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Umfrage: Wachstumstreiber Onlinehandel

Journalisten bescheinigen Logistik aber Kommunikationsdefizite.
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Redaktion (allg.)

Die größten Wachstumsimpulse in der Logistik sehen Wirtschafts- und Fachjournalisten insbesondere im Onlinehandel (94 Prozent), aber auch in der Lebensmittel- (60 Prozent), Automobil- (57 Prozent) und Pharmaindustrie (49 Prozent). Dabei werden Megatrends wie elektronischer Handel, Globalisierung und technologische Entwicklungen als potenzielle Wachstumstreiber eingeschätzt. Das ist der Eindruck von 49 Medienprofis, die sich im Zeitraum Februar bis April 2014 an einer Umfrage des Instituts für Angewandte Logistik (IAL) an der Hochschule Würzburg und der Gütersloher Agentur Hocke+Partner zur Qualität der Kommunikation und Pressearbeit im Wirtschaftsbereich Logistik beteiligt haben.

Auf die Frage, von welchen Unternehmen sie sich gut informiert fühlten, nannten nahezu alle Befragten ausschließlich die großen, weltweit operierenden Logistikkonzerne. Dabei suchen 79 Prozent der Journalisten ihre Gesprächspartner bevorzugt auf der Vorstands- oder Geschäftsführungsebene. Kritisch urteilen sie dagegen über ihre Gesprächspartner in den Kommunikationsabteilungen der Unternehmen und ihren Lobbyverbänden. Fehlende strategische Kommunikation, zu wenige Aussagen über die Bedeutung der Logistik für Wirtschaft und Gesellschaft und „babylonisches Sprachgewirr“, initiiert durch die unterschiedlichen Verbandsinteressen und Institutionen, verzerren eine klare Wahrnehmung, geht aus der Umfrage weiter hervor.

Jeder dritte Interviewpartner äußerte die Ansicht, dass die Unternehmen viel zu wenig über sich und ihre Aktivitäten publizieren. Mehr als die Hälfte der Befragten behaupten, dass deshalb auf der Investoren-Seite viel zu wenig über die Bedeutung der Logistik als Querschnittsfunktion durch alle Wirtschaftsbereiche und Branchen bekannt ist. 39 Prozent der befragten Journalisten halten fehlende Informationen sowohl über die Unternehmen selbst, sogar 55 Prozent über den Wirtschaftssektor insgesamt, für einen wesentlichen Grund, dass die Aktienkurse börsennotierter internationaler Logistikkonzerne trotz der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Logistik seit Jahren keinen Höhenflug erleben. Darüber hinaus hält nur jeder zehnter Medien-Beobachter den Wirtschaftsbereich Logistik für innovativ. 90 Prozent sind der Auffassung, es werde nicht genug in Forschung und Entwicklung investiert.

(akw)
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