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Studie: Logistikmarkt wächst moderat

E-Commerce ist weiterhin Wachstumstreiber.
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Nadine Bradl

Zum 31. Deutschen Logistikkongress (22. bis 24. Oktober in Berlin) hat die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS, Nürnberg, die neueste Ausgabe der „Top 100 der Logistik“ veröffentlicht. Der Studie zufolge ist der Logistikmarkt im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Milliarden Euro auf insgesamt 230 Milliarden Euro gewachsen. Dies entspreche einem moderaten Wachstum von knapp unter einem Prozent. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in dieser Zeit nur um 0,4 Prozentpunkte. Bei einem absoluten BIP-Wert von 2.735,8 Milliarden Euro erreiche die Logistikwirtschaft damit einen Anteil von 8,4 Prozent.

Rund 50 Prozent davon (etwa 115 Milliarden Euro) werden laut der Studie durch die Logistikdienstleister erbracht. Der Rest liege in der Hand von Industrie- und Wirtschaftsunternehmen und falle im Rahmen von Werkverkehren an. Dabei vereinen die größten 100 Logistikdienstleister rund 62 Milliarden Euro des von den Verladern über Outsourcing vergebenen Marktvolumens auf sich (circa 54 Prozent). Die Outsourcing-Rate selbst falle in den verschiedenen Marktsegmenten sehr unterschiedlich aus: Die wenig standardisierten und komplexen Leistungen beispielsweise in der Kontraktlogistik und dem Terminal- und Warehousing-Bereich weisen eher geringe Outsourcing-Quoten (circa 30 Prozent) auf. In den Bereichen KEP, Stückgut und Luftfracht wird hingegen über 90 Prozent fremdvergeben.

Wachstumsmotor des Logistikmarkts sei unter anderem der E-Commerce mit zweistelligen Umsatzsteigerungen. Dies sei zuallererst im KEP-Segment zu spüren. Untersuchungen für die „TOP 100 der Logistik“ zeigen der Studie zufolge auch deutliche Veränderungen im Stückgutsegment: Hier stiegen die Sendungsmengen bei sinkendem Sendungsgewicht. Denn Business-to-Consumer (B2C)-Lieferungen nehmen an Bedeutung zu und könnten längerfristig sogar bis zu 20 Prozent der Sendungen im Stückgutmarkt ausmachen. Die Kombination von Business-to-Business (B2B)- und B2C-Lieferungen sei aber mit deutlichen Hürden verbunden. Beispielsweise verlangen B2C-Anlieferungen vermehrt nach Abend-, oder Wochenendzustellung. Mittelfristig könnten die Anbieter von Kontraktlogistik-Dienstleistungen vom anhaltenden E-Commerce-Boom profitieren. Für sie liege hier viel Potenzial, speziell in den auf den Online-Handel ausgerichteten Fulfillment-Dienstleistungskonzepten.

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