Urbane Logistik: Kone lagert in Micro-Hubs von Storebox

Das Start-up und der Anbieter von Aufzügen haben in Wien erfolgreich ein Pilotprojekt zur besseren Verfügbarkeit von Ersatzteilen abgeschlossen und gehen in den Serienbetrieb.

V.l.n.r.: Kasim Ekinci (Kone), Ferdinand Dietrich (Storebox) und Erwin Trinkl-Sebald (Kone) denken Service-Abläufe neu.
V.l.n.r.: Kasim Ekinci (Kone), Ferdinand Dietrich (Storebox) und Erwin Trinkl-Sebald (Kone) denken Service-Abläufe neu.
Sandra Lehmann

Kone, ein finnischer Anbieter von Aufzügen und Rolltreppen, steht bei seinen Wartungsarbeiten vor einer permanenten Herausforderung. Die Immobilien mit den zu wartenden Aufzügen, Rolltreppen und auch automatischen Türen und Toren finden sich meist in dicht verbauten Gebieten ohne nahe gelegene Parkmöglichkeiten. Dadurch gestalten sich viele Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben als logistisch fordernd. Denn die zeitnahe Verfügbarkeit von Ersatzteilen und rasche Reparaturen sind im Tagesgeschäft laut dem Hersteller erfolgskritisch. Die logistischen Hürden bei herkömmlichen Wartungseinsätzen im innerstädtischen Bereich sind komplex und vielfältig wie Erwin Trinkl-Sebald, Logistics Business Support Manager von Kone, erläutert:

„Geltende Lkw-Fahrverbote in Innenstädten, erhöhter Transportbedarf im Stadtgebiet sowie steigender Personenverkehr gestalten die Einsätze unserer Servicemitarbeiter schwierig. Hinzu kommen kaum vorhandene Parkmöglichkeiten und Umschlagplätze, die für herkömmliche Reparatureinsätze notwendig sind.“

Um diese Herausforderungen zu meistern, arbeitet Kone bereits seit dem Sommer 2021 mit dem österreichischen Start-up Storebox zusammen. Der Selfstoring-Anbieter mit Sitz in Wien vermietet ebenerdige Geschäftsflächen, die Firmenkunden wie Kone als urbane Multifunktionslager dienen, um notwendige Ersatzteile und Geräte in unmittelbarer Nähe ihres Verwendungsorts für zu lagern.

„Das Pilotprojekt, das im Sommer 2021 gemeinsam mit Kone Austria startete, hat im vergangenen Halbjahr bewiesen, dass unsere Mikro-Hubs völlig neue Ansätze in Logistik und Lagerung ermöglichen. Im Fall von Kone kann das Service-Personal dringend benötigte Ersatzteile und Werkzeuge rund um die Uhr in unseren Storeboxes abholen und ebenso Wertstoffe und Verpackungsmaterialen bei uns entsorgen”, so Ferdinand Dietrich, CCO von Storebox.

Was als Pilotprojekt in Wien startete, soll nach Angaben von Storebox künftig auch in anderen Städten Österreichs und Deutschlands ausgerollt werden.

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