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Toyota Material Handling: Ausbau des Consulting-Bereichs

Staplerbauer berät Unternehmen in puncto Toyota Production System.
Der neue Autopilot TAE 050 von Toyota Material Handling: Auch das Geräte wurde nach dem Toyota Produktionssystem hergestellt. Foto: TMHDE
Der neue Autopilot TAE 050 von Toyota Material Handling: Auch das Geräte wurde nach dem Toyota Produktionssystem hergestellt. Foto: TMHDE
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Thilo Jörgl

Der Flurförderzeugehersteller Toyota Material Handling will seinen Beratungsbereich ausbauen. Das kündigte Norman Memminger, Geschäftsführer von Toyota Material Handling Deutschland, bei einem Roundtable in Hannover gegenüber Fachjournalisten an. Konkret geht es um Beratungen in Sachen Toyota Production System (TPS), eine Konzeption, um jegliche Verschwendung zu vermeiden. Nach dieser bekannten Produktions-Philosophie arbeitet der japanische Konzern seit langem im Bereich Auto- und Staplerherstellung. „Wir haben dieses Feld bisher Beratern überlassen, verfügen aber über sehr viel Praxiserfahrung. Diese wollen wir an andere weitergeben“, so Memminger. Der Staplerbauer hat dabei nicht nur Lieferanten, sondern auch Kunden im Blick. Bereits abgeschlossen hat das Unternehmen ein Projekt bei der italienischen Ali Group, die rund 2,2 Milliarden Umsatz macht. Bei dem Beratungsauftrag in Höhe von 100.000 Euro ging es unter anderem um den Einsatz von Staplern und der Zentralisierung des Ersatzteilgeschäfts. In Deutschland hat das Unternehmen vor Kurzem einen Beratungsauftrag von einer Drogeriemarktkette erhalten.

Verändertes Kaufverhalten

Memminger blickte bei dem Roundtable auch in die Zukunft. Er geht hierzlulande von einem gesamten Wachstum von rund zwei bis drei Prozent pro Jahr aus. Im Jahr 2025 könne er sich vorstellen, dass dann 1.600 Mitarbeiter für den japanischen Konzern in Deutschland arbeiten. Doch wird sich laut Memminger das Kaufverhalten der Kunden stark ändern. Während heute noch ein Großteil von ihnen vor allem Flurförderzeuge kaufe, werde 2025 mehr als die Hälfte der Anfragen in Richtung Lösungen, also Hardware plus intelligente Software, gehen. Dabei wird sich Memminger zufolge der Kunde nicht nur die Anschaffungspreise ansehen, sondern sich vor allem die Total Cost of Ownership (TCO) vorrechnen lassen. In diesem Zusammenhang sieht Memminger zwei Herausforderungen auf den Intralogistikspezialisten zukommen. Zum einen werde das Kaufverhalten für Lösungen komplexer, weil Themen wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit eine große Rolle spielen. Zum anderen müsse sein Unternehmen eine neue Servicestruktur aufbauen.

Organisches Wachstum im Fokus

Um sich für die kommenden Herausforderungen zu rüsten, will der Staplerbauer nicht zwangsweise auf Akquisitionen setzen. Wie LOGISTIK HEUTE berichtete, hatte beispielsweise die Wiesbadener Kion Group, unter anderem bekannt für die Marken Linde und Still, vor Kurzem den Systemintegrator Dematic erworben, um sich noch breiter in der Intralogistik aufzustellen. „Wir wollen in erster Linie organisch wachsen“, so Memminger. Ausschließen wolle er einen Firmenkauf aber nicht. Das Unternehmen müsse aber „in jedem Fall zu Toyota Material Handling passen“.

Neues FTS vorgestellt

Im Rahmen des Roundtables hat Toyota Material Handling neues, einfaches Fahrerloses Transportsystem (FTS) vorgestellt. „Autopilot TAE050“ heißt das Gerät, das laut Toyota vor allem für Bereiche wie Produktion, E-Commerce und Krankenhäuser prädestiniert ist. Dank einfacher Installation könne diese Lösung Mitarbeiter entlasten und Kapazitäten für komplexere Arbeiten schaffen, betont der Intralogistikspezialist. In überwiegend geschlossenen Räumen sei der kompakte Schlepper ideal für das Handling von Lasten von bis zu 500 Kilogramm. Alternativ sei zudem der Einsatz mit einem Regalaufbau für das Handling von Kleinladungsträgern möglich. Der TAE050 folgt einer Magnetbandnavigation, die über einen Magnetstreifen auf dem Boden gesteuert wird.

Lösung für Pick-by-Vision

Noch eine Neuheit verkündete das Unternehmen in Hannover: Toyota bietet ab sofort bei der Warenkommissionierung „Pick by Vision“ an. Statt mit Klemmbrett oder Handheld arbeitet der Kommissionierer ausschließlich mit einer Datenbrille, die via WLAN mit dem Warenwirtschaftssystem verbunden ist. Auftragsinformationen werden unmittelbar ins Sichtfeld des Mitarbeiters eingeblendet. Neben Produktbezeichnung, Lagerplatz und Menge kann auch eine Produktabbildung bereitgestellt werden. Der Mitarbeiter hat so beide Hände frei zum Kommissionieren.

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