Tracking: Bosch vernetzt Waggons für Lineas

Lösung Nexeed Track and Trace soll mehr Transparenz im grenzüberschreitenden Güterverkehr bieten.

Der Bahnfrachtbetreiber Lineas nutzt die Lösung Nexeed Track and Trace von Bosch für mehr Transparenz im Güterverkehr. (foto: Lineas)
Der Bahnfrachtbetreiber Lineas nutzt die Lösung Nexeed Track and Trace von Bosch für mehr Transparenz im Güterverkehr. (foto: Lineas)
Sandra Lehmann

Der Bahnfrachtbetreiber Lineas, Brüssel, vernetzt seine Wagenflotte mit der Lösung „Nexeed Track and Trace“ von Bosch Connected Industry. Das berichtet der Technologieanbieter in einer Pressemitteilung von Mitte Oktober. Nachdem bereits 2017 mehr als 1.000 Lineas-Waggons mit den Bosch „AMRA Boxen“ versehen worden waren, wurden nach Angaben des Stuttgarter Unternehmens nun rund 2.600 Wagen mit der Tracking-Anwendung ausgestattet, um eine grenzübergreifende Online-Rückverfolgung der Wagen zu gewährleisten. Die Lösung besteht laut Bosch aus der Nexeed Track and Trace Software, IoT-Devices sowie einer ITSS-Schnittstelle.

„Seit Beginn der Zusammenarbeit konnten wir die Kapazitätsauslastung unserer Flotte um mehr als 40 Prozent erhöhen“, sagt Suzy Verachten, Projektleiterin Asset Management bei Lineas. „Bosch Connected Industry hat uns mit ihren Datenanalysen eindrucksvoll gezeigt, was Nexeed Track and Trace sonst noch leisten kann. Mit der neuen Generation an IoT-Devices gehen wir jetzt die nächsten Anwendungsfälle an.“

Insgesamt werden nach Lineas-Angaben aktuell weitere 1.500 Güterwaggons bis Ende des Jahres mit Nexeed Track and Trace verbunden und mit Gateways ausgestattet. Mithilfe der Kombination aus historischen und aktuellen Daten wisse Lineas nun genau, wo es zu längeren Stillstandzeiten komme. Diese würden auf einer sogenannten Heatmap dargestellt. Beginnend im Lineas-Depot in Antwerpen haben Bosch und Lineas eigenen Aussagen zufolge die Analyse sukzessive auf zahlreiche Routen und Knotenpunkte ausgeweitet.

„Jetzt wissen wir quasi in Echtzeit, wo sich unsere Waggons befinden, welche Routen wir optimieren können und wo auch für unsere Kunden Einsparpotenziale vorliegen“, so Verachten. „Dabei helfen die neuen solarbasierten Gateways, da wir uns keine Sorge mehr um ihre Wartung machen müssen und die Daten zudem in noch kürzeren Intervallen an die Software übermittelt werden.“

Lineas könne darüber hinaus jetzt die voraussichtliche Ankunftszeit (ETA) und etwaige Verzögerungen innerhalb weniger Minuten unmittelbar an die Kunden kommunizieren. Das erleichtere die Zusammenarbeit erheblich.

„Durch die exaktere Planung ihrer Be- und Entladezeiten sind unsere Kunden in der Lage, auch ihre eigenen Prozesse zu verbessern“, erläutert Verachten. „Wir erhoffen uns dadurch neben höherer Transparenz über den Verbleib unserer Waggons auch insgesamt eine noch intensivere, grenzüberschreitende Kommunikation mit unseren Kunden.“

Nach Abschluss dieses zweiten Projektes sieht Lineas laut Bosch zusätzliches Potenzial, weitere seiner insgesamt 6.000 Waggons mit Nexeed Track and Trace auszustatten.

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