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Transport: Das Für und Wider automatisierter Systeme

BME fordert klare Strategie für autonomes Fahren.
Autonom unterwegs: Autobauer Daimler ging im Oktober 2015 bereits auf der A8 auf Jungfernfahrt mit seinem autonomen Lkw. An Bord waren Dr. Wolfgang Bernhard (rechts), im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks & Buses, und Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. (Archivbild: Daimler)
Autonom unterwegs: Autobauer Daimler ging im Oktober 2015 bereits auf der A8 auf Jungfernfahrt mit seinem autonomen Lkw. An Bord waren Dr. Wolfgang Bernhard (rechts), im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks & Buses, und Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. (Archivbild: Daimler)
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Redaktion (allg.)

Der kürzlich vom Kabinett verabschiedete Gesetzesentwurf des Bundesverkehrsministeriums (BMVi) für den Einsatz automatisierter Fahrsysteme hat auf den Güterverkehr laut Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) sowohl positive als auch negative Auswirkungen. „Für die Attraktivität des Fahrerberufs, der unter chronischem Personalmangel leidet, ist die neue Technologie durchaus eine Chance“, sagt Gunnar Gburek, Leiter der BME-Sektion Logistik. Möglichkeiten ergäben sich außerdem in puncto Sicherheit, weil die Gefahr von Auffahrunfällen reduziert werde. Der Spritverbrauch lasse sich ebenfalls verringern – insbesondere, wenn mehrere Fahrzeuge im Platooning-Verfahren in vernetzten Kolonnen unterwegs sind.

Klare Strategie nötig

Für andere Bestrebungen, die der BME genauso wie die Bundesregierung unterstützt, sei das jedoch kontraproduktiv. „Eigentlich muss es das Ziel sein, die überfüllten Straßen zu entlasten, indem der Hauptlauf auf die Schiene oder die Binnengewässer verlagert wird“, betont Gburek. Das autonome Fahren bewirke jedoch genau das Gegenteil, weil der vor allem auf Kurzstrecken sinnvolle Lkw auch auf längeren Distanzen attraktiver gemacht werde. Um die Gelder für den Ausbau der Infrastruktur sinnvoll einzusetzen, erhofft er sich deshalb ein klares Bekenntnis von der Politik. „Was wir brauchen ist eine klare Strategie, in welchem Maße die einzelnen Verkehrsmittel in der Zukunft eingesetzt werden sollen“, so Gburek.

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