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Studie: Mängel bei der Supply-Chain-Planung

Firmen setzen Daten oft nicht richtig ein.
Bei der Planung der Supply Chain können Daten helfen. Nach der Studie von JDA und der University of Warwick setzen viele Unternehmen diese aber nicht wirksam ein. (Symbolbild: RioPatuca Images/Fotolia)
Bei der Planung der Supply Chain können Daten helfen. Nach der Studie von JDA und der University of Warwick setzen viele Unternehmen diese aber nicht wirksam ein. (Symbolbild: RioPatuca Images/Fotolia)
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László Dobos

Laut einer neuen Studie der JDA Software Group, Inc. und der University of Warwick setzen europäische Hersteller Daten und Analyse bei der Supply-Chain-Planung und -Segmentierung nicht wirksam ein. Im Rahmen der Umfrage mit dem Titel „Supply Chain Segmentation: A Window of Opportunity for European Manufacturing“ hatten Forscher 100 Fertigungsunternehmen in ganz Europa befragt und ihre Praktiken bei der Supply-Chain-Segmentierung bewertet. Der Bericht zeigt, dass nur 18 Prozent der Befragten historische, aktuelle und künftige Daten im Supply-Chain-Planungsprozess berücksichtigten. Nur 39 Prozent der Befragten gaben an, über datengestützte Segmentierungsmodelle zu verfügen. Fast ein Viertel (23 Prozent) der Unternehmen erklärte, einfach „Faustregeln“ anstelle einer datengestützten Methodik anzuwenden.

Firmen blicken oft in den Rückspiegel

„Die Studie zeigt deutlich, dass die Mehrheit der Unternehmen keine dynamischen oder datengestützten Modelle nutzt. Tatsächlich treiben mehr Unternehmen ihre Supply Chains mit dem Blick in den Rückspiegel voran, anstatt nach vorne zu schauen. Nicht nur, dass dadurch eine übermäßige Abhängigkeit von historischen Daten entsteht, es ist auch durchaus möglich, dass Unternehmen auf dem völlig falschen Weg sind“, sagt Hans-Georg Kaltenbrunner, Vizepräsident Manufacturing Industry Strategy EMEA bei JDA. „Die Studie legt die Vermutung nahe, dass einige Unternehmen gar nicht über die Fähigkeiten verfügen, ihre Supply Chain richtig durch die Business Roadmap zu steuern.“

Strategische Ausrichtung oder Fehlausrichtung?

Wenn es um die Einführung von Praktiken für die Supply-Chain-Segmentierung geht, gaben nur 29 Prozent an, dabei nach der „Top Down“-Methode vorzugehen, was nach JDA darauf hinweist, dass das strategische Wesen der Segmentierung in der Praxis nicht verstanden wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass abteilungsspezifische und funktionale Ansätze weiterhin dominieren.

Geschäftsprozessorientierung ist keine gängige Praxis

Nur acht Prozent der europäischen Hersteller haben die Segmentierungsstufe drei (von vier) erreicht, Stufe 4 erreichte kein Unternehmen. Im Zusammenhang damit steht auch, dass nur 17 Prozent angaben, dass Geschäftsprozessorientierung Teil ihres Betriebskonzepts sei. „Segmentierung ist im Supply-Chain-Management keine neue Praxis, doch unsere Studie zeigt, dass sie relativ unterentwickelt ist. Theoretisch ist die Segmentierung ein Schlüsselgeschäftsprozess und eine Kernkompetenz, die dafür sorgt, dass die Geschäftsziele im betrieblichen Trubel umgesetzt werden“, sagt Professorin Janet Godsell von der WMG, University of Warwick.

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