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Studie: Deutsche Firmen weniger innovativ

Daten wären oft der Schlüssel zu Innovation.
Innovationen sind für Unternehmen wichtig. Deutsche Unternehmen scheinen in diesem Bereich abgebaut zu haben. (Foto: fotogestoeber/Fotolia)
Innovationen sind für Unternehmen wichtig. Deutsche Unternehmen scheinen in diesem Bereich abgebaut zu haben. (Foto: fotogestoeber/Fotolia)
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László Dobos

Deutsche Unternehmen haben an Innovationskraft verloren und sind im Wettbewerb um die besten Ideen hinter die USA und Asien zurückgefallen. Und ein kluger Umgang mit Daten ist der Schlüssel zu mehr Innovationskraft. Zu diesen Ergebnissen kommt die neueste Ausgabe der Innovationsstudie, welche die Boston Consulting Group (BCG) jährlich durchführt. BCG fragte dafür 1.500 Topmanager weltweit danach, welche Unternehmen sie als innovativ wahrnehmen würden. Insgesamt schafften es sechs deutsche Firmen ins Ranking, eins weniger als im Vorjahr. Die Top Ten bestimmen hauptsächlich amerikanische Technologieunternehmen, Amazon steht auf dem fünften Platz.

Daten als Grundlage neuer Geschäftsmodelle

Der Einsatz neuer Technologien und der Umgang mit großen Datenmengen entscheiden nach Ansicht der Studienautoren nicht mehr nur in Tech-Unternehmen über Innovation oder Stagnation. „Etablierte Industriefirmen, die langfristig auf dem Markt mitspielen wollen, denken über die Weiterentwicklung ihres Kerngeschäfts hinaus und suchen nach digitalen Angeboten“, erläutert BCG-Deutschlandchef Carsten Kratz. Das gelte etwa für Automobilhersteller, die sich immer öfter als umfassende Mobilitätsanbieter verstünden.

Von T-Shirts zu digitalen Karten

Die Studie nennt den Sportbekleidungshersteller Under Armour als Positivbeispiel für innovative, datenbasierte Geschäftsmodelle. Das Unternehmen steht auf Platz 22 im Ranking. Under Armour habe sich zum Ziel gesetzt, Sportler leistungsfähiger zu machen. Die Konsequenz daraus sei gewesen, neben klassischen Produkten smarte Sportschuhe mit Sensoren und tragbare Sensoren herzustellen, die die sportliche Aktivität messen. Und der nächste Schritt bestehe darin, Sportlern bei der Auswertung der eigenen Leistungsdaten zu helfen, um das Training zu verbessern. Dafür bietet das Unternehmen jetzt Apps, digitale Karten, Ernährungsrechner und andere Tools.

Neue Geschäftsideen für alte Unternehmen

Dass auch alte, traditionsreiche Unternehmen sehr neue, innovative Geschäftsideen entdecken und umsetzen können, beweist der Studie zufolge BASF. Der deutsche Chemiekonzern sei im Ranking seit Jahren regelmäßig vertreten und derzeit auf Platz 20. BASF suche sehr bewusst nach Neugründungen und innovativen Forschern, um mit ihnen zusammenzuarbeiten.

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