Transport: Augustiner-Bräu nutzt Elektro-Lkw von Volvo

Die Brauerei beliefert mit den Fahrzeugen ihre Abfüllanlage am Stadtrand von München.

Die Münchner Augustiner Brauerei nutzt zwei Volvo E-Lkw, um den Transport zwischen der Produktionsstätte in München und der Abfüllanlage in Freiham zu realisieren. (Foto: Volvo)
Die Münchner Augustiner Brauerei nutzt zwei Volvo E-Lkw, um den Transport zwischen der Produktionsstätte in München und der Abfüllanlage in Freiham zu realisieren. (Foto: Volvo)
Sandra Lehmann

Die Münchner Brauerei Augustiner-Bräu beliefert ihre Abfüllanlage am Stadtrand mit elektrischen Lkw von Volvo Trucks. Zwei Volvo FM Electric werden zwischen der Brauerei in der Münchner Innenstadt und der Abfüllanlage in Freiham eingesetzt. Das berichtet Volvo im Rahmen einer Pressemitteilung von Ende Juni.

Seit Anfang Januar 2024 rollen die beiden Sattelzüge im Zweischichtbetrieb zwischen Innenstadt und Stadtrand. Die schweren Lastzüge verursachen keinen Lärm, der die Anwohner der Brauerei im Stadtzentrum belästigen könnte. Auch nicht im Straßenverkehr und nicht beim Leeren der Ladung, so Volvo.

Warum sich die Fuhrparkverantwortlichen von Augustiner für Volvo Trucks entschieden haben, begründet Sven Bröker, der Chef der Augustiner Disposition:

„Eine so große Auswahl an elektrischen Lkw gab es ja nicht. Bei Volvo Trucks bekamen wir bereits eine praxistaugliche Serienlösung inklusive der neuesten Sicherheitssysteme. Andere Hersteller gehen jetzt erst in die Felderprobung.“

Entscheidend für Volvo Trucks war der frühe Probelauf mit einem Volvo Electric, der bei Augustiner mit guten Erfahrungen absolviert wurde. Dabei spielte das modulare Batteriesystem eine entscheidende Rolle. Denn fünf statt der sechs Batteriepakete mit je 90 Kilowattstunden (kWh) reichen für diese konkrete Transportlösung laut Anbieter aus. Das resultierende geringere Eigengewicht erhöhe die Nutzlastreserven der beiden Volvo FM Electric, die damit die Transporteffizienz verbessern.

Nicht nur die Fuhrparkverantwortlichen, auch die Fahrer bei Augustiner sind von den Trucks überzeugt.

„Echt superleise, der Einstieg ist superbequem“, urteilt der Lkw-Fahrer Wolfgang Käsweber, „so macht das Fahren Spaß, und ich wüsste auch nicht, was ich beanstanden sollte.“

Die drei Elektromotoren liefern nach Volvo-Angaben 666 PS Dauerleistung an das automatisierte I-Shift-Getriebe, das nur wenig schaltet. Im Bremsbetrieb arbeiten die Motoren als Dauerbremse und zugleich als Generatoren. Neben der verschleißfreien Verzögerung rekuperieren sie die Bremsenergie und laden damit die Hochvoltbatterien der Zugmaschinen. Dies erweise sich gerade im Nahverkehr als vorteilhaft.

Anschaffung eines weiteren E-Lkw möglich

Weil die Nachfrage nach Augustiner Bier stetig steige und die Augustiner-Logistik mit ihren Abläufen durchaus noch Luft nach oben sieht, wird dort bereits über einen Drei-Schicht-Betrieb nachgedacht. Ebenso ist die Beschaffung eines weiteren elektrischen Lkw von Volvo denkbar, heißt es in der Meldung.