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Studie: So vernetzt war die Welt noch nie

LOGISTIK HEUTE-Titelgeschichte beleuchtet die Ergebnisse des DHL Global Connectedness Index 2018.

Die weltweite Vernetzung nimmt zu, wird aber gleichzeitig überschätzt - so eines der Ergebnisse des DHL Global Connectedness Index 2018. (Foto: Fotofabrika, Adobe Stock)
Die weltweite Vernetzung nimmt zu, wird aber gleichzeitig überschätzt - so eines der Ergebnisse des DHL Global Connectedness Index 2018. (Foto: Fotofabrika, Adobe Stock)
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Therese Meitinger

Im Jahr 2017 hat die weltweite Vernetzung einen neuen Höchststand erreicht. Das ist eines der Ergebnisse des DHL Global Connectedness Index 2018, den der Logistikdienstleister bei der Stern School of Business der New York University und der IESE Business School in Auftrag gab. Auf Basis von drei Millionen Datenpunkten ermittelten die Wissenschaftler dabei die internationale Vernetzung auf globaler und regionaler Ebene sowie für 169 Länder.

Untersucht wurde dabei zum einen die „depth“ der Vernetzung: Wie ausgeprägt sind die internationalen Ströme der Länder im Verhältnis zur Größe ihrer Binnenwirtschaft? Die ebenfalls untersuchte „breadth“ der Vernetzung beschreibt hingegen die geografische Verteilung der internationalen Ströme zwischen ihren Herkunftsländern. Beide Werte fielen 2017 – auf den gesamten Globus bezogen – so hoch aus wie noch nie.

Die Region mit dem höchsten Globalisierungsgrad ist dabei Europa – acht der zehn meist vernetzten Länder sind auf diesem Kontinent zu verorten. Zu diesem zählt mit den Niederlanden auch der Serien-Spitzenreiter, der seine Position seit der ersten Durchführung der Studie 2011 in jedem Jahr behaupten konnte. Unsere westlichen Nachbarn liegen sowohl in Sachen Intensität (Rang 4) als auch geografischer Verteilung (Rang 3) des internationalen Austausches weit vorne.

Vernetzungsnachteil für größere Länder

Mit seiner mittleren Bevölkerungsgröße, seinem hohen Pro-Kopf-Einkommen, dem guten Zugang zur See und der Lage in Europa vereint der Käse- und Tulpenstaat viele der Faktoren, die für einen hohen Globalisierungsgrad ausschlaggebend sind. Größere Länder nehmen bei der Intensität des internationalen Austausches übrigens eher hintere Ränge ein, da sich ein höherer Anteil ihrer Ströme in ihren großen Inlandsmärkten abspielt.

Überraschendes Ergebnis der Studie: Der aktuelle Grad der Vernetzung wird gemeinhin überschätzt. „Die Welt ist trotz der jüngsten Globalisierungsfortschritte immer noch weniger vernetzt, als die meisten Menschen meinen“, sagte etwa Steven A. Altman, einer der Autoren der Studie und Senior Research Scholar an der Stern School of Business der New York University. „Dies ist wichtig, weil Menschen, die das Ausmaß der internationalen Vernetzung überschätzen, tendenziell größere Bedenken auf mögliche negative Auswirkungen haben.“ Dem gelte es mit den Fakten aus der Studie entgegenzuwirken.

Weitere relevante Ergebnisse der Studie – und wie Deutschland im internationalen Globalisierungsvergleich abschneidet, erfahren Sie in der Titelgeschichte von LOGISTIK HEUTE 3/2019. Die Ausgabe ist am 15. März 2019 erschienen.

Fragen der Globalisierung

Nur etwa 20 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung werden exportiert. Circa sieben Prozent der weltweiten Telefonate sind internationale Gespräche. Und drei Prozent der Menschen auf dem Globus leben in einem anderen Land als ihrem Geburtsland.

Diese Zahlen zur Globalisierung stammen aus dem DHL Global Connectedness Index 2018. DHL hat in der Studie den Stand der Globalisierung analysieren lassen. Eine der Kernaussagen lautet, dass der internationale Austausch 2017 einen neuen Höchststand erreicht hat.

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