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Übernahme: Kartellamt hat Bedenken bei Edeka-Plänen

Der geplante Kauf von Kaiser´s Tengelmann könnte zu Marktverdichtung führen.
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Nadine Bradl

Das Bundeskartellamt hat sich am 17. Februar zur geplanten Übernahme von Kaiser´s Tengelmann GmbH, Mülheim an der Ruhr, durch die Hamburger Supermarktkette Edeka Zentrale AG & Co. KG geäußert – und hat erhebliche Bedenken zum Kauf der 450 Filialen. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, befürchtet, dass die für Juni geplante Übernahme „zu einer Verdichtung der ohnehin stark konzentrierten Marktstrukturen insbesondere in Berlin, München und einzelnen größeren Städten in Nordrhein-Westfalen führen“ würde. Zudem könnte besonders beim Kauf von Markenartikeln „der Vorsprung der Spitzengruppe bestehend aus Edeka, Rewe und der Schwarz-Gruppe mit Kaufland und Lidl gegenüber ihren Wettbewerbern weiter steigen, da den Herstellern eine der verbleibenden Absatzalternativen außerhalb dieser Gruppe wegbricht“, berichtet Mundt.

Nur noch zwei Anbieter mit vielen Markenartikeln

In vielen der Regionen würden nach einer Übernahme nur noch zwei Nahversorger – Edeka und Rewe sowie ihre Discounter – übrig bleiben, die den Kunden ein großes Sortiment mit hohem Markenartikelanteil bieten können. Die Marktanteilszuwächse in den problematischen Märkten, insbesondere in Berlin und München, lägen im Regelfall weit über zehn Prozent. Laut Bundeskartellamt wurden Edeka und Tengelmann über die Bedenken informiert und hätten nun bis zum 26. Februar 2015 Gelegenheit Stellung zu nehmen.

Zehn Lagerstandorte verkauft

Bereits vergangenes Jahr wurde bekannt, dass Tengelmann mehrere Logistikstandorte an die amerikanische Investmentgesellschaft Blackstone Group L.P., New York, verkauft hat. Die Blackstone-Logistiksparte Logicor bestätigte nun den Erwerb von zehn Lagerstandorten der Gruppe mit einer Fläche von rund 400.000 Quadratmetern. Mieter war unter anderem auch das Tochterunternehmen Kaiser´s Tengelmann.

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