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Stückgut: Automatisierter Frachtscanner statt manueller Erfassung

Sendungsrelevante Daten sollen sich binnen weniger Sekunden ins Transport-Management-System übertragen lassen.

Die Säulen des Frachtinspektionssystem ScanSpector rechts und links enthalten ein Multisensorsystem. Sie erkennen Güter automatisiert nach relevanten Kenngrößen und sollen eine individuelle, manuelle Erfassung überflüssig machen. (Foto: Fraunhofer IFF)
Die Säulen des Frachtinspektionssystem ScanSpector rechts und links enthalten ein Multisensorsystem. Sie erkennen Güter automatisiert nach relevanten Kenngrößen und sollen eine individuelle, manuelle Erfassung überflüssig machen. (Foto: Fraunhofer IFF)
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Therese Meitinger

In der Logistik werden Stückgüter vorwiegend noch manuell erfasst, wodurch in der Bemessung von Volumenkenngrößen Fehler entstehen können. Dieses Problem adressierte nun das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF im Zuge des Forschungsprojekts „MultiSensor“: Gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Industriepartnern – dem Automatisierer Thorsis Technologies sowie dem Softwareentwickler Viaboxx – entwickelte es ein 3D-Multisensorsystem zur Rundumerfassung und Echtzeitanalyse logistischer Objekte.

Mit der Frachtinspektionssäule „ScanSpector“ lassen sich nach Eigenangaben künftig mittels mehrerer Tiefenbildsensoren Stückgüter auf dem Gabelstapler in Bewegung scannen, um die Identität, die Abmessungen sowie das Aussehen zu erfassen und ein präzises 3D-Modell zu erstellen. So können demnach ebenfalls Abweichungen vom gewünschten Sollzustand erkannt werden. Die Kompatibilität dieses Messsystems mit weiteren Technologien ermöglicht dem Fraunhofer IFF zufolge zudem die digitale Übertragung aller sendungsrelevanten Daten innerhalb weniger Sekunden ins Transportmanagementsystem, wodurch sich Effizienz und Geschwindigkeit der Vereinnahmung von Frachtsendungen optimieren lassen.

Der ScanSpector wurde erstmalig im Rahmen der Eröffnung eines neuen Frachtzentrums der DHL Freight am 13. September 2019 in Hannover-Langenhagen vorgestellt. Dort plant das Unternehmen, künftig auf einer Testfläche auch neue Technologien und Verfahren für die Logistik zu erproben.

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