Supply Chain Management Award: Weiter in Richtung Industrie 4.0

In der Titelgeschichte widmet sich LOGISTIK HEUTE dem Sieger-Konzept von Continental im Supply Chain Management Award 2019.

Der Supply Chain Management Award wurde 2019 zum 14. Mal vergeben, der Automobilzulieferer Continental durfte sich über den Preis freuen. (Bild: Euroexpo und styleuneed/AdobeStock; Montage: Bartl/ HUSS-VERLAG)
Der Supply Chain Management Award wurde 2019 zum 14. Mal vergeben, der Automobilzulieferer Continental durfte sich über den Preis freuen. (Bild: Euroexpo und styleuneed/AdobeStock; Montage: Bartl/ HUSS-VERLAG)
Melanie Endres

Mit der Supply-Chain-Vision „Fast Forward 2030“ hat sich Continental gegen drei weitere Finalisten im Supply Chain Management Award 2019 durchgesetzt. Der Award wurde im Rahmen einer Award Night auf dem Supply-Chain-Gipfel EXCHAiNGE am 27. November verliehen. Die EXCHAiNGE war Teil der Plattform Hypermotion, die vom 26. bis 28. November in Frankfurt am Main stattfand.

„Die diesjährige Verleihung des Supply Chain Management Awards honoriert die hervorragend durchdachte Implementierung einer langfristigen Supply-Chain-Vision 2030 hin zu einem ‚Autonomous Supply Network‘“, lobt Laudatorin Kerstin Gliniorz, Director Supply Chain Strategy bei ADM Wild, die Arbeit von Continental. „Die Vision adressiert die gesamte Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis hin zum Kunden und hat eine klare Vorstellung von der Entwicklung der Supply Chain über verschiedene Maturitätsstufen von Konnektivität bis hin zu Autonomie. Erfolgsrezept bei diesem Ansatz ist vor allem die Verankerung und Operationalisierung in der Organisation, die schnelle Entscheidungen und eine Skalierbarkeit der einzelnen digitalen Implementierungen ermöglicht.“

Schneller und transparenter

Mit Fast Forward 2030 geht Continental einen Schritt weiter in Industrie 4.0. Das interdisziplinäre Team des Automobilzulieferers arbeitet daher nach eigenen Angaben an einer Umstellung von einer klassischen Lieferkette hin zu einem autonomen Versorgungsnetz. Die Fabriken sollen außerdem innerhalb eines grünen Liefernetzwerks in intelligente Fabriken umgewandelt werden.

„Innerhalb der intelligenten Fabriken kann man Applikationen wie Automated Guided Vehicles (AGVs), CoBots, Drohnen, intelligente Geräte, Smart Glasses, Augmented und Virtual Reality, die Cloud, Geofencing, 3D Drucker, intelligente Sensoren, Auto ID, Track and Trace und im letzten Schritt künstliche Intelligenz finden. Das Internet der Dinge ist der Schlüssel zur Nutzung dieser intelligenten Anwendungen“, erklärt Jan Axt, Leiter Automotive Supply Chain Management Strategy & Innovation bei Continental, im Gespräch mit LOGISTIK HEUTE.

ParcelLab gewinnt den Smart Solution Award

Beim Smart Solution Award, dem Award für innovative Konzepte, die sich noch in einem frühen Stadium der Umsetzung befinden, räumte ParcelLab die Trophäe ab. Beim eingereichten Konzept stand die Verbesserung der Customer Experience im Post-Check-out-Prozess im Fokus.

„ParcelLab unterstreicht die These, dass erfolgreiche Lösungen die Anforderungen der Endkunden in den Mittelpunkt stellen. Durch die Ausrichtung auf die wesentlichen Anforderungen der Endkunden kann gesamtheitlich im Post-Checkout-Prozess eine verbesserte Customer Experience geschaffen werden“, hebt Jurymitglied Dr. Petra Seebauer, Geschäftsführerin der EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH und Herausgeberin LOGISTIK HEUTE, hervor.

Mehr zu den Hintergründen des Awards und den Konzepten der Finalisten lesen Sie in der Titelgeschichte der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 1-2/2020, die am 19. Februar erschienen ist.

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