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Strategie: Versicherer kennen Lieferketten schlecht

Münchener Rück klagt über eigene Branche.
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Thilo Jörgl

Der Münchener Rückversicherer Munich Re hat die Versicherungsbranche heftig kritisiert. Vor allem global aktive Industrieversicherer hätten in letzter Zeit zu viele Risiken im Bereich Lieferantenausfälle übernommen, ohne Details zu den Unternehmen oder deren Lieferketten zu kennen, klagen die Münchener.

Gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“ betonten die Bayern, dass inzwischen nicht nur gegen Produktionsstopps, sondern auch gegen Lieferantenausfälle eine Vielzahl von Policen erhältlich seien. Da die Supply Chains etwa im Bereich Automotive aber immer komplexer werden, können nach einer Katastrophe wie in Japan zusätzliche Schäden in ganz anderen Regionen der Welt entstehen und so die versicherten Schäden in die Höhe treiben. Derzeit gäben Versicherer für den Ausfall von Zulieferern sehr weite Deckungen mit ziemlich großen Zahlen und sehr schlechter Transparenz, kritisieren die Münchener. Im Ernstfall sei die Lage für die Versicherer ein großes Problem. Davon sind im zweiten Schritt dann auch Rückversicherungen wie die Munich Re oder die Swiss Re betroffen.

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