Verpackung: Auer Packaging verpflichtet sich zu nachhaltigem Ressourcenmanagement

Behälterhersteller setzt auf langlebige Produkte und nachhaltigen Energieeinsatz.

Auer Packaging hat eigenen Angaben zufolge eine Nachhaltigkeitsstrategie für die Behälterproduktion auf die Beine gestellt. (Foto: Auer Packaging)
Auer Packaging hat eigenen Angaben zufolge eine Nachhaltigkeitsstrategie für die Behälterproduktion auf die Beine gestellt. (Foto: Auer Packaging)
Sandra Lehmann

Der Ameranger Behälterhersteller Auer Packaging setzt nach eigenen Angaben bei der Herstellung seiner Produkte auf nachhaltiges und umweltbewusstes Ressourcenmanagement. Wie das Unternehmen im März 2020 mitteilte, betrifft die hauseigene Nachhaltigkeitsstrategie vor allem drei Säulen: die Nutzung von Energie aus regenerativen Quellen für Produktion und Verwaltung, die Herstellung langlebiger, recycelbarer Mehrwegverpackungen sowie die Investition in energieeffiziente Systeme.

So werde etwa der Unternehmenssitz in Amerang zu 90 Prozent durch eine Kraft-Wärme-Kältenanlage beheizt. „Die benötigte Wärme entsteht quasi als Abfallprodukt bei der Kühlung unserer Spritzgussanlagen“ erklärt Sergej Andert, Produktionsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung.

Der Plan für 2020: Das Dach der vorhandenen Logistikhalle soll mit einer 700 kWp Photovoltaik-Anlage bestückt werden. Der so gewonnene Strom wird für den Betrieb der Maschinen in die eigene Stromversorgung eingespeist.

Energieeffizienz in der Produktion

Das Prinzip der Energieeffizienz gelte auch für die Produktion. Wie Auer berichtet, sind die Spritzgussanlagen mit einem speziellen, geschlossenen Wassersystem ausgestattet. Produktionsleiter

Andert erläutert: „Das haben wir selber entwickelt. Unsere Spritzgussanlagen verfügen nicht - wie in der Branche üblich - über ein offenes System, bei dem Wasser nachgespeist werden muss. Einmal aufgefüllt, kann das gleiche Wasser bis zu zehn Jahre in einem geschlossenen Kreislauf bleiben.“

Weiterer Vorteil der Kühlung: Dem Wasser müssen, anders als bei offenen Systemen, keine chemischen Zusatzstoffe beigemischt werden, heißt es aus dem Unternehmen. Und auch mit dem eigentlichen Produkt – Behältern, die unter anderem im Logistikbereich Anwendung finden – möchte der Anbieter eigenen Aussagen zufolge einen Schritt Richtung Nachhaltigkeit gehen.

„Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff“, erklärt Geschäftsführer Philipp Auer. „Grundsätzlich sprechen wir von einem langlebigen, gut recycelbaren Werkstoff, der als Behälter oder Verpackung aus der modernen Logistik nicht mehr wegzudenken ist.“

Um möglichst langlebige Produkte zu schaffen, setzt Auer nach Eigenangaben nur so viel Material wie nötig ein und versucht die Qualität zusätzlich durch Details in der Konstruktion zu steigern. Nach Aussagen des Unternehmens hält ein unter diesen Bedingungen produzierter Behälter bis zu 15 Jahren.

Energieverbrauch halbiert

Durch die Umsetzung dieser Nachhaltigkeitsstrategie konnte Auer Packaging eigenen Angaben zufolge den Energieverbrauch pro Kilogramm Kunststoffgranulat halbieren und den CO2-Ausstoß um 50 Prozent reduzieren.

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