Supply Chain Finance: Geht’s auch nachhaltig?

In der Titelgeschichte der Ausgabe 6/2021 von LOGISTIK HEUTE geht es um nachhaltige Ansätze für die Lieferkettenfinanzierung.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde – aber wie kann die Lieferkettenfinanzierung dazu beitragen? (Foto: Adobe Stock/ Blue Planet Studio)
Nachhaltigkeit ist in aller Munde – aber wie kann die Lieferkettenfinanzierung dazu beitragen? (Foto: Adobe Stock/ Blue Planet Studio)
Melanie Endres

Das Thema Nachhaltigkeit ist auch für die Logistik wichtig: Klimaneutralität, umweltverträgliche Logistikimmobilien oder grüner Transport sind nur einige Schlagworte. Ein Aspekt, der manchmal hinten ansteht, ist die Lieferkettenfinanzierung. Wie nachhaltig kann eine solche sein? Ist Sustainable Supply Chain Finance nur ein weiteres Buzzword aus dem Ratgeberbuch des modernen Managers? Oder handelt es sich um ein Konzept, das es wert ist, erforscht zu werden, und das gekommen ist, um zu bleiben?

Mit diesen Fragen hat sich unter anderem das zweite Supply Chain Finance Hub der Technischen Universität, Campus Heilbronn Mitte Mai beschäftigt.

„Es gibt zwar einige Leuchtturmprojekte und eine nachhaltige finanzielle Unterstützung ist ein wichtiger Schritt“, so Prof. Dr. David Wuttke, Professor für Supply Chain Management an der TU München Campus Heilbronn und Organisator der Veranstaltung. „Im Vordergrund der Supply Chain Finance wird aber nach wie vor die Working Capital Optimierung stehen.“

Belohnung für nachhaltige Ansätze

Einfach ist eine nachhaltige Finanzierung nicht, stellt Treasury-Leiter Frank Wächter von Puma schon zu Beginn des Supply Chain Finance Hub klar. Aber es geht: Bereits 2016 hat der Sportartikelhersteller beispielsweise ein Programm dafür ins Leben gerufen. Im Jahr 2020 wurden den Puma-Angaben zufolge knapp 600 Millionen US-Dollar über das Programm finanziert.

Wie Unternehmen eine nachhaltige Lieferkettenfinanzierung schaffen können und wie es aus wissenschaftlicher Perspektive aussieht, lesen Sie in der Titelgeschichte der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 6/2021. Die Ausgabe ist am 11. Juni erschienen.

Die Lieferketten nachhaltig finanzieren

Im Idealfall ergibt sich eine „Win-win-win-Situation“: „Der Lieferant bekommt von der Bank Geld zu einem vergleichsweise günstigen Zinssatz, bleibt dadurch liquide und kann dem einkaufenden Unternehmen ein späteres Zahlungsziel gewähren. Und die Bank erhält neues Finanzierungsgeschäft mit gutem Risikoprofil“, so beschreibt Prof. Dr. Michael Henke das Konzept von „Supply Chain Finance“ gegenüber LOGISTIK HEUTE.

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