Übernahme: Raben Group hat BAS geschluckt

Der Logistikdienstleister übernimmt Standorte in den Niederlanden, der Slowakei und Italien.

Die Raben Group hat den niederländischen Logistikdienstleister BAS Group übernommen. (Foto: Raben Group)
Die Raben Group hat den niederländischen Logistikdienstleister BAS Group übernommen. (Foto: Raben Group)
Sandra Lehmann

Die Raben Group hat rückwirkend zum 1. Januar die niederländische BAS Group übernommen. Das gab der Transportdienstleister im Rahmen einer Pressemeldung bekannt. Der europäische Logistikdienstleister erweitert damit nach Eigenangaben sein Stückgutnetzwerk nach Südwesteuropa und möchte seine Position im kombinierten Verkehr Schiene-Straße stärken. Die Kartellbehörden hätten die Übernahme bereits genehmigt. Mit dieser Vereinbarung übernimmt Raben alle BAS-Standorte in den Niederlanden, der Slowakei und Italien sowie 250 Mitarbeiter.

Der niederländische Logistikdienstleister verfüge über eine Lagerkapazität von 50.000 Quadratmetern und organisiere vor allem die Distribution von Gütern, die eine besondere Sorgfalt erfordern wie Gefahrgut oder Lebensmittel. Auf der Relation von den Niederlanden nach Italien transportiert BAS laut Raben 90 Prozent der Güter auf der Schiene.

„Die Übernahme der BAS Group bietet neue Möglichkeiten in Europa und erweitert gleichzeitig unser Netzwerk. Zudem stärken wir unsere Position in den Benelux-Ländern und verbessern unsere Wachstumschancen in Südeuropa“, sagt Raben-Geschäftsführer Ewald Raben.

Die Raben Group gewinnt mit der Übernahme Logistikstandorte hinzu. Neben dem Hauptsitz der BAS Group südlich von Rotterdam kommen Standorte in Italien oder Westeuropa hinzu.

Die 1986 gegründete BAS Group ist ebenso wie Raben ein inhabergeführtes Unternehmen. Es bietet Straßen- und Schienentransporte sowie Kontraktlogistik an. Mit der Eingliederung in die Raben Group sollen die Kunden nun von einem deutlich leistungsstärkeren und größeren Netzwerk mit 39 deutschlandweiten Niederlassungen profitieren.

„Als Familie waren wir an einem Punkt angelangt, an dem wir entscheiden mussten, ob wir eigenständig weiter wachsen oder uns einem größeren professionelleren Logistikdienstleister anschließen wollen. Als Teil der Raben Group sind wir als mittelgroßer Akteur nun weniger anfällig für externe Einflüsse“, sagt BAS-Geschäftsführer Lorenzo Bas.

Bislang war Raben der Distributionspartner für den täglichen Linienverkehr von den Niederlanden nach Deutschland. Das Mannheimer Unternehmen erweitere mit der BAS-Übernahme sein Leistungsspektrum. Neben dem Zugewinn strategischer Standorte wie in der Nähe des Rotterdamer Hafens kämen Standorte in Mailand oder in der Slowakei hinzu. In den Benelux-Ländern, Italien und Frankreich könne Raben zukünftig auf das engmaschige Stückgutnetzwerk der BAS Group zurückgreifen. 90 Prozent der Güter transportiere BAS auf der Schiene nach Italien. Vom Rotterdamer Hafen übernehme der Dienstleister die vor- und nachgelagerten Transporte per Bahn.

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