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Studie: Logistiker leiden doppelt am Fachkräftemangel

Laut BVL-Studie sind über zwei Drittel der Firmen betroffen.
Der Fachkräftemangel wirkt sich in der Logistik besonders stark aus. (Foto: industrieblick / Fotolia.com)
Der Fachkräftemangel wirkt sich in der Logistik besonders stark aus. (Foto: industrieblick / Fotolia.com)
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Redaktion (allg.)

Logistik-Arbeitgeber haben besonders große Probleme, qualifiziertes Personal zu finden. Denn neben dem allgemeinen Fachkräftemangel kämpfen sie auch mit dem schlechten Image ihrer Branche. Eine aktuelle Umfrage unter Mitgliedern der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) ergibt ein düsteres Bild hinsichtlich der Personalsituation. 90 Prozent der 112 Befragten gaben darin an, den Mangel an Fachkräften im Arbeitsfeld Logistik zu spüren. Auf das eigene Unternehmen angesprochen, gaben immerhin 71 Prozent an, einen Mangel zu erleben. Bei 31 Prozent der Teilnehmer bleibt die Hälfte der offenen Stellen auch nach zwölf Monaten noch unbesetzt. Kurzfristig können noch mehr Positionen nicht adäquat besetzt werden: Innerhalb von drei Monaten bleibt bei rund 55 Prozent der Befragten jede zweite vakante Stelle offen. 38 Prozent der Befragten gaben darüber hinaus an, dass auch Ausbildungsplätze frei bleiben.

Vor allem IT-Fachkräfte fehlen

Wird nach konkreten Fachkräftestellen gefragt, werden aktuell vor allem IT-Fachleute (47 Prozent) gebraucht, gefolgt von Fahrern und Zustellern (46 Prozent) und Disponenten (41 Prozent). Bei Ingenieuren und Betriebswirten hingegen, die in der BVL-Umfrage „Arbeitgeber Logistik“ von 2012 noch zu den meistgesuchten Berufsgruppen gehörten, scheint sich die Lage entspannt zu haben.

Wettstreit mit anderen Wirtschaftsbereichen um Personal

Als Hauptgrund dafür, dass offene Stellen im Unternehmen nicht besetzt werden, nannten 74 Prozent der Befragten das generelle Fehlen von qualifizierten Bewerbern. Auch die mangelnde Bekanntheit der Berufsmöglichkeiten in der Logistik (53 Prozent) sowie im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen weniger attraktive Vergütungen und Arbeitsbedingungen (43 Prozent) sind nach eigener Einschätzung Gründe für mangelndes Bewerberinteresse. „Beim Wettbewerb um Fach- und Nachwuchskräfte spüren Logistikunternehmen immer mehr den Wettstreit mit Firmen aus anderen Wirtschaftsbereichen, deren Arbeitsumfeld unter möglichen Bewerbern besser angesehen wird. Umso wichtiger ist es, dass die Logistik mehr für ihr Image tut“, erklärt Prof. Dr. Thomas Wimmer, Vorsitzender der BVL-Geschäftsführung. (ts/ld)

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