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Studie: 2022 sind die meisten Lieferketten digitalisiert

Logistiker erwarten laut MHI große Veränderungen durch Robotik.
Die Aussteller auf der Intralogistikmesse ProMat (Foto) schauen eher optimistisch in die Zukunft. Das Material Handling Institute stellte auf der ProMat eine Studie vor, wonach in Zukunft die Nachfrage nach Intralogistik-Ausrüstung steigen dürfte. Denn laut Studie schreitet die Digitailisierung in den Bereichen Intralogistik, Logistik und Supply Chain schnell voran. (Bild: Thilo Jörgl)
Die Aussteller auf der Intralogistikmesse ProMat (Foto) schauen eher optimistisch in die Zukunft. Das Material Handling Institute stellte auf der ProMat eine Studie vor, wonach in Zukunft die Nachfrage nach Intralogistik-Ausrüstung steigen dürfte. Denn laut Studie schreitet die Digitailisierung in den Bereichen Intralogistik, Logistik und Supply Chain schnell voran. (Bild: Thilo Jörgl)
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László Dobos

Der US-amerikanische Verband Material Handling Industry (MHI) hat seine jährliche Studie zur Aussicht der Bereiche Logistik und Supply Chain Management vorgestellt. Für den „Annual Industry Report“ befragte der MHI Entscheider aus den entsprechenden Wirtschaftsbereichen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Studie ist, dass sich die Digitalisierung wohl schnell in den Lieferketten durchsetzen wird.

Robotik könnte vieles umwerfen

80 Prozent der Studienteilnehmer glaubt, dass innerhalb von fünf Jahren digitalisierte Lieferketten zum Standard werden. 16 Prozent sagen, dass es bereits heute so weit ist. Große Veränderungen erwarten die Befragten vor allem durch Robotik und Automation. 61 Prozent sagte, dass Firmen mit diesen Technologien Wettbewerbsvorteile erreichen oder gar Disruptionen bewirken können. 2015 sagten das nur 39 Prozent. Als Technologien mit großer Auswirkung bewerteten die Studienteilnehmer außerdem noch Predictive Analytics (2017: 57 Prozent, 2015: 38 Prozent), das Internet der Dinge (2017: 55 Prozent, 2015: kein Vergleichswert), Sensoren und Ident-Techniken (2017: 53 Prozent, 2015: 42 Prozent), autonome Fahrzeuge und Drohnen (2017: 54 Prozent, 2015: 30 Prozent).

Trend Smarte Citylogistik

Die Studienautoren sehen smarte Citylogistik als einen aufkeimenden Trend. Zwar kannten 50 Prozent der befragten Manager dieses Konzept. Die Studienautoren verstehen darunter den Einsatz der erwähnten Technologien, um die Leistung und die Umweltverträglichkeit der City-Logistik zu erhöhen. Aber nur sechs Prozent der Teilnehmer gab an, dass sie damit begonnen hätten, mit Partnerfirmen und Stadtverwaltungen Innovationen für die Letzte Meile und urbane Verteilzentren zu entwickeln und einzuführen.

Schwieriger Arbeitsmarkt

Abseits von Technologien treibt die Logistiker vor allem der Arbeitsmarkt um. Neue, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden sei die größte Herausforderung, sagten 63 Prozent der Teilnehmer. 2016 waren 58 Prozent dieser Meinung. Zudem sagten 50 Prozent, dass die Weiterbildung ihrer Arbeitskräfte im Umgang mit neuen Technologien eine Top-Priorität sei. Andere große Herausforderungen sind die Ansprüche der Kunden, zum einen nach schnelleren Reaktionen (55 Prozent) und zum anderen nach niedrigeren Lieferkosten (53 Prozent).

Globale Studie

Material Handling Industry (MHI) ist nach eigenen Angaben der größte US-amerikanische Verband im Bereich Materialumschlag, Logistik und Lieferketten. Er stellte ihr „Annual Industry Report auf der Intralogistikmesse ProMat 2017 vom 3. bis 6. April in Chicago vor. Der MHI führt seit vier Jahren ihre jährliche Studie gemeinsam mit der Unternehmensberatung Deloitte durch. Dieses Jahr wurden 1.414 Entscheider weltweit aus den Bereichen Supply Chain Management und Logistik befragt. Die Unternehmen der Befragten decke ein breites Spektrum an Unternehmensgrößen und Tätigkeitsbereichen ab, teilt der MHI mit.

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