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Transportlogistik: RIO-Studie erkennt digitale Zweiklassengesellschaft

Digitalmarke der Traton Group stellte Studienergebnisse auf der transport logistic vor.

Mit der Studie ging es RIO darum, festzustellen, wie digital kleine Flotten schon unterwegs sind und wo es noch Bedarf an digitaler Unterstützung gibt. (Foto: LVDESIGN/Fotolia)
Mit der Studie ging es RIO darum, festzustellen, wie digital kleine Flotten schon unterwegs sind und wo es noch Bedarf an digitaler Unterstützung gibt. (Foto: LVDESIGN/Fotolia)
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Matthias Pieringer

Während große Firmen ihre Prozesse und Transporte mit digitalen Helfern immer effizienter machen, arbeiten die kleinen Unternehmen oft noch mit Fax und Tabellenkalkulationen und tun sich schwer, einen Einstieg in die digitale Welt zu finden. Diese Erkenntnisse gehen aus einer von RIO in Auftrag gegebenen Studie hervor, die den Digitalisierungsgrad von kleinen Unternehmen im Logistiksektor untersuchte. Die Studienergebnisse wurden am 4. Juni auf der Fachmesse transport logistic 2019 in München der Presse vorgestellt.

Ziel der Studie war es laut RIO zu ermitteln, wie digital kleine Flotten schon unterwegs sind und wo es noch Bedarf an digitaler Unterstützung gibt. Der Löwenanteil der deutschen Speditionen und Fuhrunternehmen gehöre auch heute noch dem kleinen und mittelständischen Segment an.

Von Februar bis März 2019 wurden Telefoninterviews mit 300 Entscheidern von Unternehmen mit Flotten bis 20 Lkw durchgeführt. Bei den ausgewählten Branchen, mit einer durchschnittlichen Fuhrparkgröße von sieben Lkw, handelte es sich um das produzierende Gewerbe, den Handel, Spedition und Logistik, sowie Handwerk und Dienstleistungen.

Aktuell nutzen demnach gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der befragten Flottenbetreiber digitale Dienstleistungen für ihre Fahrzeugflotte oder Transportaufgaben. Oft wird noch per Telefon, Fax und papierbasiert gearbeitet. Dabei wünschen sich RIO zufolge diese Kleinstflottenbetreiber durchaus digitale Entlastung – vor allem bei der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen. In den kleinen Betrieben gebe es selten einen Mitarbeiter, der sich intensiv um die Belange der Flotte kümmern kann. Trotzdem müssten natürlich auch kleinste Speditionen ohne eigenes IT-Department und großes Dispo-Office dieselben gesetzlichen Anforderungen erfüllen wie die großen und seien genauso haftbar bei Verstößen.

Digitale Services werden, wie RIO weiter mitteilte, in dieser Zielgruppe am häufigsten für die Ortung von Lkw, die Nachweisführung bei Kontrollen, den automatischen Download von Fahrerkarten und Verbesserungsmöglichkeiten für wirtschaftlicheres Fahren genutzt.

Was die Studie auch ergab: Viele Flottenbetreiber wissen nicht, dass es auch für kleine Flotten digitale Angebote gibt. So gaben knapp 20 Prozent der Nicht-Nutzer an, sie hätten keinen Bedarf an digitalen Services, weil ihre Flotte zu klein sei. Weitere 30 Prozent konnten nicht spezifizieren, warum kein Bedarf an digitaler Unterstützung bestehe. „Diese Informationslücke wollen wir schließen. Mit RIO wird der Abstand zwischen kleinen beziehungsweise kleinsten Flotten und den vermeintlich großen Anbietern massiv reduziert. Digitalisierung auf der Straße gibt es jetzt für jede Flottengröße. Damit tragen wir zur Demokratisierung der digitalen Welt in der Logistik und zu einem verbesserten Marktzugang für die beteiligten Unternehmen in der Logistikkette bei“, sagte RIO-CEO Jan Kaumanns.

Mit dem neuen Service „RIO Dispatch“ will die Digitalmarke der Traton Group gemäß eigenen Angaben auch kleinen Unternehmen, die bislang über keine eigene Softwarelösung verfügen, ein Telematik- und Logistikangebot mit einem transparenten Kostenmodell aus einer Hand anbieten. Nutzer könnten den Service jederzeit dazu- oder abbuchen, und zahlten nur für die tatsächliche Nutzung pro Fahrzeug und Tag, hieß es seitens RIO.

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