Wellpappe einsparen und so ihren Kohlendioxid-Fußabdruck verringern.