Stromausfall bei Edeka: Berlin und Brandenburg werden wieder aus Logistikzentrum in Freienbrink beliefert

(dpa/bb) Der Angriff auf die Stromversorgung des Tesla-Werks in Brandenburg hat auch das Edeka-Logistikzentrum in Freienbrink betroffen. Die Handelskette musste die Belieferung von Berlin und Brandenburg mit frischer Ware einschränken – nun geht es weiter.

Nach dem Stromausfall in der Region Grünheide wegen eines Brandanschlags auf Tesla ist auch der Betrieb in einem großen Logistikzentrum der Handelskette Edeka in Freienbrink gestört. Supermärkte können jetzt jedoch wieder mit Frischware beliefert werden. (Bild: Lutz Deckwerth/dpa)
Nach dem Stromausfall in der Region Grünheide wegen eines Brandanschlags auf Tesla ist auch der Betrieb in einem großen Logistikzentrum der Handelskette Edeka in Freienbrink gestört. Supermärkte können jetzt jedoch wieder mit Frischware beliefert werden. (Bild: Lutz Deckwerth/dpa)
Gunnar Knüpffer

Nach dem Stromausfall wegen eines Brandanschlags auf die Tesla-Stromversorgung ist der Lieferverkehr eines großen Edeka-Logistikzentrums für Berlin und Brandenburg wieder angelaufen – doch die Stromversorgung ist weiter unterbrochen. „Aktuelle Prognosen gehen von einer Wiederherstellung Ende nächster Woche aus“, teilte eine Unternehmenssprecherin der Edeka Minden-Hannover Stiftung am Donnerstag mit. Mit zehn Notstromaggregaten sei es am späten Mittwochabend und in der Nacht gelungen, alle notwendigen technischen Einrichtungen im Logistikzentrum Freienbrink wieder hochzufahren. Zugleich sei die Auslieferung gekühlter und tiefgekühlter Waren in die Edeka-Märkte in Berlin und Brandenburg gestartet. Die ersten Lastwagen mit frischen Lebensmitteln hätten das Logistikzentrum am Donnerstag gegen 3.00 Uhr verlassen.

Unbekannte Täter hatten am Dienstag auf einem Feld Feuer an einem Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide zuständig ist. Die Produktion des Autobauers wurde vorerst gestoppt. Tesla rechnet wie Edeka noch mit einem tagelangen Ausfall.

Eine linksextreme Gruppe hatte erklärt, sie sei für den Anschlag verantwortlich. Edeka hatte am Dienstag und Mittwoch die Lieferströme für Obst und Gemüse sowie Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, nach eigenen Angaben über die Logistikzentren in Landsberg (Sachsen-Anhalt) und Lauenau (Niedersachsen) umgeleitet. Die Belieferung der Märkte mit frischer Ware sei deutlich eingeschränkt gewesen. Kühlung und Tiefkühlung der Lebensmittel hätten im Lager Freienbrink aber zu jeder Zeit mit Notstromaggregaten sichergestellt werden können. Nicht gekühlte Produkte würden ohnehin aus dem Logistikzentrum in Mittenwalde ausgeliefert. Dort gebe es keine Probleme. Zum Schaden machte das Unternehmen keine Angaben.

Unter normalen Umständen beliefert die Handelskette aus dem Logistikzentrum Freienbrink, das in der Gemeinde Grünheide in Ostbrandenburg liegt, rund 500 Märkte in Berlin und Brandenburg. 100 Lastwagen stehen für die Lieferung von Obst und Gemüse sowie Milchprodukten, Feinkost, Fleisch und Tiefkühlwaren zur Verfügung. Rund 1000 Mitarbeiter arbeiten dort nach Angaben des Unternehmens.