Transportlogistik: Porsche baut verstärkt auf alternative Antriebe

Der Sportwagenhersteller setzt im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie auf Dekarbonisierung.

Elektrischer Lkw für Fahrzeugauslieferung in den Schweizer Markt im Einsatz. (Foto: Porsche)
Elektrischer Lkw für Fahrzeugauslieferung in den Schweizer Markt im Einsatz. (Foto: Porsche)
Matthias Pieringer

Der Sportwagenhersteller Porsche treibt den Ausbau seiner mit alternativen Antrieben ausgestatteten Transportlogistik voran: An den Standorten Zuffenhausen, Weissach und Leipzig setzt Porsche zusammen mit seinen Logistikpartnern sechs neue Lastwagen mit Elektroantrieb ein – überwiegend von Scania. Diese transportieren rund um die Werke Produktionsmaterialien, wie Porsche vor Kurzem mitteilte. Sie ergänzen laut dem Sportwagenhersteller eine bereits bestehende Flotte von 22 mit Biogas betriebenen Lkw.

Ein weiterer elektrischer Truck liefert ab dem Werk Zuffenhausen Neufahrzeuge in die Schweiz. Darüber hinaus erprobt Porsche in einem mehrjährigen Versuch und unter wissenschaftlicher Begleitung des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Einsatz von synthetischen Diesel-Kraftstoffen (HVO100). Diese sogenannten re-Fuels werden rund um das Werk Zuffenhausen bei zwölf Lkw aus der Bestandsflotte eingesetzt.

 

„Dekarbonisierung ist ein fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Der Einsatz von LKW mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen ist ein wichtiger Schritt, um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen. Dabei setzen wir bewusst auf einen Antriebsmix, der sich am jeweiligen Einsatzzweck der Fahrzeuge orientiert“, sagte Albrecht Reimold, Vorstand für Produktion und Logistik der Porsche AG.

Biogas- und E-Lkw oder der Modellversuch mit re-Fuels – die Beispiele zeigen nach Unternehmensangaben, dass die Porsche Transport-Logistik die gesetzten Ziele bei der Dekarbonisierung vielseitig angeht. Dazu zählt auch der Bahntransport. Dieser wird insbesondere für die Belieferung der Werke mit Teilen und Komponenten genutzt. Oder auch für den Transport von Neufahrzeugen zu den Seehäfen, um sie dort für den Export außerhalb Europas vorzubereiten. Auch die Fahrzeugproduktion selbst trägt demnach ihren Teil zur Dekarbonisierung bei: An den Porsche Standorten Zuffenhausen und Leipzig erfolgt die Fahrzeugproduktion laut Porsche seit 2020 bilanziell CO-neutral und unter Einsatz von Strom aus regenerativen Energiequellen.