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Transport: Contargo will öfter Bahn fahren

Investition in Terminals und neue Linien.
Das Contargo-Terminal am Hafen Duisburg. Das Container-Logistik-Unternehmen will in Zukunft verstärkt auf die Schiene setzen. (Bild: Contargo)
Das Contargo-Terminal am Hafen Duisburg. Das Container-Logistik-Unternehmen will in Zukunft verstärkt auf die Schiene setzen. (Bild: Contargo)
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László Dobos

Das Containerlogistikunternehmen Contargo GmbH & Co. KG, Duisburg, will sein Angebot auf der Schiene stark ausbauen. Die Maßnahmen hierzu stellte es auf dem 33. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin vor. Contargo organisiert Containerverkehre zwischen den Westhäfen, vor allem Rotterdam und Antwerpen, den deutschen Nordseehäfen und dem europäischen Hinterland. Dafür setzt das Unternehmen auf den Kombinierten Verkehr, eigene Terminals als Knotenpunkte, Transportlinien mit Zug, Binnenschiff und Lastwagen.

Neues Terminal am Niederrhein, Ausbau in Hof

An Ausbau ist einiges geplant. In Voerde-Emmelsum am Niederrhein entsteht derzeit ein neues Contargo-Terminal mit einer Fläche von 46.000 Quadratmetern, 300 Meter Kailänge sowie zwei Gleise von jeweils 315 Metern. Am Terminal von Contargo in Neuss wird bis zum Winter ein drittes Gleis gebaut und eines der beiden bestehenden Gleise verlängert. Nach Fertigstellung kann Contargo dort bis zu 18 Züge pro Woche abfertigen. Das Containerterminal der Contargo Industriepark Frankfurt Höchst GmbH wird um eine zweite Containerbrücke ausgebaut. In Basel haben Contargo, Hupac und SBB Cargo die Gateway Basel Nord AG gegründet. Die Gesellschaft mit Sitz in Basel plant und realisiert ein Großterminal für Container für den Import-Export-Verkehr in Zusammenarbeit mit den Schweizerischen Rheinhäfen. Das Contargo-Terminal im Güterverkehrszentrum Hof wird auf rund 45.000 Quadratmeter ausgebaut. Zudem will das Unternehmen 2017 neue Zuglinien anbieten.

Strategische Entscheidung für die Schiene

Bisher wickelt Contargo rund 65 Prozent der kombinierten Verkehre mit dem Binnenschiff ab, das soll künftig anders werden. Der Co-Geschäftsführer von Contargo, Heinrich Kerstgens, erklärte auf dem Deutschen Logistik-Kongress: „Unser Ziel ist es, in fünf Jahren 50 Prozent der kombinierten Verkehre mit der Bahn zu bedienen.“ Die Binnenschifffahrt soll laut Kerstgens bei Contargo weiterhin wachsen, der Schienenverkehr soll jedoch mit deutlich mehr Tempo wachsen. Mit der Stärkung der Bahnverkehre will Contargo Transportabläufe flexibler gestalten. „Zum Beispiel können wir bei freien Kapazitäten und passenden Terminen Container mit der Bahn statt mit dem Lkw transportieren oder bei Hochwasser Ladung von unseren Binnenschiffen auf Züge umlenken“, sagte Kerstgens. Contargo hat das Bahngeschäft in letzter Zeit mit neuen Linien schon ausgebaut. Am 1. Juli 2016 hat Contargo eine eigene Gesellschaft für Bahnverkehre gegründet.

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