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Studie: Digitalisierung des Einkaufs bleibt im Mittelstand Entwicklungsgebiet

Die Erhebung von Onventis, ESB Business School und BME sieht unter anderem Defizite in Sachen Datenqualität.

Frank Schmidt, Geschäftsführer von Onventis. (Foto: Onventis)
Frank Schmidt, Geschäftsführer von Onventis. (Foto: Onventis)
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Therese Meitinger

Im am 10. Dezember veröffentlichten Einkaufsbarometer hat der Cloud-Anbieter Onventis zusammen mit der ESB Business School und dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) ausgewählte Unternehmen zu den Erfolgsfaktoren digitaler Beschaffung in mittelständischen Unternehmen befragt. In den Ergebnissen der Studie sehen sich die Kooperationspartner in ihrer Ansicht bestätigt, dass die Digitalisierung des Einkaufs im Mittelstand noch nicht weit genug fortgeschritten sei.

„Mit unserer Erhebung vermitteln wir ein aktuelles Bild der Beschaffungssituation im deutschen Mittelstand, um so Schwachstellen und damit Potenziale für die Optimierung der digitalen Beschaffung im Mittelstand zu identifizieren“, berichtet Frank Schmidt, Geschäftsführer von Onventis, Anbieter für cloud-basierte E-Procurement Lösungen.

Für die Studie wurden insgesamt 272 Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand befragt. Zum deutschen ,,Mittelstand" zählen in der Studie branchenunabhängig sowohl kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 50 Millionen Euro Jahresumsatz und bis zu 500 Beschäftigten als auch große mittelständische Unternehmen mit bis zu einer Milliarde Euro Jahresumsatz und bis zu 5.000 Mitarbeitern. Insgesamt nahmen 65 Prozent strategische Entscheidungsträger an der Befragung teil.

Zwischen ERP und Excel

Die Datenqualität im Mittelstand ist nach Ansicht der Umfrageersteller nicht zufriedenstellend. Dabei sei die Datenaktualität gerade für Einkaufsabteilungen elementar. Laut der Studie ist das ERP-System nach wie vor das meistgenutzte System für die Datenverwaltung im Einkauf. Direkt danach folgt bereits Excel. Das erstaunt, weil das Datenmanagement mit Excel nachweislich mit hohem Aufwand und Fehleranfälligkeit verbunden ist. Nur ungefähr jedes vierte Unternehmen setzt nach der Umfrage auf digitale Systeme zur Prozessoptimierung im Einkauf. Hinzukommt, dass ein Drittel der mittelständischen Großunternehmen keine dokumentierte Einkaufsstrategie besitzt.

In Sachen Digitalisierung zeichnet sich in den vorliegenden Ergebnissen ein deutlicher Aufholbedarf ab: Die Mehrheit der befragten Unternehmen gibt an, den taktischen Einkauf nur unzureichend – also unter 50 Prozent - digitalisiert zu haben. Das verwundere, so die Umfrageerheber, vor dem Hintergrund des vielfältigen Marktangebots an Tools und Systemen, die eine Digitalisierung des taktischen Einkaufs schon länger ermöglichen.

Im operativen Einkauf liegt gemäß der Studie der Anteil an Bestellpositionen mit Bezug zu existierenden Materialstämmen oder Katalogartikeln für etwa die Hälfte aller befragten Unternehmen unter 50 Prozent liegt. Die Kooperationspartner sehen dies als klares Indiz dafür, dass auch im operativen Einkauf noch Potenziale für die Automatisierung schlummerten.

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