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Nadine Bradl

Das Regelwerk für die Transportbranche enthält zu viele Hürden – vor allem für ausländische Spediteure bei inländischen Transporten (sogenannte Kabotagefahrten). Jeder fünfte Lkw fährt deshalb leer durch die EU, wie die Europäische Kommission in ihrer Studie über den Binnenmarkt für den Güterverkehr feststellt. Sie fordert Nachbesserungen.

67 Prozent des gesamten Straßenverkehrs in der EU entfalle auf den Inlandsverkehr, so die Studie. Der Zugang ausländischer Verkehrsunternehmen zu Inlandsmärkten sei aber weiterhin sehr begrenzt. Viele Lkw fahren deshalb leer: 20 Prozent sind ohne Ladung unterwegs, bei Inlandstransporten sogar ein Viertel.

Der hohe Anteil der leeren Kabotagefahrten sei jedoch nicht der Schwierigkeit geschuldet, Ladungen für den Rückweg zu finden. Vielmehr „scheinen die Kraftverkehrsunternehmer durch die für die Kabotagebeförderung geltenden restriktiven Vorschriften eingeschränkt zu werden, was dazu führt, dass sie ihre Beförderungen nicht effizient organisieren können“.

Um die Zahl dieser Leerfahrten zu verringern, ist eine Lockerung der Beschränkungen nach Meinung der Kommission unumgänglich. Für die Unternehmen wäre es dann einfacher, Lasten zusammenzulegen und Rückfahrten zu nutzen.

Auf sogenannte Gigaliner müssen die Unternehmen dabei allerdings weitestgehend verzichten. Das Europaparlament lehnte die EU-weite Zulassung der bis zu 25,25 Meter langen Lkw ab. Damit bleibt die Genehmigung der Lang-Lkw Ländersache. In Deutschland sind die Gigaliner bereits seit zwei Jahren probeweise auf einzelnen Strecken unterwegs.

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