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Supply Chain Finance: Commerzbank und Fraunhofer IML gründen Enterprise Lab

Lösungen für das Digital Banking entlang globaler Supply Chains sollen entwickelt werden.

Im Trade Finance Innovations Lab sollen neue Zahlungsverkehrs- und Finanzierungslösungen für das Handelsfinanzierungsgeschäft auf Basis innovativer Technologien wie zum Beispiel der Distributed-Ledger-Technologie entwickelt und zur Marktreife gebracht werden (v.l.): Prof. Dr. Michael Henke (Institutsleiter am Fraunhofer IML), Nikolaus Giesbert (Bereichsvorstand Fixed Income, Currencies & Commodities und Trade Finance & Cash Man
Im Trade Finance Innovations Lab sollen neue Zahlungsverkehrs- und Finanzierungslösungen für das Handelsfinanzierungsgeschäft auf Basis innovativer Technologien wie zum Beispiel der Distributed-Ledger-Technologie entwickelt und zur Marktreife gebracht werden (v.l.): Prof. Dr. Michael Henke (Institutsleiter am Fraunhofer IML), Nikolaus Giesbert (Bereichsvorstand Fixed Income, Currencies & Commodities und Trade Finance & Cash Man
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Matthias Pieringer

Als erstes Finanzinstitut hat die Commerzbank ein „Enterprise Lab“ am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund ins Leben gerufen und damit die seit Juli 2017 bestehende Kooperation ausgebaut. Mit dem „Trade Finance Innovations Lab“ sei nun auch die Commerzbank als eine der führenden europäischen Außenhandelsbanken Teil des Enterprise Lab Centers am Fraunhofer IML, teilten die Partner Ende November mit.

Anwendungsorientierte Wissenschaftler des Fraunhofer IML aus den Bereichen Logistik, Supply Chain Management und Blockchain-Technologie würden künftig eng mit Trade-Finance-Spezialisten der Commerzbank und ihrer Forschungs- und Entwicklungseinheit „Main Incubator“ zusammenarbeiten, ließen die Partner verlauten.

Physische und finanzielle Lieferketten enger verbinden

„Seit dem Start der Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML wurden praktische Anwendungsmöglichkeiten für das Trade-Finance-Geschäft identifiziert und mit Firmenkunden der Bank priorisiert“, so Nikolaus Giesbert, Bereichsvorstand Fixed Income, Currencies & Commodities und Trade Finance & Cash Management, Commerzbank AG.

„Prozesse entlang physischer Lieferketten können durch neue Technologien viel enger mit der finanziellen Lieferkette verknüpft werden. So können an vielen Stellen der Supply Chains bislang manuelle Prozesse automatisiert und effizienter ausgeführt werden. Das Enterprise Lab Center schafft genau den richtigen Rahmen, um unsere bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit noch weiter zu intensivieren“, machte Giesbert deutlich. „Mit unserem ‚Trade Finance Innovations Lab‘ arbeiten wir künftig branchenübergreifend daran, die Chancen der Digitalisierung in physischen wie auch in finanziellen Lieferketten optimal zu nutzen.“

Technologien wie Smart Contracts im Fokus

Im „Trade Finance Innovations Lab“ sollen den Angaben zufolge neue Zahlungsverkehrs- und Finanzierungslösungen für das Handelsfinanzierungsgeschäft auf Basis innovativer Technologien wie zum Beispiel der Distributed-Ledger-Technologie (DLT), Smart Contracts und dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) entwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Zugleich sollen Standards und Rahmenbedingungen für die Digitalisierung des internationalen Supply Chain Management und die entsprechenden Finanzierungsinstrumente aktiv mitgestaltet werden.

„Die in unserem Trade Finance Innovations Lab gemeinsam entwickelten Lösungen werden richtungsweisend sein für das Digital Banking entlang globaler Supply Chains der Zukunft“, sagte Prof. Dr. Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer IML.

Commerzbank als elftes Unternehmen

Die Commerzbank ist nach der European Pallet Association e.V. (EPAL), der Deutschen Telekom, Dachser SE, der Rhenus SE & Co. KG, Boehringer-Ingelheim, der BMW Group, der DB Schenker AG, der Audi AG, der Würth-Gruppe und der Sick AG das elfte Unternehmen, das sich seit 2013 für das „Fraunhofer Enterprise Labs“ als Form der gemeinsamen Forschung von Industrie und Wissenschaft entschieden hat.

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